Dienstag, 12.01.2010

Krisengespräch in Frankfurt

Skibbe und Bruchhagen demonstrieren Eintracht

Nachdem bereits über eine Entlassung Michael Skibbes nach dessen erneuter Kritik an der Vereinsführung von Eintracht Frankfurt spekuliert wurde, haben sich die Wogen nun geglättet.

Michael Skibbe (l.) betonte, dass er sehr gerne mit Heribert Bruchhagen zusammenarbeite
© Getty
Michael Skibbe (l.) betonte, dass er sehr gerne mit Heribert Bruchhagen zusammenarbeite
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Trainer Michael Skibbe und Vorstandsboss Heribert Bruchhagen von Bundesligist Eintracht Frankfurt sind nach den Irritationen der letzten Tage auf Schmusekurs gegangen.

In einem anderthalbstündigen Krisengespräch am Dienstag räumten beide Seiten im Rahmen einer Vorstandssitzung die Missverständnisse aus und kamen auf einen Konsens. "Der Vorstand teilt die Auffassung des Trainers zu 100 Prozent.

Es wird schwer, aufgrund unserer personellen Situation unser Saionziel von 46 Punkten zu erreichen", erklärte Bruchhagen, erteilte Skibbe aber doch noch einen Rüffel: "Künftig sollten solche kritischen Auseinandersetzungen im internen Kreis geführt werden."

"Arbeite gerne mit Bruchhagen"

Auch Skibbe ruderte nach seinen Verbalattacke vom Wochenende und indirekten Rücktrittsdrohungen zurück. "Ich wollte mit meiner Kritik nur verdeutlichen, dass es in der Rückrunde sehr schwer wird, unsere Ziele zu erreichen. Ich arbeite sehr gerne für Eintracht Frankfurt und mit Heribert Bruchhagen zusammen", sagte der Coach.

Skibbe hatte am vergangenen Sonntag am Rande des Wintertrainingslagers im türkischen Belek erneut scharfe Kritik wegen fehlender Neuzugänge geübt und dabei sogar seine eigene Zukunft bei den Hessen in Frage gestellt.

Transfers geplatzt

Bruchhagen ("Ich habe kein Verständnis für seine provokanten Äußerungen") hatte sich genervt von den Äußerungen Skibbes gezeigt und den Coach zum Rapport am Dienstag gebeten.

Bereits im November hatte Skibbe bei der Eintracht "eine Verbesserung in vielen Bereichen" gefordert. Zuletzt war der Transfer des Algeriers Rafik Djebbour (AEK Athen) geplatzt. Zuvor hatte sich der Wechsel von Stürmer Theofanis Gekas (Hertha BSC) zerschlagen.

Eintracht Frankfurt in der Winterpause

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