Fussball

Muss Kevin Kuranyi Schalke verlassen?

SID
Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi wechselte 2005 vom VfB Stuttgart nach Gelsenkirchen
© Getty

Schalkes Trainer und Manager Felix Magath muss bei S04 in Zukunft einen rigorosen Sparkurs fahren. Auch der Verkauf von Starspielern wird wohl unvermeidlich sein. So verschwendet Magath derzeit keinen Gedanken an eine Vertragsverlängerung mit Kevin Kuranyi.

Der Meistermacher wird zum Sparkommissar: Felix Magath, der als Trainer und Manager den Bundesligisten Schalke 04 nach über einem halben Jahrhundert wieder zum Titel führen soll, muss vorerst kleine Brötchen backen.

Denn auch nach der Finanzspritze von 25,5 Millionen Euro muss der starke Mann der Königsblauen spätestens ab Sommer einen rigorosen Sparkurs fahren. "Wir müssen unser Gehaltsvolumen deutlich reduzieren", sagt Magath.

"Man muss auch in Kauf nehmen, dass man einen Spieler verliert, den man gerne halten möchte", erklärt Magath. Damit meint er nur einen nicht - Nationaltorwart Manuel Neuer.

Der U21-Europameister soll das Gesicht des neuen Schalke sein und ist unverkäuflich. "Es gilt für alle Spieler, dass man über einen Verkauf nachdenken muss, wenn das Angebot stimmt - außer bei Manuel Neuer", betont Magath.

Muss Kuranyi gehen?

Realistischer ist ein Weggang von Torjäger Kevin Kuranyi, um den Personaletat von zuletzt 55 Millionen Euro drastisch zu senken. Der Vertrag des 27-Jährigen läuft im Sommer aus. Das Einsparpotenzial ist enorm, denn Kuranyi gehört zu den Topverdienern.

Der Stürmer, mit 98 Toren in 237 Spielen trotz aller Kritik ein absoluter Bundesliga-Hochkaräter und mit fünf Treffern schon wieder bester Schalker Torschütze, hat zwar Entgegenkommen signalisiert. Er könne sich vorstellen, auch für weniger Geld zu spielen, sagte er vor einigen Wochen. Doch sollte Kuranyi nach zuletzt drei Toren in zwei Spielen weiter regelmäßig treffen, wird es an verlockenden Angeboten anderer Arbeitgeber nicht mangeln.

Vorerst keine Vertragsgespräche mit Kuranyi

Über eine eventuelle Vertragsverlängerung will Magath in den nächsten Monaten noch nicht verhandeln. "Bevor wir nicht wissen, wo wir sportlich stehen, machen diese Überlegungen keinen Sinn", sagt der 56-Jährige und ergänzt: "Für Planung und Etat ist auch entscheidend, ob wir einen internationalen Wettbewerb erreichen oder nicht."

Der derzeitige Tabellenvierte, der am Samstag (18.15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SKY) Spitzenreiter Bayer Leverkusen zum Topspiel der elften Runde empfängt, kann also erst gegen Ende der Saison in konkrete Verhandlungen einsteigen. Dann ist es möglicherweise schon zu spät.

Kobiaschwili und Altintop müssen wohl gehen

Auf der Streichliste stehen auch Mittelfeldspieler Lewan Kobiaschwili und Stürmer Halil Altintop, deren Verträge ebenfalls zum Saisonende auslaufen. Beide sind keine Stammspieler, schlagen aber mit vergleichsweise hohen Gehältern zu Buche.

Um Abgänge wichtiger Spieler kompensieren zu können, braucht Magath allerdings Transfererlöse. Nur wenn Profis mit noch laufenden Verträgen wie Außenverteidiger Rafinha verkauft werden könnten, stünde Geld für Neuverpflichtungen zur Verfügung.

"Wir werden keinen Spieler unter Wert verkaufen, das haben wir auch im vergangenen Sommer nicht gemacht", betont Magath und unterstreicht: "Dann müsste man entsprechenden Ersatz holen."

Magath schließt Notverkäufe aus

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