Toni Kroos hat ein Problem

Von SPOX
Mittwoch, 19.08.2009 | 14:47 Uhr
Toni Kroos muss bei Bayer Leverkusen wohl erstmal auf die Bank
© Getty
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Diese Woche in Inside Bundesliga: Bayer Leverkusen ist gut drauf, doch Toni Kroos ist erstmal raus, Ralf Rangnick sucht einen van Bommel, Gladbach hat einen neuen Chef und auf Schalke wächst in der Abwehr etwas heran.

FC Schalke 04: Zweimal Startelf, gleich ein Treffer - Christoph Moritz ist sicher der große Gewinner der ersten Wochen. Ein anderer Youngster hat allerdings ebenfalls eine enorme Entwicklung hinter sich: Carlos Zambrano. Der 20-Jährige bildet mit Marcelo Bordon das neue Innenverteidiger-Duo und überzeugte bislang auf ganzer Linie. Gut für den Peruaner: Da Westermann im Mittelfeld gebraucht wird und Höwedes gegen Bochum auf links stark auftrumpfte, darf Zambrano wohl auch in den nächsten Wochen in der Abwehrzentrale ran.

Wer ist gut drauf, wer verletzt und wer wie teuer? Die Tipps für alle Manager

VfL Bochum: Geht die Verletztenmisere in der Innenverteidigung also schon wieder los. Erst musste Mergim Mavraj mit Knöchelproblemen passen. Gegen Schalke verletzte sich Maltritz, so dass Rechtsverteidiger Pfertzel im Zentrum aushelfen musste. Maltritz fällt nun sogar drei weitere Wochen aus. Aber: Mavraj ist wieder fit - und hat damit drei Wochen Zeit, sich ins Team zu spielen. Das gelang dem U-21-Nationalspieler bereits im letzten Jahr. Damals verdrängte er durch starke Leistungen den damals unumstrittenen Yahia.

Borussia Mönchengladbach: Im letzten Jahr spielte Tobias Levels unter Hans Meyer keine große Rolle, stand gar auf der Abschussliste. Nun ist der 22-Jährige wieder mittendrin - und sogar Kapitän der Fohlen. Auf der rechten Seite der Viererkette ist Levels gesetzt, kann bei Bedarf auch links ran. Für Meyers Wintereinkauf Paul Stalteri ist damit kein Platz mehr. Zumal Frontzeck bei Kurzeinsätzen lieber den Talenten Reus, Neustädter und Jantschke Spielpraxis verschafft.

Hertha BSC: In Hoffenheim sah Christoph Janker keine Perspektive mehr und wechselte deshalb nach Berlin. Bei der Hertha saß der Außenverteidiger allerdings in den ersten beiden Spielen auch nur auf der Bank. Verzockt? Keineswegs. Weil die Konkurrenten Stein (links) und Piszczek (rechts) bislang komplett enttäuschten, steht Janker nun vor seinem Startelf-Debüt. Neuzugang Pejcinovic rückt dann von links wieder auf die Gegenseite, wo der Serbe am ersten Spieltag bereits überzeugte und Janker übernimmt die linke Außenbahn.

Eintracht Frankfurt: Zlatan Bajramovic ist in Frankfurt quasi ein Neuzugang, denn durch zahlreiche Verletzungen kam der Bosnier im letzten Jahr kaum zum Zug. Nun ist Bajramovic wieder da. Und wenn er endlich gesund bleibt, dann ist er ein Mann für die Stammelf. Denn a) betont Skibbe immer wieder, wie sehr er Bajramovic schätzt, b) kann der 30-Jährige auf allen Positionen im Mittelfeld spielen, c) ist Bajramovic torgefährlich und d) kann er dazwischen hauen und Drecksarbeit verrichten. Solche Typen hat die Eintracht nicht viele, zumal Chris gegen Nürnberg konditionelle Probleme offenbarte und Schwegler mit Knieproblemen kämpft.

Bayer Leverkusen: Der 1:0-Sieg gegen Hoffenheim hat alle in Leverkusen begeistert. "Das ist der Weg, der uns nach oben führt", sagt Heynckes. Was der Bayer-Coach meint: Sein Team glänzte gegen Hoffenheim mit disziplinierter Spielweise und einer perfekt organisierten Defensive. Der Grund: Heynckes hat das System auf ein 4-4-2 mit Doppelsechs umgestellt. Der Leidtragende ist Toni Kroos, für den Vidal ins Team rutschte. Der Chilene überzeugte, und Heynckes hat nicht vor, am Erfolgssystem etwas zu ändern. Schlecht für Kroos.

Hannover 96: Mit Didier Ya Konan hat 96 endlich seinen neuen Stürmer. Und der ist, trotz noch fehlender Abstimmung und unabhängig von seinem guten Auftritt gegen Mainz, wohl über Wochen hinaus gesetzt. Denn: Schlaudraff fällt noch lange aus, Forssell ist völlig außer Form und zudem verletzt. Bleiben noch Mike Hanke und Valdet Rama. Die allerdings sollen sich gegenseitig ersetzen. Heißt: Da es bei Hanke noch nicht für 90 Minuten reicht, ist Rama dessen Backup. Und Ya Konan hat erstmal freie Bahn.

VfB Stuttgart: Lanig fällt mit Kreuzbandriss lange aus, Bastürk soll immer noch verkauft werden - dem VfB könnten bald zwei Optionen im Mittelfeld verloren gehen. Zudem ist Hleb noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und Gebhart fehlte in den ersten Spielen die Konstanz. Deshalb wird Elson immer wichtiger. Gegen Freiburg zeigte der Brasilianer schon, was er drauf hat. Elsons großes Plus: Er kann links, rechts und zentral ran. Und: Elson ist torgefährlich, ob aus der Distanz oder durch Standards.

SC Freiburg: Weil eine Rückkehr von Toprak völlig offen ist, sucht der SC noch einen Innenverteidiger. Mittlerweile allerdings nicht mehr um jeden Preis. Denn mit Felix Bastians gibt's nun eine weitere Alternative, mit der eigentlich gar keiner gerechnet hat, denn der U-21-Nationalspieler ist eigentlich Linksverteidiger und wurde erst in der Vorbereitung umfunktioniert. Beim 60-Minuten-Einsatz gegen den HSV machte Bastians seine Sache so gut, dass er gegen den VfB von Beginn an ran durfte. Und trotz der vier Gegentore: Bastians überzeugte wieder. Tendenz: Fortsetzung folgt - ob in der Mitte oder auf links.

1899 Hoffenheim: Nach der Niederlage in Leverkusen hatte Rangnick viel zu bemängeln. Vor allem: Sein Team habe zu keiner Phase das Spiel kontrollieren können. Der Grund: "Mit Weis und Luiz Gustavo fehlten meine aggressiven Leader." Die fehlen womöglich auch nun gegen Schalke. Die Chance für Franco Zuculini. Mit dem 18-Jährigen würde Rangnick gleich zwei Baustellen schließen. Zum einen wäre der Argentinier der gewünschte aggressive, aber dennoch spielstarke Spielertyp fürs Mittelfeld, zum anderen wäre Carlos Eduardo dann frei für einen Platz im Dreier-Sturm.

Der 3. Spieltag im Überblick

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