"Besser ewiges Talent als gar kein Talent"

Von Interview: Stefan Moser
Samstag, 21.02.2009 | 13:49 Uhr
Albert Streit wurde beim HSV in der Rückrunde bislang zweimal eingewechselt
© Getty
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Exklusiv Auf Schalke konnte sich Albert Streit nicht durchsetzen, nun nimmt der 28-Jährige beim Hamburger SV einen neuen Anlauf. Bis Saisonende ist der Mittelfeldspieler an den HSV ausgeliehen. Eine Zeit, in der er die Hamburger davon überzeugen will, ihn im Sommer fest zu verpflichten, wie Streit im SPOX-Interview verrät. Außerdem spricht er vor dem Auftritt des HSV in Leverkusen (So., 16.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere) über letzte Chancen und sein "Stinkstiefel-Image".

SPOX: Herr Streit, was macht die Wohnungssuchel?

Albert Streit: Momentan wohne ich noch im Hotel. Ich suche aber schon eine eigene Bleibe und warte nur noch auf eine Zusage.

SPOX: Also können Sie sich vorstellen, längerfristig in Hamburg zu bleiben?

Streit: Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das ist aber noch Zukunftsmusik. Zunächst möchte ich natürlich so oft wie möglich zum Einsatz kommen und gute Spiele abliefern.

SPOX: Von Gelsenkirchen nach Hamburg: Das ist doch fast ein Kulturschock, oder?

Streit: Grundsätzlich kann man die beiden Städte nicht miteinander vergleichen, das stimmt. Und Fakt ist auch, dass Hamburg sehr schön ist. Ich war vor kurzem etwa am Hafen und im Alten Elbtunnel.

SPOX: Eines ist gleich in beiden Städten: Mit Martin Jol haben Sie nach Fred Rutten wieder einen niederländischen Trainer. Merkt man die holländische Trainerausbildung?

Streit: Ich muss sagen, dass die beiden schon sehr unterschiedlich sind. Das spiegelt sich dann auch in der täglichen Trainingsarbeit wider. Das ist aber nicht weiter verwunderlich. Jeder Trainer hat eben seinen eigenen Stil.

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SPOX: Wie kam der Wechsel eigentlich noch zustande und auf welcher Position sieht Sie der Trainer?

Streit: Wir haben uns kurz vor Ende der Transferperiode geeinigt. Die Gespräche waren sehr positiv, sonst wäre ich nicht zum HSV gewechselt. Ich denke, dass der Trainer mich im rechten oder linken Mittelfeld sieht.

SPOX: Und was erhoffen Sie sich von dem Wechsel? Eine Art sechsmonatiges Bewerbungsverfahren?

Streit: Von einer Bewerbung oder ähnlichem würde ich nicht sprechen. Mein Ziel ist es, gut zu spielen und dann wird man weitersehen. Derzeit kann ich nicht mehr dazu sagen.

SPOX: Aber Sie werden immerhin bald 29 Jahre alt - ist das nächste halbe Jahr vielleicht so etwas wie "die letzte große Chance"? Oder könnten Sie auch damit leben, die Stiefel irgendwann mal mit dem Stigma "ewiges Talent" an den Nagel zu hängen?

Streit: Soll ich Ihnen sagen, was mir dazu spontan einfällt: Besser ewiges Talent als gar kein Talent (lacht). Aber im Ernst. Ich habe über 100 Bundesligaspiele absolviert und die waren sicher nicht alle schlecht. Und ich kann mich nur noch mal wiederholen. Ich möchte, dass noch viele weitere gute Spiele hinzukommen.

SPOX: Wo liegen Ihrer Meinung nach die Gründe, dass Sie sich noch nicht in der Spitze der Bundesliga etablieren konnten?

Streit: Da gibt es sicher mehrere Gründe. Verletzungen gehören dazu, dann muss es beim Verein einfach passen und zu guter Letzt benötigt man sicher auch ein Quäntchen Glück. Es bringt einen aber auch nicht weiter, wenn man nur in der Vergangenheit nach Gründen sucht. Aktuell zählt für mich der HSV. Hier will ich mein Potential abrufen.

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SPOX: Im Nachhinein betrachtet war das Jahr auf Schalke aber wohl eine "verschenkte Zeit"...

Streit: Sicher ist es nicht so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte. Somit war es sportlich womöglich nicht der richtige Weg. Dennoch kann man auch aus solchen Dingen seine Lehren ziehen.

SPOX: Durch den "Zoff" mit Schalke und wegen Ihres Zitats aus der "Frankfurter Rundschau" ("Ich habe hier den besten Vertrag meines Lebens unterschrieben und bekomme noch dreieinhalb Jahre gutes Geld.") hat auch Ihr Image deutlich gelitten. Macht es Ihnen nichts aus, wenn Sie als "Stinkstiefel" porträtiert werden, der nur Kasse machen will?

Streit: Sicher bin auch ich nicht frei von Fehlern, doch ich kann ohne schlechtes Gewissen jeden Tag in den Spiegel schauen.

SPOX: Und wie beobachten Sie heute die Situation auf Schalke?

Streit: Sie werden sicher Verständnis dafür haben, dass ich mich nicht zu Schalke äußern kann, da ich aktuell gar nicht mehr da bin. Daher ist das auch nicht mein Thema.

SPOX: Und was bleibt als Fazit: Ist der Riss mit Schalke überhaupt noch zu kitten, oder ist eine Rückkehr ausgeschlossen?

Streit: Auch diese Frage kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer beantworten. Man wird sicher zu gegebener Zeit eine Entscheidung treffen. Ich bin ja erst seit ein paar Wochen in Hamburg.

Albert Streit im Steckbrief

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