Fussball

HSV will Rafael van der Vaart im Winter ausleihen

SID
Für Real Madrid schoss Rafael van der Vaart seit seinem Wechsel lediglich fünf Tore
© Getty

Rafael van der Vaart soll im Januar zum Hamburger SV zurückkehren. Das berichtet die "Sport-Bild" am Mittwoch. Demnach spricht sich der Aufsichtsrat dafür aus, dass der 26-jährige Holländer für sechs Monate von Real Madrid ausgeliehen wird.

Offiziell bezeichnet Aufsichtsrats-Chef Horst Becker Rafael van der Vaart bisher lediglich als "interessanten Spieler" für die Rückrunde. Doch angeblich ist man sich intern bereits einig: Im Winter soll van der Vaart als Ersatz für den bis zum Saisonende verletzten Paolo Guerrero an die Elbe zurückkehren.

2,5 Millionen Euro müsste der Verein für Leihgebühr und Gehalt vermutlich berappen. Für den HSV kein Problem. Denn durch den Ausfall von Leistungsträgern wie Guerrero, Petric und Co. spart man deren Gehalt, dass von der Berufsgenossenschaft übernommen wird.

Außerdem ist Real Madrid dem HSV nach "Sport-Bild"-Informationen noch fünf Millionen Euro für den Wechsel von van der Vaart im Jahr 2008 schuldig. Ein Teil der Summe könnte jetzt verrechnet werden. Damit käme der Star nahezu zum Nulltarif.

Spieler hoffen auf van der Vaart

Und das käme HSV-Boss Bernd Hoffmann gerade recht. "Wir können unsere Ausgaben nicht erhöhen, das muss jeder verstehen", sagte Hoffmann jüngst in Anbetracht der anhaltenden Wirtschaftskrise. "Wir wollen nicht da landen, wo andere Vereine bereits sind."

Heißt im Klartext: Van der Vaart wäre die einzige größere Verstärkung im Winter. Und Spieler wie Petric, Guerrero, Frank Rost und Jerome Boateng, die gerade um neue Verträge verhandeln, müssten auf angestrebte Gehaltserhöhungen verzichten.

Dennoch freuen sich die Spieler bereits auf van der Vaart. "Wenn eine Rückkehr möglich ist, dann nehmen wir ihn gerne", sagte Guy Demel der "Sport-Bild". "Um oben mitzuspielen, braucht man Qualität. Und die hat er." Auch Ze Roberto erklärt: "Entscheiden muss der Verein. Aber mit seiner Qualität würde er uns in der aktuellen Situation sehr helfen."

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