Schwere Zeiten für den Untertan

Von Für SPOX in Dubai: Thomas Gaber
Freitag, 08.01.2010 | 16:15 Uhr
Miro Klose (r.) und Mario Gomez kämpfen um die begehrten Plätze im Sturm des FC Bayern
© Getty
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Nationalstürmer Miroslav Klose hat im Trainingslager des FC Bayern einen starken Eindruck hinterlassen. Trotzdem zählt er nicht zu den Gewinnern von Dubai. Abschreiben darf man Klose aber keineswegs.

17 Pflichtspieleinsätze, 2 Tore, 2 Vorlagen - das Hinrunden-Zeugnis von Miroslav Klose fiel mangelhaft aus. Nur zwei Mal durfte der Bayern-Stürmer durchspielen, drei Mal wurde er ein- und zwölf Mal ausgewechselt. In der Bundesliga gelang ihm nur ein Assist, die anderen drei Scorerpunkte holte er sich in seinem besten Spiel im DFB-Pokal in Frankfurt (4:0).

Im Vergleich zu seinen Sturmkonkurrenten fällt der 31-Jährige steil ab. Mario Gomez ergatterte 19 Scorerpunkte in 26 Spielen, Ivica Olic zwölf Punkte in 17 Spielen. Beim 1:0-Sieg des FC Bayern in der Champions League gegen Maccabi Haifa Ende November wurde Klose von Trainer Louis van Gaal erstmals aus der Mannschaft genommen und hatte fortan keine Chance mehr, in die Startelf zurückzukehren.

Spritzig und torhungrig

Im Trainingslager der Bayern in Dubai wollte Klose einen neuen Anlauf nehmen und hinterließ dabei einen guten Eindruck. Er machte jede Einheit beschwerdefrei mit und arbeitete konzentriert. Im intensiven 5-gegen-5 auf engem Raum am Freitag wirkte er sehr spritzig und im Abschluss abgebrüht.

Louis van Gaal konnte er dennoch nur bedingt überzeugen, dass er in die erste Elf gehört. "Ich stelle die Mannschaft immer nach meinen Trainingseindrücken und dem jeweiligen Selbstvertrauen der Spieler auf. Wenn es nach dem Selbstvertrauen geht, kann ich im Sturm nicht wechseln", sagte der Niederländer beim Pressetalk am Freitag.

Der Trainer hat vollstes Vertrauen in Gomez und Olic, obwohl Gomez zwei Tage wegen einer Oberschenkelverhärtung nur ein Fitness-Programm absolvieren konnte und Olic eher unauffällig trainierte.

Klose nur in der B-Elf

Van Gaal schreibt Klose keineswegs ab, nach der Kader-Verkleinerung habe jeder Spieler eine Perspektive. Aber Klose muss sich gedulden und sich eine neue Chance hart erarbeiten.

Auf die Frage, ob er seine Mannschaft für den Rückrundenstart schon im Kopf habe, antwortete van Gaal: "Wenn Sie das Training und die 11-gegen-11-Spiele beobachtet haben, wissen Sie, wie ich aufstelle."

Im 11-gegen-11 spielte Klose stets im B-Team, meistens an der Seite von Nachwuchsmann Mehmet Ekici. Die A-Mannschaft bildeten die Spieler, die kurz vor Weihnachten Hertha BSC 5:2 besiegt hatten, den Platz von Danijel Pranjic nahm der gegen Berlin gesperrte Mark van Bommel ein.

Lob von Gomez

Es ist eine neue, ungewohnte Situation für Klose. In den ersten beiden Jahren bildete er den Sturm mit Luca Toni, zu Beginn der aktuellen Saison mit Gomez. Im von van Gaal zwischenzeitlich praktiziertem 4-3-3 war er einzige zentrale Spitze.

Es würde Kloses Naturell konterkarieren, würde er sich über seine jetzige Situation öffentlich beschweren. "Ich versuche durch Leistung zu überzeugen", stellte er klar.

Während Gomez in Dubai in den Trainingsspielen häufig gestikulierte und diskutierte, ging Klose sachlich wie eh und je seinem Job nach. Die Kollegen schätzen Kloses Loyalität und wissen um seine Fähigkeiten. Sein Standing innerhalb der Mannschaft hat durch die Degradierung zu Stürmer Nummer drei keineswegs gelitten.

"In der Nationalmannschaft hat Miro das ungebrochene Vertrauen des Trainers. So kann er sich komplett auf sein Spiel konzentrieren, tritt selbstbewusst auf und zeigt, was er kann. Was für wichtige Tore er in der WM-Qualifikation geschossen hat - das spricht für sich", sagte Gomez der "Sport-Bild".

In der Nationalmannschaft gesetzt

Bei Joachim Löw ist Klose gesetzt, bei Bayern muss er sich der Konkurrenz stellen - und profitiert offenbar davon. "Die Konkurrenzsituation tut mir sehr gut, um wieder zu alter Form zu finden", sagte Klose.

Der 93-malige Nationalspieler gehört immer noch zu den drei Topstürmern - wenn er körperlich auf der Höhe ist. Kaum ein Stürmer ist so von seiner Fitness abhängig wie Klose. Sein Spiel verlangt Ausdauer, Schnellkraft und Spritzigkeit. In Dubai hat er dafür die Grundlagen gelegt. Ein Gewinner der Tage in der Wüste ist er aber nicht.

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