Prasnikar: "Es wird eine Aufgabe für den Kopf"

Von Torsten Adams
Sonntag, 15.03.2009 | 12:29 Uhr
Hamburgs Petric (l.) und Cottbus' Kukielka machen es vor: "Es wird eine Aufgabe für den Kopf"
© Getty
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Als schwächstes Team der Rückrunde will Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart mit dem neuen Klubchef Klaus Allofs den ersten Rückrundensieg einfahren. Für den Hamburger SV und Energie Cottbus geht es darum, nach zuletzt zwei Niederlagen den Abwärtstrend zu stoppen (16.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere).

Werder Bremen - VfB Stuttgart

Vor dem Spiel: Als schwächstes Team der Rückrunde hat Bremen 2009 noch kein Bundesligaspiel gewonnen. Die Schwaben haben hingegen einen Lauf: Von den sechs Ligaspielen der Rückrunde verloren sie keines und mussten erst zwei Mal die Punkte teilen.

Schlechte Vorzeichen für die Hanseaten, die nach dem Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Jürgen L. Born erstmals mit dem neuen Klubchef Klaus Allofs antreten. Dennoch ist Coach Thomas Schaaf zuversichtlich, gegen den VfB den ersten Rückrundensieg einzufahren: "Wir stehen in der Liga nicht so gut da, aber wir schenken auf keinen Fall ab. Es geht darum, nicht nur in den Pokalwettbewerben die Spannung hochzuhalten."

Die Personallage: Bei Werder drückt der Schuh vor allem in der Abwehrzentrale. Ausgerechnet Naldo, einziger Torschütze im UEFA-Cup gegen St. Etienne, muss wegen seiner Rot-Sperre in der Innenverteidigung durch Frank Baumann ersetzt werden. Zudem fällt Per Mertesacker weiterhin wegen einer Erkältung aus. Damit muss Schaaf seine komplette Stamm-Innenverteidigung ersetzen. Ebenfalls fehlt Daniel Jensen, der sich beim 1:0-Sieg gegen die Franzosen einen Nasenbeinbruch zuzog. Immerhin: Mesut Özil kehrt nach einer Kapselverletzung ins Team zurück.

Auch die Schwaben müssen in der Hintermannschaft improvisieren, denn Serdar Tasci (Gelb-Sperre), Georg Niedermeier (Bänderriss im Sprunggelenk) und Matthieu Delpierre (Bänderanriss im Knöchel) stehen nicht zur Verfügung. Artur Boka ist nach einem Innenbandriss wieder im Kader, Ludovic Magnin will trotz Nasenbeinbruchs spielen.

Sorgen macht sich Teamchef Markus Babbel deshalb aber nicht: "Jeder weiß, was er zu tun hat. Es wird wichtig sein, den Gegner möglichst weit weg vom eigenen Tor zu halten."

Diego oder Gomez? Jetzt das Duell der Spitzenspieler coachen

Das Duell des Spiels: Gomez gegen die Bremer B-Verteidigung. Mertesacker krank. Naldo gesperrt. Und ausgerechnet dann kommt Stuttgarts Tormaschine als Gast ins Weserstadion, der alleine sieben seiner insgesamt 14 Ligatreffer in den letzten sechs Partien erzielte.

Die Zahl des Spiels: 5. So viele Tore fielen in vier der letzten fünf Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Bundesliga. Vier Mal hieß der Sieger VfB Stuttgart.

Das Zitat des Spiels: "Das was jetzt ansteht, wollen wir bestens bewältigen. Wir wollen gute Leistungen gepaart mit guten Ergebnissen liefern. Und die Leistung kann man am besten abrufen, wenn man immer im Rhythmus bleibt." (Werder-Coach Schaaf auf die Frage, ob die Doppelbelastung der englischen Wochen ihren Tribut einfordern könnte.)

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen

Hamburger SV - Energie Cottbus

Vor dem Spiel: Erstmals unter Trainer Martin Jol kassierten die Hanseaten in der Liga zuletzt zwei Niederlagen hintereinander. Auch Cottbus muss nach zuletzt zwei Pleiten im Abstiegskampf wieder Boden gutmachen. Trainer Bojan Prasnikar weiß auch schon wie, hat er den HSV doch im UEFA-Cup-Spiel gegen Galatasaray Istanbul beobachtet. "Hamburg hat eine sehr gute Qualität. Ich habe allerdings auch gesehen, dass sie in der Defensive ein paar Probleme haben. Das wollen wir für uns nutzen."

In der Tat: Die Defensive ist Hamburgs Achillesferse. Bereits 35 Mal klingelte es im HSV-Gehäuse. Im Vorjahr hatte der Bundesliga-Dino nach 23 Spieltagen erst 17 Gegentore kassiert. Kein Problem für HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer: "Wir werden optimistisch und zielgerichtet in die Partie gehen. Wenn wir gewinnen, stehen wir in der Liga wieder gut da."

Die Personallage: Bei den Hanseaten wird Michael Gravgaard nach überstandenen Leistenproblemen wohl wieder in die Innenverteidigung rücken, Jerome Boateng kehrt auf die rechte Seite der Viererkette zurück. Paolo Guerrero (Schlag aufs Auge) und Mladen Petric (Schlag gegen den Knöchel) hatten nach dem Galatasaray-Spiel noch mit Blessuren zu kämpfen. Doch Jol ist zuversichtlich: "Das kriegen wir bis Sonntag sicher in den Griff."

Bei den Gästen fällt Ervin Skela aus. Der Spielmacher leidet unter einem grippalen Infekt und klagte über Schüttelfrost. Für Skela rückt Stiven Rivic in den Kader. "Das trifft uns hart. Jetzt müssen andere Spieler zeigen, dass sie uns nach vorne bringen", sagte Manager Steffen Heidrich vor der Abreise nach Hamburg.

Abwehrspieler Savo Pavicevic nahm dagegen nach einer Erkältungspause wieder am Mannschaftstraining teil und steht zur Verfügung. Auch Mittelfeldspieler Stanislaw Angelow hat trotz eines angebrochenen Handknochens trainiert und ist ebenfalls einsatzbereit.

Besser als Martin Jol? Dann führe Hamburg gegen Cottbus zum Sieg

Das Duell des Spiels: Mladen Petric gegen das Gesetz der Serie. Der Ex-Dortmunder ist der Energie-Fluch in Person. Der Kroate hat gegen Cottbus noch nie verloren und legte den Lausitzern in drei Spielen drei Eier ins Netz.

Die Zahl des Spiels: 0. In der Vorsaison blieb der HSV zweimal ohne Torerfolg gegen Energie und holte damit nur einen lumpigen Punkt gegen die Lausitzer.

Das Zitat des Spiels: "Für die Spieler wird es in erster Linie eine Aufgabe für den Kopf. Denn wir wollen hinten gut stehen und dennoch unsere Chance nach vorn suchen. Die Spieler müssen also defensiv und offensiv denken." (Energie-Coach Bojan Prasnikar fordert von seinen Spielern eine gesunde Mischung aus Offensive und Defensive.)

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen

Der 24. Spieltag im Überblick

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