Fussball

Die Einkaufsliste wird länger

Von SPOX
Obwohl nur Reservist, kam Poulsen (r.) in dieser Saison immerhin 23-mal zum Einsatz
© Getty

Nachdem die Trainerfrage geklärt ist, treibt der HSV die Personalplanungen voran. Dabei spielt Frankreich-Star Lorik Cana offenbar eine Rolle, genauso wie Berlins Josip Simunic. Offenbar ist auch der Ex-Schalker Christian Poulsen ein Thema.

Nachdem der Hamburger SV mit Bruno Labbadia den Trainer-Nachfolger für Martin Jol gefunden hat, werden die Personalplanungen vorangetrieben. Die alles beherrschende Frage: Wer kommt?

Wie SPOX nun aus dem Umfeld von Juventus Turin erfuhr, ist der HSV angeblich am Dänen Christian Poulsen interessiert. Juve-Sportdirektor Alessio Secco ließ ein entsprechendes Interesse der Hamburger durchklingen.

Eines spricht gegen den HSV: Poulsen verdient bei der Alten Dame drei Millionen Euro - netto. Für die Hanseaten spricht offenbar Poulsens Wunsch, wieder in der Nähe seiner Heimat Dänemark arbeiten zu wollen.

Auch Cana auf der Liste?

Ein weiterer Kandidat für einen Transfer ist laut der "Bild" Lorik Cana.

Der Albanier gehört zu den Leistungsträgern beim französischen Vizemeister Olympique Marseille und soll von HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer und Labbadias Co-Trainer Eddy Sözer bei der 1:2-WM-Quali-Niederlage der Albaner gegen Portugal beobachtet worden sein.

Happige Ablösesumme

In der Nationalmannschaft lief Cana in der Innenverteidigung auf, ansonsten ist er aber im defensiven Mittelfeld beheimatet. Sein vielsagender Spitzname in Marseille: Le Destroyer ("Der Zerstörer").

Als mögliche Ablöse für den bis 2012 unter Vertrag stehenden 25-Jährigen werden zehn Millionen Euro gehandelt. Labbadia verfügt ingesamt über einen Investitionsvolumen von 16 Millionen Euro.

Weitere Namen: Katsouranis und Borowski

Weiterhin im Rennen ist offenbar auch der Grieche Kostas Katsouranis von Benfica Lissabon, für drei Millionen Euro Ablöse fast schon ein Schnäppchen.

Neben Cana und Katsouranis fällt auch immer wieder der Name Tim Borowski (FC Bayern) als mögliche Verstärkung im Mittelfeld.

Spanische Konkurrenz um Simunic

Und auch in der Abwehr brauchen die Hanseaten dringend neue Spieler. Im Gespräch: Berlins Josip Simunic.

Obwohl er zwischen 1997 und 1999 bereits in Hamburg unter Vertrag stand und in dieser Zeit enttäuschte, hat der Kroate die HSV-Verantwortlichen diese Saison offenbar derart überzeugt, dass ein Transfer in Frage kommt.

Simunic hat eine Ausstiegsklausel von sieben Millionen Euro, Konkurrenz gibt es nach Informationen des "Berliner Kurier" aber von Atletico Madrid und dem FC Sevilla.

Reinhardt hat sich verpokert

Womöglich gibt es wegen den vielen Fragezeichen im Kader auch eine Rolle rückwärts bei Bastian Reinhardt.

Ein Weggang des 33-jährigen Abwehr-Routiniers galt als sicher, nachdem dieser das Vertragsverlängerung-Angebot des Klubs abgelehnt und mit dem Interesse aus Hoffenheim, Wolfsburg, Mönchengladbach und Nürnberg kokettiert hatte.

Doch nun signalisiert Reinhardt, doch bleiben zu wollen.

"Ich hätte das Angebot annehmen sollen. Als ich sah, dass ich durch eine Änderung der Prämienregelung sogar weniger verdienen sollte, kam mir mein Stolz in die Quere. Mein Stolz war verletzt und verbot mir, das Angebot anzunehmen", so Reinhardt, der hofft: "Mein Berater hat erfahren, dass ein Hintertürchen offen ist."

Bastian Reinhardt im Steckbrief

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