Fussball

"Müssen eine Serie hinlegen"

SID
Trotz des durchwachsenen Saisonstarts des FC Bayern ist Christian Nerlinger (l.) "hochzufrieden"
© Getty

Obwohl die Saison für Bayern München bisher eher durchwachsen verlaufen ist, ist Sportdirektor Christian Nerlinger mit der Arbeit von Coach Louis van Gaal zufrieden, nimmt aber auch die Mannschaft in die Pflicht.

Sportdirektor Christian Nerlinger hat trotz des unbefriedigenden Saisonstarts von Bayern München mit Platz acht nach acht Spieltagen eine positive Zwischenbilanz unter dem neuen Trainer Louis van Gaal gezogen.

"Ich denke, es gibt zwei Blickweisen. Erstens die von außen, die sagt: Okay, wir haben zu wenig Punkte und der Tabellenplatz ist nicht ausreichend. Wenn ich aber sehe, wie gearbeitet wird, dann bin ich hochzufrieden", sagte Nerlinger der "Passauer Neuen Presse".

Nerlinger glaubt an langfristigen Erfolg

Dass die Punktausbeute auch nicht nach den Vorstellungen der Verantwortlichen gestartet ist, sei klar, aber auch nicht anders erwartet worden. "Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass ich einen holprigen Start erwarte, da die Anforderungen an die Spieler sehr hoch sind und ein taktisches Konzept da ist, das erst umgesetzt werden muss", erklärt Nerlinger.

Der Sportdirektor geht davon aus, dass sich die Arbeit van Gaals im Training langfristig auszahlen wird. "Es lähmt die Spieler manchmal vielleicht auch ein bisschen. Das muss ein Automatismus werden, diese Vorgaben vom Trainer, und dann, denke ich, wird das auch sehr erfolgreich sein."

Ohne Ribery gegen Freiburg und Bordeaux

Dabei können die Bayern auch bald wieder auf Franck Ribery zurückgreifen, der wie schon in der Vorbereitung an einer Entzündung der Patellasehne leidet.

"Die ist sehr unangenehm, aber ich denke nicht, dass es etwas Langfristiges ist. Ob er's bis zum Freiburg-Spiel schafft, da steht ein großes Fragezeichen dahinter, und auch fürs Champions-League-Spiel in Bordeaux. Aber danach, so hoffen wir, wird er wieder spielen können", sagt Nerlinger.

Keine Transfers im Winter

Aber auch ohne den Superstar ist die Schonfrist für das Starensemble nach der Länderspielpause vorbei. "Wir müssen jetzt anfangen zu punkten und eine Serie hinlegen. Das ist jetzt gefordert, und die Qualität in der Mannschaft reicht dafür aus", sagt Nerlinger. Neuverpflichtungen im Winter schließt er deshalb komplett aus.

Auch auf der Position des Rechtsverteidigers, wo die Münchner im Sommer an Jose Bosingwa (FC Chelsea) interessiert waren, wird nicht nachgelegt.

Dafür dürfte Luca Toni schon am Samstag gegen Freiburg wieder zum Kader der Profis gehören. Die Bayern bestreiten am Dienstag ein Freundschaftsspiel in Regensburg, um den Rekonvaleszenten Mark van Bommel und eben Toni Spielpraxis zu geben.

"Da denke ich, dass Luca Toni 90 Minuten spielen wird. Und dann denke ich, ist er zurückgemeldet", sagt Nerlinger.

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