Fussball

Neuer Spielmacher? Misimovic ist sauer!

Von SPOX
Wolfsburgs Zvjezdan Misimovic ist sauer über das Millionen-Angebot für Hoffenheims Carlos Eduardo
© Getty

Der VfL Wolfsburg will angeblich 15 Millionen Euro ausgeben, um Carlos Eduardo von 1899 Hoffenheim zu holen. Eine ordentliche Summe für den 21-jährigen Spielmacher. Hellhörig wurde dabei vor allem Zvjezdan Misimovic. Der Regisseur der Wölfe reagiert empfindlich auf das Interesse an Eduardo und will nun "ein klärendes Gespräch".

"Ich bin davon ausgegangen, dass man mit mir plant", kommentierte Zvjezdan Misimovic am Dienstag in der "WAZ" das Interesse der Wolfsburger an Carlos Eduardo: "Er spielt die gleiche Position, ich denke, darüber sollte man mal sprechen."

Der 27-Jährige war in der vergangenen Saison mit 21 Assists der beste Vorbereiter der Liga und bildete zusammen mit Grafite und Edin Dzeko das kongeniale Trio im VfL-Angriff. Die SPOX-User wählten ihn zum MVP der Saison 2008/09. Im darauffolgenden Interview nannte er noch "die Herausforderung, mit Wolfsburg in der Champions League zu spielen, sehr reizvoll".

Misimovic droht zwischen den Zeilen mit Abschied

Nun droht er zwischen den Zeilen sogar mit Abschied. Angeblich hat unter anderem Christoph Daums neuer Klub, Fenerbahce Istanbul, Interesse. Auch Werder Bremen könnte wieder ein heißer Kandidat werden, sollte sich im Wechseltheater mit Gladbachs  Marko Marin nicht bald eine Einigung erzielen lassen.

"Es kann noch viel passieren", sagt Misimovic und warnt gleichzeitig davor, den vom AC Mailand heftig umworbenen Dzeko zu verkaufen: "Wenn er geht, ist das ein schlechtes Signal."

Vor allem aber irritiert ihn die vermeintliche 15-Millionen-Offerte der Wolfsburger für Carlos Eduardo: "Darüber will ich ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen!" In der Tat könnte ein Gespräch helfen, denn der neue Wölfe-Coach Armin Veh will den Brasilianer wohl gar nicht auf der Misimovic-Position hinter den Spitzen einsetzen.

Hoffenheim lehnte Angebot aus Russland ab

Er sieht in ihm eher einen Stürmer. Veh am Montag in der "Bild": "Wir wollen noch einen Stürmer haben, der vom Typ her anders ist als die beiden, die wir haben." Der nur 1,71 Meter große Carlos Eduardo wäre so ein Typ.

Allerdings scheint Hoffenheim nicht gewillt, den kleinen Dribbler überhaupt abzugeben. Ein 12-Millionen-Angebot von Zenit St. Petersburg hat die TSG bereits abgelehnt. "Wir denken nicht daran, ihn zu verkaufen", sagte Manager Jan Schindelmeiser.

Carlos Eduardo selbst wäre dem Wechsel dagegen angeblich nicht abgeneigt. Vor allem durch seine starke Hinrunde der abgelaufenen Saison ist er in den Fokus von Brasiliens Nationaltrainer Carlos Dunga gerückt.

Er rechnet sich ernsthafte Chance auf die WM 2010 aus.

Dafür aber wäre es hilfreich, wenn er sich in der kommenden Spielzeit in der Champions League präsentieren könnte.

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