Ömer Toprak vor dem Bundesliga-Comeback

Der Mann der Zukunft darf endlich ran

Von Jonas Wäckerle
Donnerstag, 14.01.2010 | 20:59 Uhr
Ömer Toprak erzielte in der Aufstiegssaison vier Treffer für den SC Freiburg
© Getty
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Durch seinen Kart-Unfall im Sommer steht Freiburgs Ausnahmetalent Ömer Toprak schon vor seinem Bundesliga-Debüt im Fokus der Öffentlichkeit. Für die Freiburger Fans ist Toprak Hoffnungs- und Sympathieträger zugleich. Bei seinem Comeback wird er unfreiwillig im Mittelpunkt stehen - für einen 20-Jährigen ein ziemlicher Druck. Doch Toprak scheint das durch seine ausgesprochene Reife gut wegzustecken.

Eigentlich rücken überdurchschnittlich talentierte Nachwuchsspieler frühestens durch ihren ersten Bundesliga-Einsatz in den Fokus der überregionalen Öffentlichkeit. So war es bei Bastian Schweinsteiger in München, bei Mario Gomez in Stuttgart oder bei Per Mertesacker in Hannover.

Bei Ömer Toprak sieht es da ein bisschen anders aus: Der Verteidiger vom SC Freiburg steht schon vor seinem Bundesliga-Debüt im Mittelpunkt.

2008 holte Toprak mit der deutschen U-19-Nationalmannschaft den EM-Titel in Tschechien. Der "Kicker" widmete ihm nach dem Auftaktspiel gegen Spanien einen Artikel und Weltmeister-Verteidiger Jürgen Kohler pries Toprak als "Mann der Zukunft" an und bezeichnete ihn als "das Beste, was ich in den letzten Jahren im Juniorenbereich gesehen habe".

Dadurch erlangte Toprak zaghaft Berühmtheit. Der Einsatz des Ausnahmetalents in der ersten Mannschaft des SC Freiburg wurde vom Umfeld im Breisgau immer heftiger gefordert.

Langsam heranführen? Nicht mit Toprak

Auch Coach Robin Dutt und U-19-Trainer Christian Streich hatten früh die fußballerischen Fähigkeiten und außerordentliche Reife des jungen Verteidigers erkannt. Toprak sollte langsam an die Profi-Mannschaft herangeführt werden, um nicht verheizt zu werden.

Doch daraus wurde nichts: Schon am 2. Spieltag gab Toprak im August 2008 beim 2:2 in Osnabrück sein Zweitliga-Debüt. Pavel Krmas musste kurzfristig passen, Toprak sprang ein und lieferte in der Innenverteidigung ein ordentliches Spiel ab.

Dann hatte Dutt Toprak mal als Ersatz für Heiko Butscher, mal als Ersatz für Oliver Barth gebracht. Doch nach dem 5. Spieltag hatte sich Toprak seinen Stammplatz in der Innenverteidigung gesichert und verpasste bis zum Saisonende nur noch zwei Spiele.

Schwere Verbrennungen nach Kart-Unfall

Toprak stand eine einzigartige Karriere bevor, ehe er bei einem tragischen Kart-Unfall im Sommer 2009 schwere Verbrennungen an den Beinen erlitt. Der Boulevard zeichnete schon das Ende seiner Laufbahn, noch bevor diese überhaupt richtig begonnen hatte. Nach eigener Aussage hat sich Toprak nie mit dem Gedanken eines möglichen Karriereendes beschäftigt.

Die Reha bestand für ihn aus vielen kleinen Schritten und selbstgesetzten Zielen. So wollte Toprak unbedingt den Bundesliga-Auftakt gegen den Hamburger SV im Badenova-Stadion erleben. Ein ehrgeiziges Ziel, das er auf Krücken humpelnd erreichte und ihm weitere Kraft gab.

Durch die schwierige Reha-Zeit wurde der ohnehin schon sehr reflektierte Toprak noch reifer. Anstatt mit seinem Schicksal zu hadern, sah er immer nur das Positive und erkannte in der Klinik, "dass es weitaus schlimmere Schicksale" als sein eigenes gäbe.

Angenehme Bescheidenheit

Was damals wie auch heute verblüfft, ist Topraks Realitätsnähe und Bescheidenheit. Auf Kohlers Worte angesprochen, sagte der Junioren-Nationalspieler seinerzeit: "Ich muss doch erst mal ein Zweitligaspiel machen. Dann will ich mich in der U 19 bei Herrn Hrubesch verbessern. Alles Schritt für Schritt."

In diesem Winter hört sich das ganze in der "Badischen Zeitung" dann so an: "Man darf nicht vergessen, dass ich noch nie in der Bundesliga gespielt habe. Daran muss ich mich zunächst noch gewöhnen. Da haben mir andere Spieler einiges voraus."

Belastungstest bestanden

Aber wie nach seinem Zweitliga-Debüt deutet auch heute alles darauf hin, dass Toprak trotz zurückhaltender Worte seines Trainers sehr schnell sehr regelmäßig zum Einsatz kommen wird, vielleicht schon zum Rückrundenauftakt am Samstag beim Hamburger SV (15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei SKY).

Hamburger SV - SC Freiburg: Voraussichtliche Aufstellungen

Den Belastungstest gegen Basel (Toprak wurde nach 60 Minuten unter Standing Ovations ausgewechselt) hat der gläubige Moslem mit Abitur schon mal mit Bravour bestanden.

Ömer Toprak im Steckbrief

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