"Ich wollte nicht mit aller Macht einen Job"

Von Interview: Stefan Maurer
Montag, 11.05.2009 | 14:39 Uhr
Das lachende Gesicht Hannovers will Jörg Schmadtke nächste Saison öfter sehen.
© Getty
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Jörg Schmadtke, der ehemalige Bundesligatorhüter und Manager von Alemannia Aachen ist neuer Sportdirektor bei Hannover 96. Der 45-jährige spricht bei SPOX über seinen neuen Verein, die Verhandlungen mit 96-Präsident Martin Kind, seine Verbindung zu Dieter Hecking und das außergewöhnliche Datum seines Vertragsendes.

Spox: Herr Schmadtke, bei ihrem neuen Vertrag mit Hannover 96 springt einem sofort das Vertragsende ins Auge - 29. Februar 2012. Wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Datum?

Jörg Schmadtke: Das entstand aus der Erfahrung, dass Verträge, die bis zum 30. Juni eines Jahres laufen die Arbeit für einen Manager oder Sportdirektor im letzten Halbjahr oft erschweren, wenn die Trennung öffentlich bekannt ist. Mit dem Vertragsende im Februar kann man gemeinsam das Wintergeschäft abwickeln, sich auf eine geordnete, saubere Übergabe konzentrieren und eventuell einen Nachfolger einarbeiten.

Spox: Nun haben sie erst einmal unterschrieben: Wie kam es zum Vertragsabschluss?

Schmadtke: Wir haben zuletzt intensive, sehr positive und zielgerichtete Gespräche geführt, um zu sehen, ob wir eine gemeinsame Arbeitsgrundlage finden. Das hat zusammen mit meinem guten Bauchgefühl und der Tatsache, dass ich den ein oder anderen im Klub ganz gut kenne dazu geführt, dass wir zueinander gefunden haben. Darüber hinaus ist 96 eine interessante Adresse mit einem Top-Stadion in einer interessanten Stadt.

Spox: Ihre Verbindung zu Dieter Hecking hat bei der Entscheidung also eine Rolle gespielt?

Schmadtke: Nicht die übergeordnete, aber es hilft natürlich schon, wenn man weiß mit wem man es auf dem Trainerposten zu tun hat. Wir haben in Aachen gut und erfolgreich zusammengearbeitet und er ist für mich einigermaßen einschätzbar in dem was er sagt und tut.

Spox: Die Gespräche haben sie aber vor allem mit Hannover-Präsident Martin Kind geführt, der schon einige Sportdirektoren verschlissen hat: Wie war der Start ihrer Zusammenarbeit?

Schmadtke: Die Gespräche waren sehr gut und angenehm, ansonsten wären sie auch nicht zu einem positiven Abschluss gekommen. Ich wollte nicht mit aller Macht einen Job haben, sondern ich wollte zu einem Klub, bei dem ich ein gutes Gefühl habe, mich einbringen kann, bei dem ich Ernst genommen werde und bei dem die Dinge, die ich vorbringe auch gehört werden. Dieses Gefühl wurde mir vermittelt. Ich glaube wir werden gemeinschaftlich an Hannover 96 arbeiten und den Verein voran bringen.

Spox: Wie kam der Kontakt mit Hannover überhaupt zustande?

Schmadtke: Den ersten Kontakt gab es vor 2 ½ Jahren als Dieter Hecking von Aachen zu 96 ging - ich habe mit Herrn Kind über die Ablöse verhandelt. Schon damals gab es intensivere Gespräche über meine Person und ein Engagement in Hannover, aber das war zum damaligen Zeitpunkt nicht umsetzbar. Vor kurzem ist der Verein dann an mich herangetreten und die darauf folgenden Gespräche haben dazu geführt, dass ich nun Sportdirektor bin.

Spox: Sie sprachen davon die Mannschaft voran zu bringen: Was muss dafür getan werden und wie verschaffen sie sich einen ersten Überblick über die Situation?

Schmadtke: Ich werde das ein oder andere Gespräch führen und versuchen die Leute, die hier arbeiten kennen zu lernen. Es gilt die Besonderheiten, Stärken und Schwächen von 96 herauszufiltern, die Struktur zu verstehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Die notwendige Zeit zur Analyse werden wir uns bewusst nehmen.

Spox: Haben sie schon Verbesserungspotentiale entdeckt, die genutzt werden können?

Schmadtke: Nein, in der Kürze der Zeit war es nur möglich einen groben Eindruck zu erhalten.

Spox: Das Budget in Hannover ist eher klein -  macht das die Arbeit schwieriger oder interessanter?

Schmadtke: Es ist nicht gesagt, dass die Arbeit mit viel Geld unbedingt einfacher ist. Aus Aachener Zeiten bin ich das Arbeiten mit kleinem Budget gewohnt. Man muss natürlich aber auch sagen, dass Sparen bei der Alemannia und bei 96 zwei unterschiedliche Paar Schuhe sind. Die Situation hier ist generell besser. Letztendlich ist es immer interessant einer Mannschaft ein Gesicht zu geben und mit ihr zu arbeiten.

Spox: Trotz des relativ kleinen Budgets wurde in Hannover vor der letzten Saison und im Winter viel investiert - geht das so weiter?

Schmadtke: Die Mannschaft hat in diesem Jahr auswärts und zuhause zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt. Da ich Optimist bin glaube ich, dass noch viel Potential in der Mannschaft steckt. Also werden wir versuchen mit den vorhandenen Spielern die optimale Mannschaft zu formen. Mir wurde mitgeteilt, dass wir nicht in der Lage sind große Investitionen zu tätigen und große Ablösesummen zu zahlen.

Spox: Zur optimalen Mannschaft gehört sicherlich auch Robert Enke -  wie wichtig ist sein Verbleib?

Schmadtke: Es ist natürlich schön, wenn man den besten deutschen Torhüter unter Vertrag hat, besonders auf dieser für das Mannschaftsgefüge so wichtigen Position. Deshalb sollten sich alle in Hannover in dieser Situation glücklich schätzen.

Spox: Sie sind derzeit in Aachen nur beurlaubt: Steht jetzt eine vorzeitige Trennung bevor?

Schmadtke: Da gibt es momentan keine Neuigkeiten. Wir sollten da ein wenig Ruhe reinbringen und dann sehen wie und ob sich die Alemannia und ich verständigen können.

Spox: Haben sie aus dem unschönen Ende in Aachen Schlüsse für die Zukunft gezogen?

Schmadtke: Ja natürlich zieht man Schlüsse aus den Dingen die mit einem oder um einen herum geschehen, aber die sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.

Hannover 96 im Überlick

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