Zeugnis für die Bundesliga-Neuzugänge

Von SPOX
Montag, 28.12.2009 | 10:35 Uhr
Zwei absolute Top-Verstärkungen für ihre Klubs: Claudio Pizarro (l.) und Sami Hyypiä
© Getty
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17 Spiele sind rum, die Bundesliga ist in der Winterpause: Zeit, die bisherigen Auftritte der Neuzugänge aller Klubs unter die Lupe zu nehmen und die Leistungen der Neuen einzuordnen. Wer ist eine echte Verstärkung, wer bislang ein Mitläufer und wer konnte seinem neuen Arbeitgeber noch überhaupt nicht helfen?

Bayer Leverkusen

Lars Bender: Kam Mitte August von 1860 und verpasste dadurch die komplette Vorbereitung. Bislang zweimal in der Startelf und sonst nur mit Kurzeinsätzen. Hat Potenzial, aber auch große Konkurrenz. Nach der Rückkehr von Rolfes wird's noch schwerer.

Tomasz Bobel: War arbeitslos, bevor ihn Bayer Mitte September holte, weil sich Ersatzkeeper Fernandez verletzte. Kam jedoch nicht zum Einsatz, als Adler pausieren musste. Nur Lückenfüller.

Eren Derdiyok: 16 Einsätze, 16 Mal Startelf. Dazu sechs Tore und drei Assists - starke Zahlen. Startete sehr gut, ließ dann etwas nach. Harmoniert glänzend mit Kießling. Auch wenn's durch die Rückkehr von Helmes enger wird: bislang eine echte Verstärkung.

Sami Hyypiä: Übernahm sofort die Rolle des Abwehrchefs und machte Bayer zur besten Defensive der Liga. Kluges Stellungsspiel und schier unbezwingbar im Zweikampf. Leistete sich in 17 Partien keinen einzigen richtig schlechten Auftritt. Leverkusens Königstransfer.

Daniel Schwaab: Kam aus Freiburg und hatte anfangs Probleme mit dem Tempo in der Bundesliga. Etablierte sich dann allerdings als Rechtsverteidiger und ist inzwischen fester Bestandteil der ersten Elf. Guter Griff.

FC Schalke 04

Lubos Hanzel: Kam als Alternative für die linke Seite. Brachte es allerdings nur auf einen Kurzeinsatz. S04 will ihn im Winter verleihen und wird anschließend die Kaufoption verstreichen lassen.

Lewis Holtby: Hatte nach guter Vorbereitung große Mühe, Fuß zu fassen und auch kein gutes Standing bei Magath. Zuletzt allerdings mit aufsteigender Tendenz und mehrmals in der Startelf. Ergänzungsspieler. Noch.

Mineiro: Zunächst im defensiven Mittelfeld gesetzt, dann verletzt, anschließend schlecht trainiert und seit dem zwölften Spieltag völlig außen vor. Nur noch Mitläufer. Hat's auch in der Rückrunde schwer.

Jan Moravek: Hatte große Anpassungsprobleme und wartet noch auf seinen ersten Einsatz von Beginn an. Aber: Erzielte in fünf Spielen schon zwei Treffer und deutete sein Potenzial an. Dennoch bislang nicht mehr als ein Edeljoker.

Vasilios Pliatsikas: Kam bis zum 13. Spieltag immerhin acht Mal zum Einsatz - ohne allerdings zu überzeugen. Wurde danach am Knie operiert. Noch keine Verstärkung für Schalke.

Lukas Schmitz: Eine von Magaths Überraschungen. Kam aus Bochums zweiter Mannschaft und stand ab dem 6. Spieltag immer in der Startelf. Spielerisch stark und zudem flexibel einsetzbar. Ein richtig guter Griff.

FC Bayern München

Alexander Baumjohann: Durfte beim Saisonauftakt auf seiner Lieblingsposition hinter den Spitzen ran - anschließend folgten nur noch zwei Kurzeinsätze. Sammelte in der zweiten Mannschaft Spielpraxis. Hat unter van Gaal keine Zukunft mehr und will weg. Fehleinkauf.

Edson Braafheid: War ein Wunschspieler van Gaals und bekam zu Beginn dementsprechend viel Einsatzzeit. Enttäuschte allerdings fast immer und wurde längst zum Bankdrücker degradiert. Badstuber hat auf links klar die Nase vorn. Deshalb: Ergänzungsspieler, mehr nicht.

Andreas Görlitz: Kam vom Ausleihgeschäft aus Karlsruhe zurück, sah allerdings noch kein Land. Null Einsätze bislang. Meist nur Tribünenhocker. Will und darf im Winter gehen.

Mario Gomez: Erwischte einen ordentlichen Start. Wurde dann allerdings von van Gaal auf die Bank verbannt und war fortan völlig verunsichert. Seit Anfang November wieder erste Wahl und seitdem regelmäßiger Torschütze. Acht Liga-Treffer können sich sehen lassen. Guter Einkauf.

Ivica Olic: Die Entdeckung bei den Bayern. Gibt immer Vollgas und kann im Sturm auf jeder Position spielen. Erzielte wichtige Tore in der Liga und in der Champions League. Ist derzeit nicht mehr aus dem Bayern-Spiel wegzudenken und bislang ein echter Volltreffer.

Danijel Pranjic: Hatte anfangs große Probleme. Kam als Linksverteidiger überhaupt nicht zurecht. Musste viel Kritik einstecken. Seit einigen Wochen jedoch deutlich verbessert. Fühlt sich im Mittelfeld wohler. Insgesamt betrachtet allerdings noch keine echte Verstärkung.

Arjen Robben: Zeigte in allen seiner neun Ligaspiele, welch außergewöhnliche Qualitäten er besitzt. Erzielte bereits vier Tore und bereitete drei Treffer vor. Aber: Musste bereits mehrfach wegen Verletzungen pausieren. Trotzdem ein Top-Einkauf.

Anatolij Tymoschtschuk: Elf Einsätze von Beginn an scheinen gar nicht so schlecht. Doch: Akzente konnte er dabei kaum setzen. Meist nur einer von vielen. Zuletzt nur Einwechselspieler und gegen Berlin sogar 90 Minuten auf der Bank - trotz van Bommels Fehlen. Gemessen an seiner Ablöse (11 Mio.) bislang eine echte Enttäuschung.

Hamburger SV

Tolgay Arslan: Kam aus der Jugend des BVB. Durfte sich beweisen, als in der Offensive die Spieler reihenweise verletzungsbedingt ausfielen. Sah dabei allerdings gar kein Land. Hat noch nicht das Niveau für eine Spitzenmannschaft wie den HSV.

Marcus Berg: Hatte wegen der U-21-EM im Sommer kaum Urlaub. Bekam durch die Verletzungen von Guerrero und Petric auch nicht die erhoffte Pause. Zuletzt völlig ausgepowert und ohne Durchschlagskraft. Immerhin aber vier Europa-League-Tore. Dennoch: Noch nicht richtig angekommen in Hamburg.

Eljero Elia: Brauchte keine Eingewöhnungszeit. Eigentlich Flügelspieler, musste zuletzt allerdings im Sturm aushelfen und glänzte auch dort. Technisch brillant und mit dem Blick für den Nebenmann. Schon sieben Vorlagen und fünf eigene Treffer. Bislang ein echter Kracher.

David Rozehnal: Hinter Boateng und Mathijsen die Nummer drei in der Innenverteidigung. Bei seinen Einsätzen allerdings mit mehr Schatten als Licht. Bislang nicht mehr als Ergänzungsspieler.

Robert Tesche: Immerhin schon mit neun Liga-Einsätzen, nur zwei davon allerdings von Beginn an. Ist im Mittelfeld flexibel einsetzbar und wird von Labbadia geschätzt. Dennoch nur Mitläufer.

Ze Roberto: Ganz sicher der Mann der ersten Spieltage. Glänzte als Antreiber, Vorbereiter (4 Treffer) und Torschütze (5). Präsentierte sich so stark wie nie, ehe die Kurve etwas nach unten zeigte und er sich verletzte. Ohne Zweifel ein echter Top-Einkauf.

Borussia Dortmund

Lucas Barrios: Hatte leichte Anlaufschwierigkeiten, ist mittlerweile aber unumstritten. Ein echter Knipser. Fühlt sich wohl als einzige Spitze. Mit neun Treffer nach Kießling bester Torschütze der Liga. Top-Einkauf!

Sven Bender: Brauchte einige Zeit, bis er sich ans neue Umfeld und das höhere Tempo gewöhnt hatte. Mittlerweile allerdings aus dem defensiven Mittelfeld nicht mehr wegzudenken und schon erstaunlich abgezockt. Eine echte Verstärkung.

Markus Feulner: Zunächst völlig außen vor. Arbeitete sich allerdings heran und profitierte von den Verletzungsproblemen. Konnte beim einzigen Startelfeinsatz aber nicht überzeugen. Musste sich nun operieren lassen und verpasst deshalb die Vorbereitung. Bislang noch keine Hilfe für den BVB.

Kevin Großkreutz: 15 Spiele sind stark, für jemanden, der aus der zweiten Liga kommt. Zunächst immer nur Einwechselspieler, seit dem 14. Spieltag in der Anfangself gesetzt. Im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbar. Zwar manchmal etwas unkonzentriert, dennoch: guter Griff.

Damien Le Tallec: Kam erst Mitte August aus Rennes. Sammelte regelmäßig Spielpraxis in der zweiten Mannschaft. Im Klopp-Team nur einmal in der Liga und im Pokal dabei. Verletzte sich dabei. Ist noch keine Hilfe und braucht noch Zeit.

Dimitar Rangelow: Kam als Ergänzungsspieler aus Cottbus und war genau das, bis er sich einen Mittelfußbruch zuzog. Wird es durch die Umstellung auf nur eine Spitze nach seiner Rückkehr schwer haben.

Werder Bremen

Tim Borowski: Fasste nach seiner Rückkehr aus München sofort Fuß und eroberte direkt einen Stammplatz. Nach einer Verletzung Anfang Oktober außer Tritt geraten. Sucht seitdem nach seiner Form und musste zuletzt sogar auf die Bank. Noch nicht die erwartete Verstärkung.

Marko Marin: Stand in allen Spielen in der Startelf. Wurde von Schaaf zum zweiten Stürmer umfunktioniert und harmoniert gut mit Pizarro. Strahlt allerdings noch zu wenig Torgefahr aus. Hat dennoch den nächsten Karriereschritt gemacht. Ein guter Einkauf.

Marcelo Moreno: Zeigte bislang nur im Europa-League-Spiel gegen Funchal gute Ansätze. Ansonsten eine echte Enttäuschung. Werder wird die Kaufoption wohl nicht ziehen und den Flop wieder wegschicken.

Claudio Pizarro: Ohne ihn wäre Werder eine Klasse schlechter. Unumstrittener Stürmer Nummer eins. Sechs Treffer in der Liga und fünf in der EL machen ihn zu einem Top-Einkauf, auch wenn er bereits fünf Spiele wegen Verletzung verpasste.

Seite 2: Hoffenheim bis Köln

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