Nach Bergmanns Entlassung

Slomka neuer Hannover-Coach

Von SPOX
Dienstag, 19.01.2010 | 18:11 Uhr
Mirko Slomka war zuletzt Trainer von Schalke 04
© Getty
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Update Nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg und dem Abrutschen auf den Relegationsplatz der Bundesliga hat Hannover 96 am Dienstagmorgen Trainer Andreas Bergmann beurlaubt. Nachfolger wird Mirko Slomka.

Heimkehrer Mirko Slomka soll Hannover 96 vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit bewahren. Nur wenige Stunden nach der Entlassung von Andreas Bergmann präsentierten die auf den drittletzten Platz abgestürzten Niedersachen den früheren Schalke-Coach als Feuerwehrmann.

Slomka erhält bei 96 einen Vertrag bis 2011. "Ich freue mich auf die Herausforderung in meiner Heimat und bin überzeugt, dass wir den Schritt nach oben rasch gehen werden. Die Mannschaft und ich müssen uns schnell aneinander gewöhnen und dann schon gegen Mainz am kommenden Samstag punkten", sagte Slomka, der in Hannover ein alter Bekannter ist.

Der 42-Jährige war bereits von 1989 bis 1999 Jugend- und von 2001 bis 2004 Assistenztrainer von Ralf Rangnick in Hannover.

Slomkas Leidenszeit zu Ende

Damit ist auch die Leidenszeit für Slomka nach 646 Tagen beendet. Nachdem der Coach am 13. April 2008 bei Schalke entlassen worden war, kursierte sein Name bei fast jedem Klub, der auf Trainersuche war.

Genommen wurde aber immer ein anderer. Das ist in Hannover nun anders. "Wir sind davon überzeugt, dass Mirko Slomka mit unserer Mannschaft den Abstieg verhindern wird. Darüber hinaus soll er die 96-Mannschaft der Zukunft entwickeln", begründete Sportdirektor Jörg Schmadtke den Schritt.

Kein Vertrauen mehr in Bergmann

Lange Eingewöhnungszeit hat Slomka freilich nicht. Nach zuletzt sieben Spielen ohne Sieg seit dem Suizid von Torhüter Robert Enke finden sich die Hannoveraner auf dem Relegationsplatz wieder, am Samstag muss der Klub bei Mainz 05 antreten.

Die Negativserie führte schließlich auch zur Trennung von Bergmann. "Die Leistungen der Mannschaft in den vergangenen drei Spielen waren unisono schlecht und wurden von Mal zu Mal sogar noch schlechter", sagte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke: "Nach inzwischen sieben Spielen ohne Sieg hatten wir nicht mehr das Gefühl, dass Andreas Bergmann der Mannschaft die nötigen Impulse für den Verbleib in der Bundesliga geben kann."

Dritter 96-Coach dieser Saison

Slomka ist bereits der dritte 96-Coach in der laufenden Saison. Bergmann hatte die Niedersachsen im vergangenen August vom heutigen Nürnberger Trainer Dieter Hecking übernommen.

In 16 Spielen unter der Regie des 50-Jährigen holte Hannover aber nur vier Siege. Am vergangenen Samstag hatte es eine peinliche 0:3-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten Hertha BSC Berlin gegeben.

Bergmann: Vertrag als U-23-Trainer

Bis zum 30. Juni ist Bergmann nun von seinem Vertrag als Cheftrainer freigestellt. Anschließend beseitzt er weiterhin einen bis 2014 datierten Kontrakt als U-23-Coach bei den Niedersachsen. Ob er auf diesen Posten zurückkehren werde, ließ der Fußballlehrer aber zunächst offen.

"Ich muss das alles erst einmal sacken lassen. Aber ich habe immer gesagt, dass ich leidenschaftlich gern Trainer bin und habe bewiesen, dass ich auch eine Bundesliga-Mannschaft führen kann."

Lob von Schmadtke

Schmadtke lobte Bergmann trotz der Entlassung: "Er hat gute Arbeit geleistet, die Mannschaft gerade auch in der Phase nach der furchtbaren Tragödie um Robert Enke gefühlvoll geleitet. Aber die notwendigen Siege, die uns die Punkte für den Klassenerhalt bringen müssen, sind leider in den vergangenen Wochen nicht gelungen."

Dabei sind es gerade die tragischen Umstände um den Tod von Enke, die Bergmann mit zum Verhängnis geworden sein könnten.

Mannschaft enttäuscht

Die Mannschaft zeigte sich derweil von der Beurlaubung ihres Coaches getroffen. "Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben uns unter Andreas Bergmann fußballerisch weiterentwickelt, aber in den letzten drei Spielen hat unsere Leistung einfach nicht gereicht. Jetzt muss die Angst aus den Köpfen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis", sagte Kapitän Arnold Bruggink nach der morgendlichen Laufeinheit.

Christian Schulz ergänzte: "Wir waren die Elf, die auf dem Platz standen und haben zuletzt versagt. Aber jeder Trainerwechsel ist auch ein Neuanfang." Die Trainingseinheit am Nachmittag wurde abgesagt.

Zum Steckbrief: Hannover 96

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