Fussball

Hoeneß: "Brutaler Kampf um Ribery"

Von SPOX
Stolz präsentierte der FCB mit Karl Hopfner (l.) und Uli Hoeneß (r.) im Juni 2007 Franck Ribery.
© Getty

Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hatte Franck Ribery in der Vergangenheit des Öfteren als "unverkäuflich" bezeichnet. Auch Uli Hoeneß will den Franzosen für kein Geld der Welt abgeben. Doch der Manager erwartet ein heftiges Tauziehen um Ribery. Schuld seien dessen Berater.

"Unser Ziel ist es, Franck mit aller Macht zu halten. Aber das wird ein brutaler Kampf. Es werden Anfragen für ihn kommen. Deshalb wird die wichtigste Sache sein, dass wir nicht wackeln und uns klar äußern, dass wir ihn halten. Denn sonst kommt Unruhe rein, dann wittern seine Berater ihre Chance. Berater verdienen generell nur an Transfers, nicht wenn ein Spieler jahrelang bei dem gleichen Verein spielt. Und sie wollen sicher weiter verdienen", sagte Hoeneß der "Bild"-Zeitung.

Riberys Berater Alain Migliaccio hatte zuletzt mit dem FC Barcelona und Real Madrid zwei angebliche Interessenten ins Gespräch gebracht.

Hoeneß will mit Ribery verlängern

Hoeneß betonte jedoch, dass Ribery einen Vertrag bis 2011 bei den Bayern besitzt - ohne jede Klausel. "Er und seine Familie fühlen sich hier sehr wohl. Nur eine Aussichtslosigkeit auf einen internationalen Titel könnte seine Meinung in Richtung Wechsel verändern. Aber diese Aussichtslosigkeit sehe ich nicht."

Allerdings werde der Transfermarkt in den nächsten Monaten ordentlich durcheinander gewirbelt werden, glaubt Hoeneß.

"Die Frage ist beispielsweise: Was passiert bei Real Madrid? Was machen die anderen Klubs mit ihrem Geld? Kauft ein Klub irgendwo einen Star weg, so wird der abgebende Klub sich mit den Millionen neu umschauen. Möglicherweise auch bei Ribery. Das ist ein Domino-Effekt."

Die Bayern müssten im Kampf um Ribery das Ende der Transferfrist im Sommer (31. August) erreichen. "Wenn wir bis dahin unsere Haltung bewahren, können wir danach sogar versuchen, seinen Vertrag über 2011 hinaus zu verlängern", sagte der 57-Jährige.

Sonderlob für Olic

Die Verpflichtung weiterer Stars sei indes nicht geplant. "Unsere Planungen für die neue Saison sind fast abgeschlossen. Mit Anatolij Tymoschtschuk haben wir ja bereits einen absoluten Kracher. Er kann ein Stratege werden wie früher Franz Beckenbauer. Der hat auch keine verrückten Sachen gemacht, aber er war effektiv", so Hoeneß.

Ein weiterer Neuzugang hat es dem Manager besonders angetan.

"Bei Ivica Olic wird erst jetzt klar, wie gut der eigentlich ist, was der für einen Charakter hat. Das wussten wir gar nicht. Den haben wir geholt, weil er gut und günstig war. Aber der zerreißt sich nach wie vor für den HSV und bereitet sich trotzdem schon auf München vor. Ein echter Profi!"

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