Wie Podolski doch noch ein Bayern-Stürmer wurde

Wachgeküsst von Dr. Psycho

Von Florian Bogner
Freitag, 15.05.2009 | 14:49 Uhr
Nationalstürmer Lukas Podolski wechselte 2006 zum deutschen Rekordmeister
© Getty
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Lukas Podolski hat sich bei den Bayern pünktlich zum Saisonendspurt noch einmal in Topform geschossen und dabei anschaulich gemacht, wie einfach Psychologie ist. Doch einen Tag vor dem Hoffenheim-Spiel wurde der Nationalspieler krank und muss um einen Einsatz bangen.
 

Uli Hoeneß hätte beinahe feuchte Augen bekommen. "Wenn er immer so gespielt hätte, würde er jetzt wahrscheinlich nicht nach Köln zurückgehen", meinte der Bayern-Manager nach dem 3:0 gegen Bayer Leverkusen leicht wehmütig und versteckte darin natürlich ein dickes Lob an Lukas Podolski.

Jupp Heynckes sagte, dass die Dinge mit Podolski sicherlich anders gelaufen wären, "wenn ich etwas früher zum FC Bayern gekommen wäre".

Podolskis Einsatz in Hoffenheim fraglich

Der Nationalstürmer ist am Ende seiner Zeit beim FC Bayern plötzlich wieder en vogue. Aber ausgerechnet jetzt, da er in Topform ist, muss Podolski um den Einsatz beim Spiel der Münchner in Hoffenheim am Samstag bangen.

Wegen Hals- und Ohrenschmerzen konnte er am Freitag nicht trainieren. "Wir hoffen, dass er noch rechtzeitig fit wird", sagte Bayerns Co-Trainer Hermann Gerland zu SPOX. Sollte Podolski ausfallen, dürfte Miroslav Klose neben Luca Toni stürmen.

Aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Podolskis Krankheit kommt zum ungünstigsten Zeitpunkt. Der Ex- und Bald-Kölner hat sich in den letzten drei Spielen zum entscheidenden Faktor entwickelt. Das haben dem Nationalstürmer nur die wenigsten zugetraut.

Vielleicht hat Heynckes den FC Bayern in den letzten drei Jahren von einem anderen Planeten aus verfolgt. Vielleicht hatte er mit einem Miroslav Klose im Krankenstand schlichtweg keine andere Wahl.

Jedenfalls redete der Feuerwehrmann Podolski zu Beginn seiner fünfwöchigen Amtszeit vehement ins Gewissen, sprach ihm sein uneingeschränktes Vertrauen aus und weckte den Märchenprinzen damit kurz vor knapp noch mal aus dem Dornröschenschlaf.

"Mit voller Unterstützung ist er ein anderer Typ"

"Ich habe Lukas gesagt, dass er gegen Gladbach, in Cottbus und auch gegen Leverkusen spielt. Dann hat der Spieler auch mehr Vertrauen und Sicherheit", gab Heynckes Einblick in seine psychologische Trickkiste.

Die Rechnung ging auf: Acht Tore erzielten die Bayern in eben diesen drei Partien, an sechs war Podolski (2 Tore, 4 Vorlagen) beteiligt. Heynckes übertrug Podolski zuletzt nicht nur die Verantwortung bei Freistößen und Eckbällen, sondern redete auch dessen linken Fuß stark: "Wenn ich so einen gehabt hätte, hätte ich statt 220 Bundesligatoren 500 gemacht."

Podolski bedankte sich gewohnt sachlich: "Er hat mir Vertrauen gegeben und das wollte ich ihm zurückgeben."

"Dass er ein guter Fußballer ist, ist ja kein Geheimnis", meinte Busenfreund Bastian Schweinsteiger nach dem Podolski der Bayer-Elf mit einem Tor und zwei Vorlagen im Alleingang den Garaus gemacht hatte.

"Aber wenn er die volle Unterstützung des Trainers hat, ist er gleich ein ganz anderer Typ. Dann sieht man auch seine ganze Klasse."

Und auch wenn Klose gegen Cottbus und Leverkusen wieder auf der Bank saß, meinte Heynckes vor dem Gastspiel in Hoffenheim triumphierend: "Soll ich Podolski nach so einem Spiel etwa rausnehmen?"

Klose fehlt noch die Sicherheit

Nun haben die Bayern noch 180 Saisonminuten Zeit, den Schönheitsfleck von zwei Toren Rückstand auf die renitenten Wolfsburger zu eliminieren. Und für Podolski hat das Drehbuch im letzten Akt bei den Bayern noch mal eine Hauptrolle vorgesehen.

Klose ist nämlich noch nicht so weit, neben Luca Toni von Anfang an zu stürmen. "Ich musste dem Trainer offen und ehrlich sagen, dass mir noch die Sicherheit beim Sprinten und beim Torschuss fehlt", sagte Klose am Donnerstag gegenüber SPOX. Sollte Podolski passen müssen, wird es wohl oder übel auf Klose ankommen.

Ganz uneitel sieht Klose ein, dass Heynckes derzeit unter normalen Umständen auch keinen Grund habe, etwas zu ändern: "Die Mannschaft funktioniert und wenn ich in den letzten Minuten meinen Teil dazu beitragen kann, dann werde ich mich natürlich bemühen."

Klose als Joker der X-Faktor?

Heißt im Klartext: Podolski und Toni spielen, Klose lauert als Joker auf seine Chance. Ein Umstand, der in den letzten beiden Spielen noch zum Faustpfand der Bayern werden könnte. Hätte die Abteilung Attacke gegen Cottbus und Leverkusen nämlich noch ein bisschen besser gezielt, wäre der Rückstand auf Wolfsburg schon aufgebraucht.

"Es wäre fatal, wenn wir diese Meisterschaft wegen des Torverhältnisses nicht gewinnen würden", sagte Hoeneß dieser Tage und Heynckes forderte unmissverständlich: "Wir müssen kurzfristig unseren Killerinstinkt wieder finden!"

Im Vergleich mit dem VfL-Sturmduo Grafite/Edin Dzeko sehen die drei Bayern-Angreifer nämlich bislang alles andere als gut aus. Die Jungs in Grün bringen es nämlich bis dato zu zweit auf 46 Tore, während Toni, Klose und Podolski zu dritt mit 29 Treffern gerade mal das eigene Mittelfeld (27 Tore) im Zaum halten.

Der Abschluss ist das große Problem der Bayern und Hoffenheim und Stuttgart sind nicht gerade Gegner, gegen die man Chancen in Hülle und Fülle präsentiert bekommen wird.

"Jetzt fängt er auch noch an zu laufen"

Glaubt man Heynckes, tut Podolski aber noch mal alles dafür, sein letztes Jahr beim FC Bayern mit der Meisterschaft zu krönen. Gab Toni zuletzt vor dem Tor ein ums andere Mal eine unglückliche Figur ab, sah man es Podolski fast nach, ein paar Chancen liegengelassen zu haben, weil er sich ansonsten auf dem Platz engagiert, wie selten zuvor.

"Das Positive ist, dass er sehr mannschaftsdienlich spielt und nach hinten arbeitet, er hat viele Lücken geschlossen. Fußball spielen kann Lukas sowieso, jetzt fängt er auch noch an zu laufen", meinte Heynckes leicht ironisch.

In der Tat war sich Podolski in den letzten drei Spielen auch nicht zu schade, Bälle als perfektes Klose-Imitat nach beherzten 30-Meter-Sprints am eigenen Sechzehner abzugreifen und über das halbe Spielfeld wieder nach vorne zu tragen, während Toni vorne als Anspielstation wartete.

"Es freut mich für ihn, dass er zum Ende seiner Zeit bei uns noch mal so aufblüht", meinte Schweinsteiger deshalb anerkennend und fügte hinzu: "Mit seinen Fähigkeiten kann er im Titelendspurt ein ganz wichtiger Spieler für uns werden."

Lukas Podolski im Steckbrief

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