Bundesliga

"Ein Spiel, bei dem der Puls Tango tanzt"

SID
Montag, 10.08.2009 | 12:12 Uhr
Mit seinem Kopfballtor in der 63. Minute sorgte Bochums Stümer Stanislav Sestak (2. v.l.) für das 3:3
© Getty
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Borussia Mönchengladbach verspielte den bereits sicher geglaubten Sieg gegen Bochum. Trotzdem blickt Gladbachs Trainer Michael Frontzeck positiv in die Zukunft. Das liegt auch an den überzeugenden Neuzugängen. Die Bochumer Fans probten in der ersten Halbzeit den Aufstand.

Ein unglaublicher Doppelpack, zwei grundverschiedene Halbzeiten und drei Tore auf jeder Seite: Der VfL Bochum und Borussia Mönchengladbach lieferten am Sonntag mit dem 3:3 (0:3) in einem kuriosen und denkwürdigen Duell die Krönung eines an Höhepunkten beileibe nicht armen ersten Bundesliga-Spieltages.

"Das war ein Spiel, bei dem der Puls Tango getanzt hat", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl und Coach Michael Frontzeck meinte: "Es gibt Dinge, die kannst du im Fußball nicht erklären." Er versuchte es trotzdem und hatte damit nach seinem nervenaufreibenden Liga-Debüt auf der Gladbacher Trainerbank wie alle anderen Beteiligten einige Mühe.

"Fast perfekte erste Halbzeit"

"Ich habe eine fast perfekte erste Halbzeit gesehen. Danach vergeben wir die große Chance zum 4:0, und es folgten zwei Minuten, die ich so noch nie erlebt habe. Am Ende mussten wir sogar noch froh sein über den Punkt", sagte Frontzeck und schüttelte immer wieder den Kopf.

Vor allem die Tore von Mimoun Azaouagh machten ihm zu schaffen. Der Mittelfeldspieler der Bochumer brachte die Gastgeber nach einem 0:3-Rückstand mit dem vielleicht schönsten Doppelpack der Ligageschichte, für den er gerade mal 48 Sekunden benötigte (51., 52.), wieder in die Spur.

"Das Spiel war tot"

"Das Spiel war tot, aber zwei Sonntagsschüsse haben Bochum wieder zum Leben erweckt", sagte Gladbachs Torwart Christofer Heimeroth mit Blick auf Azaouagh, seinen Kumpel aus gemeinsamen Schalker Zeiten. Der Bochumer Mittelfeldspieler war wie alle seine Teamkollegen von einer furios aufspielenden Gladbacher Mannschaft 45 Minuten lang förmlich an die Wand gespielt worden.

Der überragende Neuzugang Juan Arango (19.), Roberto Colautti (26.) und Roel Brouwers (40.) ließen die Gladbacher Fans vom Sprung an die Tabellenspitze träumen. Doch nachdem Karim Matmour (48.) freistehend vergeben hatte, machten ihnen Azaouaghs Traumschüsse in den Winkel, eine Rote Karte gegen Abwehrchef Dante (60./Notbremse) und der Ausgleich durch Stanislav Sestak (63.) einen Strich durch die Rechnung.

Gladbachs Neuzugänge überzeugen

"Die ersten 45 Minuten waren richtig gut, aber leider dauert ein Spiel 90 Minuten. Wir haben die Begegnung nicht mehr in den Griff bekommen", sagte US-Nationalspieler Michael Bradley, und Arango fügte nach seinem beeindruckenden Liga-Debüt hinzu: "Meine Freude kann nicht komplett sein." Frontzeck verwies dennoch auf die Tatsache, dass seine Mannschaft "viele Dinge richtig" gemacht habe.

In der Tat darf er optimistisch in die Saison blicken. Vor allem Spielgestalter Arango und der zweite Millionen-Zugang, Stürmer Raul Bobadilla, waren nie auszurechnen und erfüllten die hohen Erwartungen der Fans - zumindest eine Halbzeit lang. Bei aller Freude über die gelungene Aufholjagd wirkte bei den Bochumern auch die indiskutable Leistung in den ersten 45 Minuten nach, in denen sich der VfL als der Abstiegskandidat präsentierte, für den ihn viele Experten halten.

Bochumer Fans stinksauer

"Die waren noch gnädig", sagte Geschäftsführer Ansgar Schwenken mit Blick auf die VfL-Fans, die nach 40 erbärmlichen Minuten ihrem Zorn Luft gemacht hatten ("Wir haben die Schnauze voll"). Manager Thomas Ernst bezeichnete das Comeback nach der Pause nicht von ungefähr als "wichtig für das eigene Fußball-Selbstverständnis und das Verhältnis zu den Fans". Mit einer guten Vorbereitung und vielen Streicheleinheiten war es Klubführung und Spielern in der Sommerpause gelungen, die schwierige Verbindung zu den kritischen Fans zu entkrampfen.

Ein Debakel zum Auftakt hätte alles zunichtegemacht. Entsprechend realistisch fiel die Einschätzung von Azaouagh aus: "Entscheidend war vor allem, dass wir Moral gezeigt haben und noch mal zurückgekommen sind."

Bochum - Gladbach: Daten & Fakten

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