Hertha protestiert und grillt für Fans

SID
Für die Hertha netzte Michael Preetz in der Bundesliga 84 Mal ein
© Getty

Nach den Übergriffen auf Berliner Fans am Rande des Testspiels bei Ferencvaros Budapest hat Hertha BSC Berlin scharf protestiert. Die Betroffenen lädt Hertha zum Grillfest ein.

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Nach den brutalen Übergriffen ungarischer Hooligans am Rande des Testspiels bei Ferencvaros Budapest (2:0) hat Bundesligist Hertha BSC Berlin eine Aufklärung der Ereignisse gefordert. "Wir werden dem Verein Ferencvaros, dem ungarischen Fußball-Verband und dem Veranstalter die Vorfälle schildern und eine Stellungnahme einfordern", sagte Herthas Manager Michael Preetz.

Nach den Ausschreitungen mit drei Verletzten im Berliner Fan-Lager kündigte Preetz eine Protestnote an. "Wir sind bestürzt über die Ereignisse. Wir haben alles getan, um unseren Fans zu helfen. Allerdings war das Verhalten der Sicherheitskräfte vor Ort alles andere als normal", sagte der Manager.

Preetz lobt die eigenen Fans

Mit Lob bedachte Preetz die eigenen Fans. "Alle Hertha-Anhänger haben sich vorbildlich verhalten und sich zum Glück nicht provozieren lassen." Als Trostpflaster lädt der Klub die 50 mitgereisten Fans am Freitag im österreichischen Stegersbach nach dem Testspiel gegen den türkischen Klub Bursaspor zu einem Grillfest ein. "Damit wollen wir ein Zeichen setzen und zeigen, dass wir zusammengehören", sagte Pressesprecher Peter Bohmbach.

"Es war kurz, heftig und brutal", schilderte ein Berliner Journalist die Vorfälle. Vor dem Anpfiff hatten etwa 20 Anhänger des Gastgebers den Hertha-Tross angegriffen und mit Flaschen beworfen.

Provokation mit NS-Parolen

Ein Berliner Fan musste vor Ort von Herthas Mannschaftsarzt Matthias Schuffert-Raguse am Auge genäht werden. Ein weiterer Hertha-Anhänger zog sich einen Nasenbeinbruch zu, ein dritter Fan erlitt einen Fingerbruch. Mitten in den Tumulten befanden sich auch die Berliner Journalisten.

Auch während des Spiels konnten sich die ungarischen Hooligans weitgehend frei im Stadion bewegen, weil die Sicherheitskräfte nicht entschlossen genug eingriffen. Mit Rufen wie "Heil Hitler" und "Sieg Heil" sollte die deutsche Gruppe provoziert werden.

Fast zur Nebensache wurde das Spiel, das Hertha vor 7000 Zuschauern mit 2:0 nach Toren von Cicero und Gojko Kacar gewann.

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