Becker: "Wir wollten Beiersdorfer halten"

SID
Mittwoch, 24.06.2009 | 14:18 Uhr
Horst Becker war 1990 von Januar bis November Präsident des Hamburger SV
© Getty
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Nach dem Abgang von Sportchef Dietmar Beiersdorfer hat der Aufsichtsratschef des HSV, Horst Becker, Stellung bezogen. Für die Trennung gebe es eine Vielzahl von Gründen, so Becker.

Horst Becker, Aufsichtsratschef des HSV, spricht nach dem Abgang von Sportchef Dietmar Beiersdorfer von einer "unruhigen Phase" für den Verein. Im Interview bezieht Becker Stellung zur aktuellen Situation.

Frage: "Herr Becker, der Hamburger SV und Sportchef Dietmar Beiersdorfer gehen ab sofort getrennte Wege. Wie konnte es zu dieser Entwicklung kommen?"

Horst Becker: "Wir wollten Dietmar Beiersdorfer halten, aber es war sein Wunsch zu gehen. Diesem Ansinnen haben wir entsprochen. Wir bedauern seinen Schritt sehr. Herr Beiersdorfer hat sehr erfolgreiche Arbeit geleistet. Wir haben versucht, ihn zum Bleiben zu bewegen und ihn in seiner Entscheidung umzubiegen. Leider hat es nichts genützt."

Frage: "Wie hat Herr Beiersdorfer seine Entscheidung begründet?"

Becker: "Sicher hat der Entschluss auch mit Differenzen mit Bernd Hoffmann zu tun. Aber es gab eine Vielzahl von Gründen - auch perspektivische. Herr Beiersdorfer wollte einige Dinge ändern. Dies zu erklären, würde aber zu weit führen."

Frage: "Dennoch scheinen die Differenzen mit Bernd Hoffmann am Ende ausschlaggebend gewesen zu sein. Wie beurteilen Sie die Rolle Ihres Vorstandschefs bei dem Disput?"

Becker: "Bernd Hoffmann ist Vorstandsvorsitzender und hat damit das Recht, in andere Bereiche des Vereins einzugreifen. Vielleicht hätte man dies in manchen Dingen anders angehen müssen, aber grundsätzlich ist es in Ordnung. Natürlich hat es darüber aber Befindlichkeiten gegeben."

Frage: "Gibt es schon Pläne für die Nachfolgeregelung von Herrn Beiersdorfer?"

Becker: "Es hat noch keinerlei Kontakt oder Gespräche mit irgendwelchen Kandidaten gegeben. Dafür ist das alles auch noch viel zu frisch und es wäre auch unfair Dietmar Beiersdorfer gegenüber. Aufsichstrat und Vorstand werden die Personalie zügig und sehr gewissenhaft angehen. Für den HSV ist es eine unruhige Phase. Es bringt jetzt aber nichts, sich zeitlich unter Druck zu setzen."

Frage: "Welche Auswirkungen hat der Abschied von Dietmar Beiersdorfer auf die Transferaktivitäten für die kommende Saison?"

Becker: "Das wird keine großen Auswirkungen haben. Bernd Hoffmann und Trainer Bruno Labbadia werden die Kaderplanung übernehmen. Schon gemeinsam mit Herrn Beiersdorfer hat es Gespräche und Kontakte gegeben. Diese werden jetzt weiter vorangetrieben."

Vertrag aufgelöst: Beiersdorfer und HSV gehen getrennte Wege

 

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