Er soll Bayerns Top-Stars stoppen

Von Alexander Fischer
Donnerstag, 15.10.2009 | 11:51 Uhr
Felix Bastians wechselte vor der Saison 09/10 zum SC Freiburg in die Bundesliga
© Getty
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Er durchlief mehrere Jugend-Nationalmannschaften, spielte in England und der Schweiz. Zur neuen Saison schaffte Felix Bastians beim SC Freiburg dann den Sprung ins deutsche Oberhaus - bereits nach wenigen Partien ist nicht nur sein Trainer von seinem Talent überzeugt.

Aachen im September 2009, Deutschland trifft in der EM-Quali vor eigener Kulisse auf San Marino. Auf der linken Abwehrseite kommt Felix Bastians zu seinem erst dritten Einsatz für die U-21-Nationalelf. Er bereitet zwei Treffer vor und überzeugt auf ganzer Linie. Die Elf von Trainer Rainer Adrion siegt am Ende mit 6:0.

Der talentierte Defensivspezialist ist geborener Bochumer, wuchs in Wattenscheid auf und spielte dort in seiner Jugend für 09, später den VfL Bochum und Borussia Dortmund.

"Der englische Fußball hat mich von klein auf fasziniert"

Bereits im zarten Alter von 16 Jahren wechselte der Teenager Bastians auf die Insel. Sein Ziel: Nottingham Forest.

"England und der englische Fußball haben mich von klein auf fasziniert. Dann kam eine Anfrage aus Nottingham, die haben mich beobachtet, angefragt, und dann habe ich das gemacht", sagt der heute 21-Jährige auf der offiziellen Hompage seines neuen Vereins SC Freiburg.

Beim Traditionsverein kam er jedoch nicht richtig in Tritt und wurde in den folgenden knapp drei Jahren insgesamt sechs Mal ausgeliehen.

Nichts Ungewöhnliches, wie der Jungprofi, der in seiner damaligen Wahlheimat einige Semester Sportjournalisumus studiert hat, erklärt: "Das ist gängige Praxis in England, muss man wissen."

Von der Insel in die Schweiz

Dann folgte der nächste Schritt: Bastians wechselte zurück aufs Festland und schlug seine Zelte in der Schweiz auf.

"Trainer Martin Andermatt wollte mich haben, und na ja, die Schweiz liegt irgendwie zentral, da hatte ich mir schon ausgerechnet, mehr in den Fokus zu rücken," sagte Bastians zu seiner Wahl im Sommer 2008.

Für die Young Boys Bern bestritt er in der vergangenen Saison 21 Spiele und erzielte dabei zwei Tore.

Dem SC Freiburg blieben die Fähigkeiten des Verteidigers nicht verborgen. Die Breisgauer legten im Juli diesen Jahres 250.000 Euro auf den Tisch und die Schweizer wurden schwach.

Nun hatte es den Weitgereisten also zurück nach Deutschland verschlagen. Dabei schaffte er es auf Anhieb in einen Bundesligakader.

Dutt von seinem Schützling früh überzeugt

Der Trainer seines neuen Vereins, Robin Dutt, ist vom Jungnationalspieler überzeugt, brachte ihn in sieben von bisher acht Erstliga-Begegnungen der Freiburger von Beginn an.

Die Defensive des Aufsteigers stand dabei nicht immer sicher, kassierte mit 17 Gegentreffern die zweitmeisten der ganzen Liga - nur Hertha BSC musste mehr hinnehmen.

Dutt findet trotzdem anerkennende Worte für seinen Neuzugang: "Die Entwicklung schreitet schneller voran als man hoffen durfte", sagte der Aufstiegs-Trainer dem "Kicker".

"Er gibt immer Vollgas"

Auch die Teamkollegen haben für den 1,88 Meter großen Verteidiger, der ursprünglich als linker Außenverteidiger vepflichtet wurde, nur Lob übrig.

"Obwohl er spät zur Mannschaft kam, hat er sich sehr schnell integriert. Er ist ein wahnsinnig mannschaftsdienlicher Spieler, gibt immer Vollgas und möchte schnell dazu lernen. Er hat sich gut auf die Rolle als Innenverteidiger eingestellt und man kann sich auf ihn verlassen", sagte Routinier Heiko Butscher zu SPOX über seinen jungen Teamkollegen.

Bastians war vor der Saison noch für die defensive Außenposition eingeplant, rückte dann aber durch den Ausfall von Ömer Toprak ins Verteidigungszentrum.

Toprak langzeitverletzt

Der ebenfalls sehr talentierte Deutsch-Türke Toprak hatte sich bei einem Kartunfall während der Saisonvorbereitung schwere Verbrennungen zugezogen und befindet sich derzeit in der Rehabilitation.

Für Bastians war es Glück im Unglück - ohne den Engpass auf dieser Position wäre er womöglich bis heute kaum zum Einsatz gekommen.

"Er war in der Schweiz lange Zeit kein Stammspieler. Wir waren überzeugt, dass wir ihn auf ein gutes Niveau bekommen, wenn wir mit ihm arbeiten", erklärte Dutt.

Beim Fußball-Radio 90elf sprach Felix Bastians über seine Zeit in England

Dass es aber so schnell geht, hätte bestimmt auch der stets optimistische Coach der Breisgauer nicht vermutet.

Adrion setzt auf Bastians

Im August wurde der Blondschopf von Rainer Adrion zum ersten Mal für die U 21 nominiert - zuvor trat er bereits für die U 18 und U 19 gegen den Ball.

In der Junioren-Nationalelf kommt er, anders als beim Aufsteiger zuletzt, auf dem Flügel zum Einsatz. Ein Problem stellt dieses Wechselspiel für ihn aber nicht dar.

"Ich habe schon vom Verteidiger bis zum Flügelspieler alles gespielt. Die Umstellung vom Innenverteidiger in Freiburg zum Außenverteidiger in der U 21 ist nicht so groß", sagte Bastians dem "Kicker".

Sollte sich der Mann mit der Rückennummer drei wie zuletzt weiterentwickeln, dürften sich also auch in Zukunft nicht nur die Freiburger darüber freuen.

Der nächste Prüfstein wartet bereits - am Samstag ist der deutsche Rekordmeister Bayern München an der Dreisam zu Gast. Bastians muss dann beweisen, ob er auch Top-Stürmer wie Miroslav Klose, Mario Gomez oder Luca Toni stoppen kann.

SC Freiburg: Daten & Fakten

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