Fussball

Wolfsburg und Werder kämpfen um Supercup

SID
Das letzte Aufeinandertreffen gewannen die Wolfsburger mit 5:1
© Getty

Gute Tradition oder Störfaktor in der Vorbereitung: 18 Tage vor dem Bundesligastart kämpfen der deutsche Meister VfL Wolfsburg und DFB-Pokalsieger Werder Bremen um den ersten inoffiziellen Titel der neuen Saison (20 Uhr im LIVE-TICKER).

Im Spiel um den Supercup, in den 80er und 90er Jahren offiziell vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchgeführt, kommt es am Montagabend in Wolfsburg für beide Teams zum ersten echten Härtetest für die kommende Spielzeit.

"Meister gegen Pokalsieger - ein tolles Spiel und für uns die bestmögliche Generalprobe, bevor wir in zwei Wochen im DFB-Pokal unser erstes Pflichtspiel bestreiten", sagt VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach vor der von VW gesponserten Partie.

Supercup während der Saisonvorbereitung

Dagegen dürften die Trainer Armin Veh und Thomas Schaaf die Partie mit etwas gemischteren Gefühlen sehen, schließlich bevorzugen die Klubs in dieser Phase der Vorbereitung eher unterklassige Gegner und freundschaftliche Spiele zum Testen ihrer Mannschaften.

So bestritten die Wolfsburger, die ohne die angeschlagenen Edin Dzeko, Diego Benaglio und Makoto Hasebe antreten werden, ebenso wie Werder in den vergangenen Wochen die übliche Tingeltour durch die Diaspora abseits der Fußball-Hochburgen, um nicht selten mit Testspielsiegen im zweistelligen Bereich zurückzukehren.

Sieben deutliche Siege und ein Unentschieden stehen für die Wölfe zu Buche, während die Bremer zuletzt mit etwas durchwachseneren Vorereitungs-Ergebnissen leben mussten.

Beim Meister könnte Neuzugang karim Ziani sein Debüt geben. "Ich werde ihn wahrscheinlich mitnehmen", sagte Veh. Außerdem nicht mit von der Partie sind Josue, Ashkan Dejagah und Fabain Johnson, die erst vor kurzem zum Team gestoßen sind.

Wiederbelebung einer einstigen Institution

Nun geht es im Spiel zwischen den beiden deutschen Titelträgern der vergangenen Saison auch um die Wiederbelebung einer einstigen Institution, die neben zwei inoffiziellen Ausgaben in den 70er und früheren 80er Jahren zwischen 1987 und 1996 eine feste Einrichtung des deutschen Fußballs war.

Danach ging der Wettbewerb in den als Turnier ausgespielten Ligapokal über. Erst als dieser im vergangenen Jahr wegen Terminproblemen nicht stattfinden konnte und die DFL keinen offiziellen Ersatz zuließ, beschlossen die betroffenen Vereine Borussia Dortmund und Bayern München (Meister und Pokalfinalist von 2008), einen selbst organisierten Supercup auszutragen.

15.000 Besucher erwartet

Das diesjährige Duell zwischen Wolfsburg und Supercup-Rekordsieger Werder (3 Erfolge wie auch Dortmund) ist zugleich eine Neuauflage des entscheidenden Meisterschaftsspiels vom letzten Saisonspieltag vor acht Wochen.

Die Erinnerungen sind dabei höchst unterschiedlich: Während der VfL durch den 5:1-Sieg den ersten Titelgewinn der Vereinsgeschichte perfekt machte, bildete für die Hanseaten die Niederlage den negativen Höhepunkt einer verkorksten Saison, die erst eine Woche später durch den Pokalsieg doch noch ein versöhnliches Ende fand.

Zwar wird die VW-Arena diesmal nicht wie vor zwei Monaten ausverkauft sein, doch mit 11.000 abgesetzten Tickets bis zum Wochenende lief der Vorverkauf besser als erwartet. So rechnet man in Wolfsburg trotz der Fernsehübertragung mit rund 15.000 Besuchern. "Für alle Fußballfans ist das sicherlich eine hochinteressante und attraktive Partie", sagt Marbach.

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