Schäfer und Gentner exklusiv

"Wir sollten uns keinen Titel-Druck machen"

Von Interview: Daniel Börlein
Freitag, 31.07.2009 | 17:09 Uhr
Eckpfeiler der Wolfsburger Meistermannschaft: Marcel Schäfer (l.) und Christian Gentner
© Imago
Advertisement
Bundesliga
Fr23:00
Schalke-Mainz: Die Highlights vom Freitag
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea -
Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Bromwich
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
Sao Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man United -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
Super Liga
Cacak -
Partizan
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
PSV
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna
Championship
Preston -
Aston Villa

Marcel Schäfer und Christian Gentner sind Wolfsburgs linke Seite. Das Zusammenspiel der beiden klappt perfekt, so dass beide Nationalspieler einen großen Beitrag zur Meisterschaft des VfL Wolfsburg leisteten.

Der Auftakt im DFB-Pokal ist dem VfL Wolfsburg mit einem 4:1-Erfolg in Wiesbaden gelungen. Im Doppelinterview sprechen Schäfer und Gentner über den Vergleich Veh/Magath, die Nationalmannschaft und ihre Basketballbegeisterung.

SPOX: Herr Gentner, wissen Sie eigentlich, dass Sie zu einer ganz besonderen Spezies Fußballer zählen?

Marcel Schäfer:(schüttelt den Kopf) Du?

SPOX: Richtig gehört. Ihr Kollege wurde in den letzten drei Jahren mit zwei verschiedenen Klubs deutscher Meister. Und keiner von beiden Klubs war der FC Bayern.

Christian Gentner: Stimmt, das ist wohl eher selten und irgendwie auch eine schöne Sache. Meine Karriere kann ich deshalb aber noch nicht beenden (lacht). Der ein oder andere Titel darf da schon noch dazu kommen...

SPOX: Bei der ersten Meisterschaft mit Stuttgart war Armin Veh Ihr Trainer. Der ist nun wieder Ihr Coach. Haben Sie sich vorab bei Ihrem Kollegen erkundigt, was da nun auf die Mannschaft zukommt, Herr Schäfer?

Schäfer: Ja, natürlich. Er musste fleißig Auskunft geben.

SPOX: Was haben Sie ihm denn erzählt?

Gentner: Dass ich Armin Veh für einen sehr guten Trainer halte. Er ist jemand, der auf kurze, flache und direkte Pässe steht. Einer, der die spielerische Lösung bevorzugt. Aber wir haben viele Typen im Kader, die das umsetzen können. Es muss sich also keiner fürchten, da konnte ich die Jungs beruhigen.

SPOX: Hört sich ziemlich begeistert an. Dabei sind Sie damals von Stuttgart nach Wolfsburg gegangen, weil Sie unter Veh keine Perspektive mehr sahen. Sie werden also nicht jubelnd durch Wolfsburg gelaufen sein, als Sie gehört haben, dass Veh neuer Trainer wird...

Gentner: Das war ja eine andere Situation damals. In Stuttgart hatte sich die Meister-Mannschaft fest gespielt, das war auch nachvollziehbar. Aber ich wollte eben regelmäßiger spielen - deshalb zunächst die Ausleihe. Dann lief es für mich beim VfL sehr gut und ich bin geblieben. Es gab nie Probleme zwischen Armin Veh und mir.

SPOX: Veh übernimmt nun in Wolfsburg eine deutsche Spitzenmannschaft. Ist das zu großen Teilen der Verdienst von Felix Magath?

Schäfer: Ja, klar. Er hat den Umbruch eingeleitet, er war im Verein durch seine Dreifachfunktion für alles verantwortlich. Auch dafür, dass wir beide von Anfang an dabei waren. Den Weg, den wir unter Magath begonnen haben, wollen wir nun unter Armin Veh weitergehen. Wir sind in unserer Entwicklung noch lange nicht am Ende.

SPOX: Magath ist für sein intensives Training bekannt. Wie darf man sich das unter ihm vorstellen?

Schäfer: Natürlich war es ein hartes Training, aber wir haben davon extrem profitiert, gehörten in den letzten zwei Jahren zu den fittesten Mannschaften in der Bundesliga...

SPOX: ...und sind unter anderem auch deshalb deutscher Meister geworden. Die Titelverteidigung - das Ziel in dieser Saison?

Gentner: Ich glaube nicht, dass wir uns den Druck machen sollten, den Titel unbedingt verteidigen zu müssen. Wir sind - obwohl amtierender Meister - sicher nicht Favorit. Trotz alledem wollen wir wieder oben mit dabei sein.

SPOX: Mit dabei sein ist sicher auch das Ziel für die WM 2010, nachdem Sie in der letzten Saison den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft haben.

Schäfer: Das Ziel ist, dauerhaft eingeladen zu werden. Aber ehrlich gesagt hängt auch viel davon ab, wie wir uns beim VfL als Mannschaft präsentieren. Denn wenn die Mannschaft oben steht, dann rutscht auch der Einzelne mehr in den Fokus.

SPOX: Sie beide haben in der letzten Saison beim VfL alle Spiele gemacht und zusammen eine starke linke Seite gebildet. Warum klappt es so gut zwischen Ihnen beiden?

Gentner: Schwierig zu sagen. Das hat sich im Laufe der Zeit so eingespielt. Hast Du eine Erklärung dafür?

Schäfer: Ich denke, dass sich unsere Fähigkeiten sehr gut ergänzen. Wir sind füreinander da, helfen uns gegenseitig. Das liegt vielleicht auch daran, dass wir uns privat sehr gut verstehen. Ich würde schon sagen, dass zwischen uns beiden ein blindes Verständnis herrscht. Natürlich können wir noch einiges verbessern. Und das müssen wir auch, schließlich wollen wir auf unserer Seite noch für viel mehr Furore sorgen.

SPOX: Was Sie beide auch noch teilen, ist eine Begeisterung für die NBA.

Schäfer: Stimmt! Wenn die Saison läuft, dann verfolgen wir die NBA eigentlich täglich. Vor allem natürlich die Spiele der Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki.

Gentner: Wobei wir beide eigentlich schon viel länger interessiert sind, schon seit den Zeiten eines Michael Jordan. In den 90er Jahren war die NBA in Deutschland sehr populär. Und das hat bei uns beiden nie nachgelassen. Wir spielen auch selbst ab und zu.

SPOX: Da haben Sie dank Ihrer Größe natürlich Vorteile.

Gentner: Dafür wirft er besser...

Schäfer: ...vorbei!

Jetzt beim Bundesliga-Tippspiel mitmachen und tolle Preise gewinnen!

SPOX: Marcel Schäfer, Sie wurden 2009 zu Niedersachsens Fußballer des Jahres gewählt. Da mussten Sie dann doch sicher mal etwas springen lassen?

Schäfer: Das ist eine schöne Auszeichnung, auf die ich auch stolz bin. Aber so etwas ist natürlich nur möglich, wenn man in einer starken Mannschaft spielt. Deshalb habe ich natürlich auch einen ausgegeben.

SPOX: Sie haben zudem auch schon ein Sportmanagement-Studium hinter sich. Das ist für einen 25-jährigen Profi-Fußballer eher ungewöhnlich.

Schäfer: Ich habe mir mit 17 das Kreuzband gerissen. Das war ein Schlüsselerlebnis für mich. Da habe ich gemerkt, dass es nicht nur Fußball gibt. Es ging bei dem Studium aber weniger darum, etwas für die Zeit nach der Karriere zu machen, sondern vielmehr darum, etwas neben dem Fußball zu machen.

SPOX: Wie zum Beispiel auch zu Ihrer Zeit bei 1860 München, wo Sie sich im Rahmen eines sozialen Jahres um die Kids im Löwen-Internat gekümmert haben.

Schäfer: Ja. Manchmal muss man seine Gedanken mal weg vom Fußball auf andere Dinge richten. Wobei es damals schon eine stressige Zeit war. Ich musste teilweise um 6 Uhr morgens aus dem Bett, dann das Frühstück für die Jungs vorbereiten, bei der Hausaufgabenbetreuung helfen und nebenher noch zweimal trainieren. Das hatte ich mir etwas leichter vorgestellt, muss ich zugeben. Aber dennoch: Es war eine sehr schöne Zeit, aus der man auch heute noch Freundschaften pflegt.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung