Reiseverbot für Hooligans möglich

SID
Sonntag, 08.03.2009 | 16:31 Uhr
Auch nach dem Spiel zwischen St. Pauli und Rostock kam es zu Krawallen
© Getty
Advertisement
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Hiroshima -
Urawa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
FC Groningen -
Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar

Nach den schweren Krawallen beim Punktspiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock (3:2) am Freitagabend hat DFB-Präsident Theo Zwanziger ein Reise-Verbot für Hooligans in Erwägung gezogen. Dies wird bei problematischen Spielen der deutschen Nationalmannschaft bereits erfolgreich praktiziert.

"Wenn es hilft, muss man es tun. Man muss über alle Modelle nachdenken, die friedliche Fans von Gewalttätern trennen", sagte der DFB-Boss der "Bild am Sonntag".

In Italien ist dies an Spieltagen Alltag. In den Niederlanden dürfen gar fünf Jahre lang keine Gäste-Anhänger zu den Duellen der Erzrivalen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam reisen.

Chef der Polizei-Gewerkschaft übt Kritik

Kritik an der Gewalt-Serie bei Fußball-Spielen übte Konrad Freiberg, Chef der Polizei-Gerwerkschaft GdP. "Diese Krawalle haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Von 127 Länder-Großeinsätzen im vergangenen Jahr entfielen allein 40 Prozent auf den Fußball. Das ist zu viel. Wir haben mittlerweile Engpässe bei den Polizeikräften. Ein Reiseverbort für Randale-Fans kann da sehr sinnvoll sein", sagte Freiberg.

DFB, Polizei-Gewerkschaft und Fan-Vereinigungen wollen sich mit dem Thema auf einem Gipfel am 14. und 15. Mai in Berlin beschäftigen. Zuvor hatte die Deutsche Fußball Liga Kritik durch die Polizei an der Spielansetzung an einem Freitagabend zurückgewiesen.

"Wir stimmen die Ansetzungen mit der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze ZIS ab und haben auch hier den Vorgaben entsprochen", sagte der für den Spielbetrieb zuständige DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus.

Ein Polizeisprecher in Hamburg hatte mehr Fingerspitzengefühl bei der Ansetzung von Problemspielen gefordert. Es könne nicht sein, dass 1000 Beamte und Wasserwerfer zum Einsatz kommen, um Fans zweier rivalisierender Fußball-Klubs im Schach zu halten, hieß es.

DFB-Sicherheitsbeauftragter weist Kritik zurück

Das Spiel in Hamburg wurde als Partie mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft. Sicherheitsbeauftragter Helmut Spahn vom Deutschen Fußball-Bund wies die Kritik ebenfalls zurück. Die Zusammenarbeit der Vereine untereinander und mit der Polizei sei auf perfektem Niveau verlaufen.

Verärgert reagierte Spahn auf Ausaagen von Freiberg, wonach es nur eine Frage der Zeit sei, wann es die ersten Toten gebe. "Ich möchte nicht von geistiger Brandstiftung reden, aber es ist nicht weit davon entfernt. Diese Aussagen sind völlig unseriös."

Die Bilanz nach den schweren Krawallen war erschreckend. Die Polizei war mit 1367 Beamten im Einsatz - eine Rekordzahl für ein Zweitliga-Duell. Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen, zehn kamen in Gewahrsam. Fünf Polizisten und zwei Randalierer wurden verletzt. Ein Beamter musste mit einer durchtrennten Arterie im Knie ins Krankenhaus gebracht werden. Er konnte die Klinik am Samstagmorgen wieder verlassen.

Kontrollausschuss hat Ermittlungen aufgenommen

Der Kontrollausschuss des DFB hat indes Ermittlungen aufgenommen. Rostock kündigte bundesweite Stadionverbote gegen identifizierte Randalierer an. Erste Rowdys wurden ermittelt.

"Wir werden gegen diese Personen ein dreijähriges bundesweites Stadionverbot verhängen und zivilrechtliche Schritte einleiten, sollten wir aufgrund der Vorkommnisse durch den DFB mit einer Geldstrafe belegt werden", sagte Hansas Veranstaltungsleiter Rainer Friedrich.

Rostock muss mit einer saftigen Geldstrafe und vielleicht sogar mit einer Platzsperre rechnen, da der Klub als Wiederholungstäter gilt. In der Halbzeitpause des Spiels wurden im Rostocker Zuschauerblock Rauchbomben gezündet. Der Wiederanpfiff verzögerte sich um einige Minuten.

Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich beim Ost-Derby in Cottbus. Schiedsrichter Helmut Fleischer (Sigmertshausen) musste die Partie in der 1. Halbzeit nach dem Ausgleichstor durch Andrej Woronin für drei Minuten unterbrechen, da einige der rund 3000 Hertha-Fans in ihrem Block Feuerwerkskörper und Rauchbomben entzündeten.

Wird Hansa bestraft? Jetzt auch unterwegs top-informiert sein!

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung