Angst und Wut erzeugen Aufschwung

SID
Freitag, 22.01.2010 | 13:44 Uhr
Im Hinspiel in München trennten sich die Bayern und Werder Bremen 1:1
© Getty
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In regelmäßigen Abständen diskutieren SPOX, Experten und Prominente das aktuelle Fußball-Geschehen. Vor dem 19. Bundesliga-Spieltag geht es um den Nord-Süd-Schlager Werder Bremen gegen den FC Bayern (15.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY). Gastkommentatoren sind Werder-Fachmann Carsten Sander von der "Kreiszeitung Syke" und Uli-Hoeneß-Biograph Patrick Strasser von der Münchener "AZ".

...dann wird Louis van Gaal Meister

von Patrick Strasser (AZ München)

Bei den letzten beiden Malen geschah es jeweils in der Vorrunde. Der FC Bayern spielte gegen Werder Bremen - und nach der Partie war jeweils schon die Meisterschaft entschieden.

Siehe den 18. August 2007, ein strahlender Hochsommertag: Der FC Bayern nahm die Bremer im heimischen Weserstadion auseinander. Ribery, Toni, Altintop und Ottl trafen - 4:0, eine Fußballdemonstration. Der bemerkenswerteste Auswärtsaustritt, den ich - bis zum 4:1 nun im Dezember bei Juventus Turin - je gesehen habe.

Im Grunde stand danach fest: Die Hitzfeldtruppe, satt verstärkt durch Toniribery wird Meister. So kam es dann auch. Überlegen holten sie 2008 die Schale.

Siehe Fall zwei, den 20. September 2008, ein weißblau-himmlischer Spätsommerwiesnauftaktsamstag: Der SV Werder nahm die Bayern in der heimischen Arena auseinander. Rosenberg (2), Naldo, Özil und  Pizarro trafen - am Ende stand es 2:5, eine Fußballdemo. Der erschreckendste Heimauftritt, den ich bisher in München-Fröttmaning erlebt habe.

Danach stand fest: Die Klinsmann-Truppe, massiv geschwächt durch Jürgen Klinsmann, wird nicht Meister.  So kam es ja schließlich auch, da konnte Jupp Heynckes im Frühling 2009 noch so viel aufholen, die Wolfsburger holten die Schale.

Und nun? Okay, wir haben schon die Rückrunde. Aber ich wage eine Prognose: Gewinnt Bayern nach dem erfolgreichen Re-Start in die Rückrunde mit dem 2:0 gegen Hoffenheim auch am Samstag in Bremen, wird dabei auch noch der Winterpausen-Pantoffelheld Franck Ribery problemlos integriert und Arjen Robben von niemandem gefoult - dann ist der Lauf der Bayern nicht mehr zu stoppen. Dann wird Louis van Gaal am 8. Mai 2010 Meister. Darauf einen warmen Mantel!

 

Angst und Wut erzeugen Aufschwung

von Carsten Sander (Kreiszeitung Syke)

Es wird gezittert in Bremen. Und das liegt nicht nur an der Eiseskälte. Nein, die Angst vor der nächsten völlig verkorksten Bundesliga-Saison hält Werder fest im Klammergriff. Nach dem katastrophalen Hinrunden-Finish (0:2 gegen Schalke, 1:2 gegen den Hamburger SV) sowie dem Fehlstart in die Rückrunde (0:1 in Frankfurt) rutscht das Team von Trainer Thomas Schaaf der Bedeutungslosigkeit entgegen. Zehn Punkte Rückstand sind es schon auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen, acht auf einen Champions-League-Platz, fünf bis zur Europa League.

Werders Wert sinkt beständig. Und es braucht schon eine ganze Menge Optimismus, um an eine Wende ausgerechnet gegen die Top-drauf-Bayern zu glauben.

Ich habe diesen Optimismus. Ich sage: Werder stoppt im Weser-Stadion die aktuelle Münchner Serie von sieben Pflichtspielsiegen in Folge. Wie? Mit dem Mut der Verzweiflung, weil das Spiel am Samstag schon die letzte Chance darstellt, Anschluss zu halten.

Und mit Wut im Bauch, die vor allem Torsten Frings antreiben wird. Nachdem Bundestrainer Joachim Löw ihn nun auch offiziell für die WM in Südafrika ausgemustert hat, will er allen zeigen, dass der DFB-Coach falsch liegt. Eine bessere Bühne als den Nord-Süd-Klassiker gibt es dafür nicht. Frings wird sie für sich nutzen und das gesamte Team mitreißen. Das kann er - jedenfalls manchmal noch.

Zuletzt allerdings nicht. Werder vergaß das Kämpfen und machte sich nach den drei Pleiten in Folge selbst den Vorwurf, erfolgslose Schönspielerei zu betreiben. Wenn Özil, Hunt, Marin ab sofort aber auch mal wieder zur Grätsche ansetzen, kann aus Angst Aufschwung werden und das Team im Frühjahr analog zu den Temperaturen wieder nach oben klettern.

 

Keine Chance gegen Bayerns Flügelzange

von Haruka Gruber (SPOX)

Im Ethik-Unterricht wäre Thomas Schaafs Zitat als ein moralisches Quidproquo entlarvt worden. Als eine beschönigende Aussage, um sich Mut zu machen - obwohl die Realität im Grunde eine bittere ist.

"Je stärker der Gegner ist, desto mehr kann sich Aymen Abdennour beweisen", macht Bremens Trainer seinem tunesischen Winter-Zugang vor dem Duell gegen den FC Bayern Mut. Viel mehr als Hoffnung machen bleibt Schaaf auch nicht übrig.

Bereits in Frankfurt war Abdennour hinten links mit dem gelernten Verteidiger Patrick Ochs überfordert. Der 20-Jährige ist schlicht zu unerfahren und zu unsicher im Stellungsspiel, um auf hohem Bundesliga-Niveau mitzuhalten. Und gegen die Bayern heißt sein Gegenspieler: Arjen Robben.

Ein ähnlich desolates Mismatch bahnt sich auf Bremens Rechtsverteidigerposition an. Clemens Fritz, das personifizierte Mittelmaß, muss zunächst Thomas Müller und im Laufe des Spiels den als Einwechselspieler eingeplanten Franck Ribery verteidigen.

Abdennour und Fritz gegen den bayerischen One-Two-Three-Punch Robben/Ribery/Müller. So viel dazu.

Aus unerfindlichen Gründen gelingt es Bremen seit Jahren nicht, ordentliche Außenverteidiger zu verpflichten. Ein wichtiger Erklärungsansatz um zu verstehen, warum der Verein seit sechs Jahren auf die Meisterschaft wartet. Und um zu verstehen, warum Bremen am Samstag gegen die Bayern verliert.

Der 19. Bundesliga-Spieltag

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