Marko Pantelic verabschiedete sich im Sommer nach 45 Toren in 114 Spielen aus Berlin
Marko Pantelic verabschiedete sich im Sommer nach 45 Toren in 114 Spielen aus Berlin
© Getty

News und Gerüchte

Mittwoch, 18.11.2009

Funkel: "Hätte Pantelic niemals gehen lassen"

Hertha-Trainer Friedhelm Funkel trauert Marko Pantelic nach und Michael Preetz spart an allen Ecken und Enden. Theofanis Gekas ist kein Thema für Berlin, doch Frankfurts Trainer Michael Skibbe will den Griechen. Aaron Hunt und Toni Kroos sollen gehalten werden. News und Gerüchte aus der Bundesliga.

Preetz braucht dringend Geld: Es gibt zur Zeit leichtere Jobs in der Bundesliga, als den des Michael Preetz. Der Hertha-Manager sucht verzweifelt nach Geldquellen, die Neuverpflichtungen möglich machen.

Im Abstiegskampf geht es ums Überleben, Hertha hat schon fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz 16.

Laut "Sport-Bild" versucht Preetz, selbst bei der Bestellung von Bürobedarf zu sparen. Sparfuchs Preetz: "Wir versuchen, Einsparungspotenziale über alle Abteilungen zu generieren."

Um dann in der Winterpause neue Spieler zu verpflichten. Der Schuh drückt fast überall, defensiv wie offensiv präsentierten sich die Berliner zuletzt nicht bundesligareif.

Trainer Friedhelm Funkel ärgert sich in der "Bild" über Versäumnisse des Sommers, als mit Woronin, Simunic und vor allem Marko Pantelic drei Leistungsträger nicht adäquat ersetzt worden sind: "Marko ist ein sehr guter Stürmer. Ich hätte ihn niemals gehen lassen..." Ein Seitenhieb Richtung Vorgänger Lucien Favre, der sich mit dem unbequemen Serben überworfen hatte.

Und gleichzeitig ein Auftrag an Michael Preetz, der Pantelic zurückholen soll. Der kickt momentan unter Martin Jol in Amsterdam, hat noch Vertrag bis Sommer.

Für Pantelic spricht auch, dass Funkel den Gerüchten widerspricht, er habe beim Playoff-Spiel zwischen Griechenland und der Ukraine Theofanis Gekas beobachtet:

"Nein, deswegen war ich nicht da. Ich möchte keine Namen nennen, um andere Klubs nicht aufmerksam zu machen. Nur soviel: Besonders das Defensiv-Verhalten hat mir sehr gut gefallen. Es könnte sein, dass wir jemanden holen, der noch keine Bundesliga-Erfahrung hat," gab sich Funkels gegenüber der "Bild" nebulös.

Die "Bild" vermutet, dass der Hertha Kandidat Verteidiger Loukas Vyntra von Panathinaikos Athen ist.

Skibbe gibt weiter den Lautsprecher: "Wir brauchen einen Mann, der pro Saison 15 Tore schießen kann." Mit dieser Forderung setzt Skibbe seinen Vorstandschef Heribert Bruchhagen in der "Sport-Bild" weiter unter Druck.

Nach dem langen Ausfall von Ionnis Amanatidis fehlt den Hessen vorne die Durchschlagskraft, Martin Fenin und Nikos Liberopoulos haben nicht die Knipser-Qualitäten eines Amanatidis.

Fanis Gekas, bei Berlin ja offenbar kein Kandidat, steht bei Skibbe dagegen hoch im Kurs. Er hatte den Griechen seinerzeit von Bochum nach Leverkusen geholt.

Zusatzeinnahmen sollen den Transfer nach Frankfurt möglich machen: der nicht eingeplante Einzug ins DFB-Pokal-Achtelfinale, der neue Job für Funkel in Berlin, mit dem dessen Verschwinden von der Gehaltsliste der Eintracht einhergeht. Gekas will weg aus Leverkusen, wo er selten mehr als zehn Minuten spielt.

Rudi Völler will um Kroos kämpfen: "Wenn ich an München denke, denke ich an Weißwürste." Nach Weißbier-Waldi nun Weißwurst-Bayern? Nein, hierbei handelt es sich nicht um ein neues Kapitel aus Rudi Völlers Rundumschlägen. Er beleidigt keineswegs die Bayern, sondern spricht in der "Sport-Bild" tatsächlich über seine kulinarischen Vorlieben.

Und unterwirft sich dem Titel-Diktat der Bayern: "Am Ende hängt es von Bayern München ab, weil sie alleine entscheiden, wer vorne steht. Im positiven wie im negativen Sinne."

So wenig Selbstvertrauen beim Tabellenführer? Immerhin eine Kampfansage lässt sich Tante Käthe entlocken: "Wir werden um Toni kämpfen, damit er mindestens noch ein Jahr dranhängt." Mit "Toni" ist Toni Kroos gemeint, der nur noch bis Saisonende aus München an Leverkusen verliehen ist.

Auch Rene Adler soll bleiben, der umworbene Keeper könnte im Sommer nach einer erfolgreichen WM in den Fokus internationaler Topklubs rücken. Völler dazu: "Um unser Level zu halten, können wir Rene Adler nicht verkaufen."

Aaron Hunt hält alle Trümpfe: Der 23-jährige Werder-Spieler, der heute Abend gegen die Elfenbeinküste (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft feiern könnte, kann gelassen in die Vertragsverhandlungen mit Bremen gehen, die jetzt im Winter anstehen.

Laut "Sport-Bild" verdient Hunt bislang rund 1,2 Millionen Euro bei den Norddeutschen, viel Geld für einen, der in den letzten Jahren häufig verletzt war oder schwach gespielt hat.

Doch sein rasanter Aufstieg in dieser Saison lässt im Tagesgeschäft Fußball vieles vergessen. Die 1,2 Millionen sind auf einmal recht wenig Geld für einen Leistungsträger und Fast-Nationalspieler.

Karlheinz Förster, Berater von Hunt, bleibt gegenüber der "Sport-Bild" gelassen: "Werder ist unser erster Ansprechpartner. Wir warten das erste Angebot ab." Macht Hunt so weiter, wird Bremen sein Gehalt ordentlich aufstocken müssen.

Alles zu Marko Pantelic

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