Schalke beantragt Gehaltsobergrenze für Profis

SID
Donnerstag, 15.10.2009 | 13:20 Uhr
Peter Peters vom FC Schalke 04 will die Bundesliga vor äußeren Einflüssen schützen
© sid
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Als Reaktion auf den Aufhebungs-Antrag der 50+1-Regel von Hannover-Boss Martin Kind hat der FC Schalke 04 bei der DFL eine Gehaltsobergrenze für die Bundesliga-Profis beantragt.

Nach den Farbanschlägen radikaler Fußball-Fans auf 24 Filialen des Unternehmens von Hannovers Präsident Martin Kind fahndet die Polizei nach den Übeltätern, Bundesligist Schalke 04 sucht derweil nach einem Kompromiss im Investoren-Streit. So fordern die "Königsblauen" im Zuge einer möglichen Öffnung für Investoren eine Gehaltsobergrenze für Profis und haben bereits einen entsprechenden Antrag bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht.

"Für uns ist es wichtig, dass nicht nur über mögliche Investoren nachgedacht wird, sondern vorrangig über die Verwendung der Gelder", sagte Schalkes Geschäftsführer Peter Peters dem kicker und fügte mit Blick auf die Verhältnisse in der englischen Premier League hinzu: "Der sportliche Wettbewerb innerhalb der Liga darf nicht wie in anderen Ländern unnatürlich durch äußere Einflüsse eingeschränkt werden."

Peters-Plan sieht Kostenkontrollsystem vor

Das Schreiben der Schalker ist eine Reaktion auf die von Hannovers Präsident Kind beantragte Abschaffung der Investorenregel in der Bundesliga, wonach der Stammverein mindestens 50 Prozent plus eine Stimme an den Lizenzspielerabteilungen der Klubs halten muss. Über die Aufhebung der sogenannten 50+1-Regel entscheiden die 36 Erst- und Zweitligisten bei einer Vollversammlung am 11. November.

Der Peters-Plan sieht ein Kostenkontrollsystem vor. Angelehnt an die Lizenzierungskriterien der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für die Europacup-Teilnehmer fordert Liga-Vizepräsident Peters ein Salary Cap. So darf ein Verein nur 70 Prozent seiner Gesamteinnahmen aus den Bereichen TV, Sponsoring, Ticketing und Werbung in Transfer- und Personalkosten investieren. Die Gelder eines Investors dürfen indes nur in Bereiche fließen, die nichts mit den Aufwendungen für die Profis zu tun haben. Beispielsweise in den Stadionbau oder in die Entwicklung der Leistungszentren.

Antrag beinhaltet auch Strafenkatalog

Peters hat in den Antrag auch einen Strafenkatalog eingebaut, falls sich die Klubs nicht an die 70-Prozent-Grenze halten sollten. So soll jeder Klub, der den Grenzwert von 70 Prozent überschreitet, von der DFL zunächst die Auflage erhalten, dass sich die Situation bis zum folgenden Jahr nicht verschlechtern darf. Wenn die Auflage nicht erfüllt wird, drohen Geldstrafen in sechsstelliger Höhe sowie Punktabzüge.

Derweil fahndet die Polizei weiter fieberhaft nach den Tätern, die bundesweit in 15 Städten insgesamt 24 Filialen von Hörgeräte Kind mit der Aufschrift "50+1 bleibt!" beschmiert hatten. Offenbar handelte es sich um eine konzertierte Aktion von Fans, die gegen eine Öffnung der Bundesliga für Investoren sind. Kind gilt als der heftigste Gegner der 50+1-Regel in der Bundesliga. "Das scheint eine bundesweit abgestimmte Aktion gewesen zu sein. Wir haben natürlich Strafanzeige gestellt und hoffen, dass herauskommt, wer dahinter steckt", sagte Kind.

Kuranyi würde für Schalke auf Geld verzichten

Nach den Farbanschlägen radikaler Fußball-Fans auf 24 Filialen des Unternehmens von Hannovers Präsident Martin Kind fahndet die Polizei nach den Übeltätern, Bundesligist Schalke 04 sucht derweil nach einem Kompromiss im Investoren-Streit. So fordern die "Königsblauen" im Zuge einer möglichen Öffnung für Investoren eine Gehaltsobergrenze für Profis und haben bereits einen entsprechenden Antrag bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht.

"Für uns ist es wichtig, dass nicht nur über mögliche Investoren nachgedacht wird, sondern vorrangig über die Verwendung der Gelder", sagte Schalkes Geschäftsführer Peter Peters dem kicker und fügte mit Blick auf die Verhältnisse in der englischen Premier League hinzu: "Der sportliche Wettbewerb innerhalb der Liga darf nicht wie in anderen Ländern unnatürlich durch äußere Einflüsse eingeschränkt werden."

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