Rummenigge kontert: "Für kein Geld der Welt"

SID
Dienstag, 03.03.2009 | 15:54 Uhr
Die Wechselgerüchte um Franck Ribery sorgen beim FC Bayern für Unruhe
© Getty
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update Die anhaltenden Gerüchte um Mittelfeldstar Franck Ribery sorgen beim deutschen Meister Bayern München vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen für einige Unruhe.

"Es ist immer das Problem, wenn ein Spieler weg will und dem Verein die Pistole auf die Brust drückt, dann hat der wenig Chancen. Bei Ribery kann man schon den Eindruck gewinnen, dass es sich um gezielte Äußerungen handelt. Die Bayern sind schon seit langem abhängig von ihm", sagte Präsident Franz Beckenbauer vor der Partie am Mittwoch (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und im Internet TV) der "Bild"-Zeitung.

"Wir wollen mit ihm verlängern"

"Ich bin tausendprozentig sicher, dass er bei uns bleibt. Er hat Vertrag bei uns, den wir sogar verlängern wollen", äußerte Trainer Jürgen Klinsmann auf der Pressekonferenz am Dienstag. Es spiele auch keine Rolle, "wer was sagt und wer welche Gerüchte in die Welt setzt".

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Auch Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge bekräftigte zum wiederholten Male, dass Ribery unverkäuflich ist. "Franck Ribery hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011. Und wir sind nicht gewillt, ihn vorher freizugeben. Für kein Geld der Welt", sagte Rummenigge: "Ich glaube hier spielen einige Leute ihre eigenen Spielchen."

Ribery meint er damit offensichtlich nicht:" Franck verhält sich bei diesen ganzen Gerüchten absolut korrekt und einwandfrei. Ihm gefällt doch selbst nicht, dass ihn in- und ausländische Medien immer wieder für diese Schlagzeilen missbrauchen."

Rummenigge: Laporta weiß von nichts

Riberys Berater Alain Migliaccio Wirbel hatte jedoch Wirbel verursacht, weil er in den vergangenen Tagen insbesondere den FC Barcelona als möglichen neuen Klub seines Klienten ins Gespräch gebracht hatte.

"Mein Freund Joan Laporta, Präsident des FC Barcelona, hat mich nach all diesen Geschichten sofort kontaktiert und mir und dem FC Bayern versichert, dass an diesen Storys nichts, aber auch gar nichts dran ist. Weder der Spieler, noch sein Berater oder irgendwer anderes ist von Barcelona kontaktiert worden", erklärte Rummenigge indes.

Auch Manchester United hatte Migliaccio genannt. In Spanien war daraufhin bereits spekuliert worden, dass Ribery für 30 Millionen Euro zu Barca wechselt und die Katalanen im Gegenzug auch noch Alexander Hleb zum FC Bayern abgeben.

Ribery beschwert sich bei Klinsmann

Mit der sportlichen Situation beim FC Bayern scheint Ribery derzeit aber nicht zufrieden zu sein. Nach dem mageren 0:0 am Sonntag bei Werder Bremen soll sich der französische Nationalspieler bei Klinsmann über seine Kollegen beschwert haben.

"Ich habe beim Trainer beklagt, dass ich kaum Unterstützung bekomme, wenn ich über links für Druck sorgen will. Der Trainer hat mir Recht gegeben", wird der 25-Jährige in der "Bild" zitiert. Dazu Klinsmann: "Es gibt Momente, da ist es normal, dass ein bisschen Frust da ist. Aber die sind gleich wieder vergessen."

Derweil hat Manager Uli Hoeneß einmal mehr dem Coach den Rücken gestärkt.

Hoeneß: "Sind wir denn im Abstiegskampf?"

"Ich finde es völlig unberechtigt, was da zurzeit läuft. Wir können immer noch alle Ziele erreichen, im Gegenteil: In der Champions League sind wir weit über unserem Soll. Trotzdem muss sich der Trainer permanent in Frage stellen lassen. Ich finde das Wahnsinn", sagte Hoeneß der Münchner "tz".

Es gebe immer noch "gewisse Animositäten und Vorurteile, aber die Fakten sprechen eine andere Sprache. Ich weiß nicht, was Jürgen leisten muss, damit das aufhört. Ich stelle mir die Frage: Sind wir denn im Abstiegskampf?"

Aber selbst Beckenbauer hat vor der Pokal-Partie gegen Leverkusen in Düsseldorf den Druck auf Klinsmann noch einmal erhöht: "Jürgen hat nach dem Bremen-Spiel gesagt, wir seien auf einem guten Weg. Jetzt wird es aber auch Zeit, diesen Weg nun langsam zu finden."

Das DFB-Pokal-Viertelfinale im Überblick:

Mainz - Schalke (Di., 20.30 Uhr)
Wolfsburg - Bremen (Mi., 19 Uhr)
Hamburg - Wehen Wiesbaden (Mi., 19 Uhr)
Leverkusen - Bayern München (Mi., 20.30 Uhr)

Franck Ribery im Steckbrief

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