Daniel van Buyten im Interview

"Van Gaal kann erfolgreicher werden als Hitzfeld"

Von Interview: Thomas Gaber
Donnerstag, 14.01.2010 | 20:38 Uhr
Daniel van Buyten erziele in dieser Saison schon vier Treffer in der Liga
© Getty
Advertisement
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Copa Libertadores
Lanus -
River Plate
Championship
Preston -
Aston Villa
Copa Libertadores
Grêmio -
Barcelona
Copa Sudamericana
Flamengo -
Fluminense
A-League
Melbourne City -
Sydney
Ligue 1
Rennes -
Bordeaux Begles
Primera División
Real Betis -
Getafe
Primera División
Valencia -
Leganes
Championship
Bristol -
Cardiff
Premiership
St Johnstone -
Celtic
Championship
Aston Villa -
Sheffield Wednesday
Primera División
Deportivo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Angers -
PSG
Serie A
Bologna -
Crotone
Primera División
Alaves -
Espanyol
Championship
Brentford -
Leeds
Ligue 1
Metz -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Amiens
Ligue 1
Nantes -Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Straßburg
Primera División
Barcelona -
Sevilla
Serie A
Genoa -
Sampdoria
Primeira Liga
Porto -
Belenenses
Primera División
Levante -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
FC Turin
Championship
Middlesbrough -
Sunderland
Ligue 1
Nizza -
Dijon
Serie A
Cagliari -
Hellas Verona
Serie A
Chievo Verona -
Neapel
Serie A
Florenz -
AS Rom
Serie A
Juventus -
Benevento
Serie A
Lazio -
Udinese
Primera División
Celta Vigo -
Bilbao
Eredivisie
PSV -
Twente
Ligue 1
Marseille -
Caen
Serie A
Atalanta -
SPAL
Primera División
Real Sociedad -
Eibar
Primera División
Villarreal -
Malaga
Primera División
Real Madrid -
Las Palmas
Serie A
Sassuolo -
AC Mailand

Seit 2006 spielt Daniel van Buyten für den FC Bayern München. Doch erst in dieser Saison ist der Belgier zu einer festen Größe in der Abwehr der Münchner geworden. Van Buyten bei SPOX über persönliche Enttäuschungen, seine Wandlung zum Führungsspieler, einen echten Freund und Heimweh.

SPOX: Daniel van Buyten, Sie waren in Ihrer ersten Saison in München 2006/07 zweikampfstärkster Spieler des FC Bayern. Haben Sie das gewusst?

Daniel van Buyten: Ja und das zeigt mir, dass ich gut genug war, um beim FC Bayern zu spielen. Von Anfang an.

SPOX: Aber so richtig durchgestartet sind Sie erst jetzt. Woran liegt das?

Van Buyten: Ich zeige meine beste Leistung, weil der Trainer mir das Vertrauen gibt. Was ich jetzt leiste, hätte ich auch schon früher leisten können. Aber in der letzten Saison hatte ich kaum die Chance, mich zu beweisen.

SPOX: Weil das Vertrauen des Trainers nicht da war.

Van Buyten: Richtig. Letzte Saison wurde viel geredet, viel erzählt, aber nichts ist passiert.

SPOX: Inwiefern?

Van Buyten: Man ist mit mir nicht ehrlich umgegangen. Wenn der Trainer dir immer wieder sagt: 'Nächste Woche spielst du' und am Tag vor dem Spiel sagt: 'Du spielst nicht', kann das einen Spieler kaputt machen. Mich hat es nicht kaputt gemacht, weil ich mich nicht so leicht unterkriegen lasse. Das lässt mein Charakter nicht zu.

SPOX: Sind Sie menschlich enttäuscht von Jürgen Klinsmann?

Van Buyten: Ja. Wenn mich jemand nicht mag oder ein Problem mit mir hat, soll er es mir ins Gesicht sagen. Mein Freund Franck Ribery hat mich dafür bewundert, dass ich ruhig geblieben bin. Er hat gesagt: 'Daniel, wie hältst du das bloß aus? Du  bist sehr, sehr gut und spielst nie. Ich wäre schon längst explodiert.'

SPOX: Sind Sie aber nicht.

Van Buyten: Es geht immer um das Wohl des Vereins. Man darf sein Ego nicht über den Verein stellen. Dass ich jetzt spiele, zeigt mit, dass ich den richtigen Weg gewählt habe. Irgendwann wird man eben für seine Geduld belohnt.

SPOX: Haben Sie Ende letzter Saison überlegt, den Verein zu verlassen?

Van Buyten: Nein, das wäre der einfache Weg gewesen. Ein Spieler, der nicht spielt, sagt: 'Gut, dann spiele ich halt woanders.' Aber ich habe nie Stress gemacht, sondern mich immer professionell verhalten.

SPOX: Wenn man mit Spielern des FC Bayern über Louis van Gaal spricht, fällt auf, dass viele seine Ehrlichkeit betonen. Gibt es zu wenig Ehrlichkeit im Fußball?

Van Buyten: Das weiß ich nicht. Aber ohne Ehrlichkeit geht es nicht. Louis van Gaal ist gerade aus. Er verfolgt seine Philosophie gnadenlos. Entweder du sitzt mit im Boot, oder eben nicht. Ihm ist es auch egal, ob der Spieler Franck Ribery, Luca Toni oder wie auch immer heißt.

SPOX: Ottmar Hitzfeld hatte bei den Spielern ein ähnlich hohes Ansehen. Kann man van Gaal und Hitzfeld vergleichen?

Van Buyten: In gewisser Weise schon. Beide Trainer haben sehr viel Erfahrung. Sie wissen, wovon sie sprechen. Hitzfeld hat sehr gut zum FC Bayern gepasst und van Gaal tut das auch. Van Gaal kann bei Bayern so erfolgreich werden wie Hitzfeld und vielleicht noch mehr.

SPOX: Sind Sie unter van Gaal zum Führungsspieler gereift?

Van Buyten: Ich versuche zumindest mehr Einfluss auf die Mannschaft zu nehmen. Ich gehe anders auf meine Mitspieler zu und bin offener geworden.

SPOX: Sind Sie der Chef in der Abwehr?

Van Buyten: Von meiner Position aus kann ich viele Kommandos geben. Der Trainer verlangt von mir, dass ich diese Rolle einnehme. Er will, dass ich Verantwortung übernehme. Ich fühle mich wohl in dieser Rolle, ja.

SPOX: Mit Breno fehlt dem FC Bayern in der Rückrunde ein Innenverteidiger. Ist die Abwehr jetzt nicht zu dünn besetzt?

Van Buyten: Nein. Wenn man vier Innenverteidiger hat, sitzt meistens einer auf der Tribüne. Zu viele Spieler können auch Unruhe bedeuten. Es war für Breno eine gute Entscheidung, dass er jetzt erstmal in Nürnberg spielt.

SPOX: Kann er sich in der Bundesliga durchsetzen?

Van Buyten: Er hätte sich vielleicht schon früher ausleihen lassen sollen. Er muss spielen und zeigen, dass er in der Bundesliga zurecht kommt. Er ist noch jung und kann noch viel lernen.

SPOX: Sie haben die Freundschaft zu Franck Ribery angesprochen. Wie ist diese Freundschaft entstanden?

Van Buyten: Hauptsächlich durch die Sprache. Als Franck nach München kam, brauchte er Tipps. Er ist etwas introvertiert. Ich habe ihm geholfen, sich zu öffnen. Franck ist über die Jahre ein echter Freund geworden.

SPOX: Sprechen Sie mit ihm auch über seine Zukunft? Holt er sich Ihren Rat?

Van Buyten: Ja, wir sprechen oft darüber. Über seine Zukunft und über meine Zukunft. Wir beraten uns gegenseitig, was die beste Lösung ist. Freunde sind da, um zu helfen. Und das machen wir.

SPOX: Was ist die beste Lösung für Ribery?

Van Buyten: Das muss er selbst entscheiden. Er weiß, was er am FC Bayern hat.

SPOX: Und für Sie?

Van Buyten: Der FC Bayern ist mein Traumverein, seit ich Kind bin. Der Verein weiß, dass ich gerne bleiben möchte.

SPOX: Sie haben ein sehr enges Verhältnis zu Ihrem Vater. Hat sich Ihre Einstellung zum Fußball seit der Krankheit Ihres Vaters verändert?

Van Buyten: Nein, was Fußball angeht, hat sich nichts verändert. Ich will Titel gewinnen. Ich liebe meinen Beruf, Fußball ist auch mein Hobby.

SPOX: Hat sich Ihr Leben verändert?

Van Buyten: Ja, es gibt Dinge, die absolut unwichtig werden, wenn ein geliebter Mensch krank ist.

SPOX: Woher kommt diese enge Verbindung zu Ihrem Vater?

Van Buyten: Ich bin ein Familienmensch, ich habe mit 19 noch zuhause gewohnt. Als ich nach Marseille ging, hatte ich anfangs Heimweh. Meine Eltern haben mich immer unterstützt. Mein Vater hat gesagt: 'Junge, du musst da durch, auch wenn dein Herz brennt.'

SPOX: Möchten Sie irgendwann zurück nach Belgien?

Van Buyten: Ja, ich habe Heimweh. Ich möchte wieder zurück zu meiner Familie und meinen Freunden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, in Belgien zu leben und mir ein Haus in Südfrankreich zu kaufen, als Urlaubsdomizil.

SPOX: Ihr Vater war erfolgreicher Catcher, auch Sie wollten früher Catcher werden. Verfolgen Sie die Szene noch?

Van Buyten: Nicht regelmäßig. Aber Catchen ist sehr populär in Belgien. Es gibt dort Sammelalben, eine Art Panini mit den bekannten Wrestlern. Ich habe meinen Kindern ein paar zu Weihnachten geschenkt. Die waren total verrückt nach den Dingern, die anderen Geschenke waren gar nicht interessant. (lacht)

SPOX: Wer ist Ihr Lieblings-Catcher?

Van Buyten: Mein Vater natürlich. Aber mir gefallen auch Hulk Hogan und der Undertaker.

Hier gibt's mehr News und Infos zu Daniel van Buyten

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung