Luft für Novakovic wird dünner

Kölns neuer Teamgeist

Von Christian Bernhard
Mittwoch, 03.02.2010 | 11:28 Uhr
Die Kölner Spieler bejubeln ihren Sieg bei Eintracht Frankfurt
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Beim FC läuft es zurzeit rund. Die zwei Leidtragenden des Kölner Aufschwungs sind Lukas Podolski und Milivoje Novakovic. Besonders der Slowene wackelt - und schaut sich bereits nach einem neuen Verein um.

0, 0, 1, 0, 0, 1, 0, 0, 0, 0. Nein, das ist kein magischer Binärcode, sondern die Torausbeute des 1. FC Köln an den Spieltagen sieben bis 16. Spaßfußball sieht definitiv anders aus.

In den vergangenen vier Partien kam aber der große Binärbruch: Zehnmal netzten die Kölner in 360 Minuten ein, die fünf letzten Tore bedeuteten zwei Auswärtssiege in Wolfsburg und Frankfurt. In beiden Spielen nicht in der Startelf: Lukas Podolski und Milivoje Novakovic. Ein Zufall?

Freis: Ein Beispiel für Nova und Poldi

Für Coach Zvonimir Soldo, ja: "Das liegt nicht an Lukas. Wir präsentieren uns als Team - das ist das Geheimnis". Ein deutlicher Hinweis darauf, dass das zuvor nicht immer so war. Für den Kroaten ist im Gespräch mit dem "Express" aber klar: "Mit den beiden sind wir stärker."

Der Trainer stellt sich demonstrativ vor seine beiden Topstürmer. Fakt ist aber, dass Sebastian Freis, Adil Chihi und Taner Yalcin momentan einen richtig guten Job in der Offensive machen. FC-Manager Michael Meier ist begeistert: "Freis ist ein Charakterspieler, gibt nie auf. Für unsere Stürmer, auch für Poldi und Nova, ist er ein Beispiel, was du durch Laufbereitschaft erreichen kannst."

Auch Chihi bekommt ein positives Zeugnis ausgestellt. Er arbeite wie verrückt, so Meier. Offensichtlich sind die FC-Verantwortlichen mit dem Aufwand der Stars unzufrieden.

"Wir haben uns als Team gefunden"

Die Rückkehr zu den alten Tugenden (Kampf- und Laufbereitschaft) und die extrem defensive Grundausrichtung gepaart mit schnellen Kontern haben der Mannschaft sehr gut getan. In den letzten sieben Spielen setzte es nur eine Niederlage, auswärts ist der FC nun bereits seit acht Partien ungeschlagen.

Nach mickrigen zehn Toren in der Hinrunde stehen jetzt bereits sieben zu Buche - nach drei Spielen wohlgemerkt. "Wir haben uns als Team gefunden, der Knoten ist geplatzt", stellte Freis nach dem Sieg in Frankfurt fest.

Für Soldos Co-Trainer Michael Henke war die Leistung bei der Eintracht richtungsweisend: "Die Spieler haben bewiesen, zu was sie in der Lage sind. Sie haben die Verantwortung für die Offensive nicht so sehr an die Spieler in der Sturmspitze abgegeben." Dem Trainerteam gefiel wohl nicht, dass sich die Mannschaft zu sehr auf die Stars vorne drin verlassen hatte oder womöglich nicht die ganze Arbeit für das Duo leisten wollte. Jetzt rackert jeder für jeden, die Elf agiert als Team.

Tosic schafft neue Konkurrenz

Für Podolski und Novakovic wird die Konkurrenz im Offensivbereich nicht kleiner, im Gegenteil: Zoran Tosic, Neuzugang von Manchester United, feierte bereits in Frankfurt sein Debüt und zeigte gute Ansätze. Der Serbe, den Soldo sowohl im 4-4-2- als auch im 4-2-3-1-System auf beiden Flügeln einsetzen kann, hat "Riesenpotenzial" (Soldo).

Chihi auf rechts, Tosic auf links - so könnte in Zukunft die Kölner Flügelbesetzung aussehen, denn auch Meier bekräftigt: "Tosic ist der Spieler, den wir brauchen für unser System."

Nova oder Poldi? Es kann nur einen geben

Obwohl die Kölner Presse die aktuelle Situation als Problem für Podolski auslegt - "Ohne Poldi fallen die Tore" ("Express") - droht Novakovic größeres Ungemach. Während seine Konkurrenten in der Offensive alle auf mehreren Positionen einsetzbar sind, ist der Slowene nur für die Mitte eine Option. Und Soldo stellt in der "Sport-Bild" zum Thema Podolski klar: "Wenn er fit ist, spielt er. Er ist ein ganz wichtiger Spieler für uns."

Da Maniche zentral hängend hinter dem Stürmer immer besser in Fahrt kommt, Tosic bewusst für den Flügel geholt wurde und die Entscheidung Podolski oder Novakovic wohl schon allein aufgrund seiner Strahlkraft für den Verein zugunsten des Ex-Bayern-Stürmers ausfallen dürfte, schaut es für den Slowenen düster aus.

Novakovic in Spanien angeboten

Außerdem sind die Differenzen zwischen Novakovic und Soldo seit der Slowenien-Affäre hinlänglich bekannt. Die erste Konsequenz war die Entmachtung als Kapitän, zuletzt saß er in Frankfurt (wenn auch grippegeschwächt) auf der Bank.

Nach seiner Einwechslung sammelte er nicht wirklich Argumente für einen Startelf-Einsatz gegen den HSV. Dazu passt, dass der Slowene nach SPOX-Informationen bereits in der Primera Division angeboten wurde.

Die Luft für Novakovic wird immer dünner. Auch, weil der FC bereits für die Zukunft vorgesorgt hat. Der rumänische U-21-Nationalstürmer Alexandru Ionita kommt zum 1. Juli nach Köln und erhält einen Vertrag bis Juni 2014.

Soldo zum 2,5-Millionen-Euro-Transfer: "Das ist eine Investition in die Zukunft. Wir hatten immer wieder Probleme im Sturm, er soll sie lösen helfen."

Alle News und Infos zum 1. FC Köln

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung