SPOX-Formcheck, Teil 3

Geheimfavorit aus Hamburg?

Von SPOX
Mittwoch, 28.01.2009 | 13:54 Uhr
Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann kann auf eine nahezu perfekte Vorbereitung zurückblicken
© Getty
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Noch zwei Tage, dann startet die Bundesliga in die Rückrunde. Bei welchem Klub läuft es schon rund und wo noch nicht? Wer hat noch Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt? SPOX nimmt die Vereine von der Tabellenspitze unter die Lupe.

update Noch zwei Tage, dann startet die Bundesliga in die Rückrunde. Die letzten Testspiele werden absolviert, der ein oder andere durfte seine Form schon im DFB-Pokal unter Beweis stellen und vielleicht noch der ein oder andere Transfer getätigt.

Wie sind die Klubs in Form? Wo hakt es noch und wo besteht personell noch Handlungsbedarf?

SPOX nimmt alle 18 Vereine unter die Lupe und gibt Antworten auf die brennendsten Fragen.

Bremen bis Frankfurt: Der Formcheck der Klubs von Platz 7 bis 12

Hannover bis Gladbach: Hier geht es zu den Vereinen von Platz 13 bis 18

1899 Hoffenheim (1., 35 Punkte, 42:23 Tore)

Form: Beim Herbstmeister lief trotz eines riesigen Trainerstabes im Trainingslager in La Manga längst nicht alles nach Plan. Einem Sieg gegen den FC Zürich standen zwei 0:2-Niederlagen gegen die Ligakonkurrenten Bochum und Hamburg gegenüber, dazu gab's die Hiobsbotschaft von Ibisevic. Am Samstag wurde bei der Stadion-Einweihung eine Regionalauswahl 6:2 besiegt - dabei traf Wellington zweimal.

Personal: Torwart Hildebrand (Rangnick: "Ich sehe ihn bei 75 bis 80 Prozent") war der einzige Wintertransfer, einen adäquaten Ersatz für den am Kreuzband verletzten 18-Tore-Mann Ibisevic gibt es noch nicht. "Bisher wurde in den Medien nicht ein Name genannt, mit dem wir uns wirklich beschäftigen", sagt Rangnick. Und: "95 Prozent der angebotenen Spieler kann man vergessen." Am Montag gab 1899 die Verpflichtung von Regionalliga-Stürmer Kai Herdling bekannt, 24 Stunden später lieh die TSG Bremens Stürmer Boubacar Sanogo bis Saisonende aus.

Neben Ibisevic wird auch Obasi (Muskelfaserriss im Oberschenkel) zum Saisonauftakt fehlen, Carlos Eduardo ist zudem nach seiner Rauferei mit Hamburgs Olic für zwei Spiele gesperrt. Kapitän Teber bot sich dagegen mit guten Leistungen für die Startelf an, bei Fünf-Millionen-Stürmer Wellington wird über eine Ausleihe nachgedacht.

Situation: Angespannt. Hoffenheims Verantwortlichen merkte man in der Winterpause die Bürde des Herbstmeisters an, die Leichtigkeit scheint etwas abhanden gekommen zu sein. Rangnick stellt sich schützend vor sein Team, stapelt weiter tief: "Wer angesichts unserer personellen Situation davon spricht, dass wir nach wie vor ein heißer Anwärter auf die Meisterschaft sind, der hat den Sinn für die Realität verloren."

Hinzu kamen kleinere Scharmützel mit Mannheim-Fans bei einem Hallenturnier, zuletzt giftete der Trainer bei der Stadioneinweihung Richtung VIP-Tribüne, weil nach der Halbzeit die Sitze leer blieben. Rangnick: "Wenn das auch beim Rückrundenstart gegen Energie Cottbus so ist, bekomme ich Probleme mit meinem Gemüt."

FC Bayern München (2., 35 Punkte, 39:24 Tore)

Form: Fünf Testspiele, fünf Siege und ein sattes 5:1 auswärts im DFB-Pokal beim VfB Stuttgart - man kann es nicht anders sagen, der Meister ist blendend in Form. Die Angriffsmaschine läuft, taktisch sind die Bayern einen großen Schritt weiter (Stichwort Raumaufteilung und Pressing). Im Sturm hat sich Zugang Donovan bereits prächtig zurechtgefunden. Klinsmann: "Wir sind gut gerüstet."

Personal: Neuzugang Donovan brachte sich mit vier Testspieltoren gleich mal in Schlagdistanz zu Toni und Klose, ansonsten sicherten sich die Bayern ab Sommer die Dienste von Olic und Baumjohann. Sosa könnte noch ausgeliehen werden, Kroos muss wohl oder übel bleiben.

Mit dem wieder genesenen Altintop hat Klinsmann zudem im rechten Mittelfeld eine Option mehr, Sagnol muss die Schuhe wohl nach andauernden Achillessehnenproblemen an den Nagel hängen. Podolski geht im Sommer nach Köln.

Situation: Eine spannende Woche fing schon mal perfekt an! Im Pokal gab's beim VfB eine Machtdemonstration, am Freitag geht es zum HSV. Ein erneuter Sieg wäre ein eindringliches Zeichen in Richtung Konkurrenz setzen. Bis zum 31.01. muss sich auch van Bommel entschieden haben, ob er verlängert. Zudem soll die Hoeneß-Nachfolge geklärt werden. Tymoschtschuk hat Bedenkzeit bis Ende Februar.

Hertha BSC Berlin (3., 33 Punkte, 27:20 Tore)

Form: Ganz ordentliche Testspielergebnisse mit zwei Siegen und zwei Remis, nur beim Wintercup in Düsseldorf enttäuschte die Hertha zuletzt (letzter Platz). Die Vorbereitung lief nicht ganz optimal: Alle drei Torhüter sowie Kacar, Ebert, Friedrich, Chahed, Dardai, von Bergen, Pantelic, Hartmann und Piszczek plagten sich mit Verletzungen rum.

Personal: Kein Abgang, kein Zugang bis dato - links hinten sollte sich allerdings noch was tun. Chipperfield (Basel) wurde auf Anraten der Ärzte nicht geholt, jetzt wird die Zeit eng. Der Ex-Leverkusener Babic ist ein Kandidat.

"Wir müssen bis Ende der Transferperiode hart arbeiten. Es gibt vier bis fünf Alternativen zu Chipperfield", sagt Manager Hoeneß. Chermiti ist wieder im Training, gilt quasi als Neuzugang. Dardai und Kacar fallen für den Rückrundenauftakt aus.

Situation: Der Vertrag mit Friedrich wurde bis 2012 verlängert - ein Zeichen für Kontinuität. Bei Pantelic stehen die Zeichen hingegen auf Trennung, er wird die Schlagzeilen der Rückrunde mitbestimmen. Die Hertha muss beweisen, dass Platz drei in der Hinrunde keine Eintagsfliege war. Stein gibt die Maxime aus: "Viele glauben doch, dass wir in der Rückrunde einbrechen. Denen wollen wir es zeigen."

Hamburger SV (4., 33 Punkte, 26:24 Tore)

Form:  Sehr, sehr ordentlich. Dem 1:1 mit anschließender Niederlage im Elfmeterschießen gegen den AC Mailand folgten im Trainingslager ein 2:0 gegen Hoffenheim und ein 3:0 in Hamburg gegen Rostock. Am Dienstag wurde die unbequeme Hürde 1860 München im Pokal locker gemeistert. In glänzender Form: Dreifach-Torschütze Ivica Olic. Außer den Langzeitverletzten ist nur Alex Silva (Leiste) angeschlagen, ansonsten war Jol mit den Trainingseindrücken sehr zufrieden.

Personal: Für de Jong bekam man 18 Millionen Euro von Manchester City (Noch-Aufsichtsrat Willy Schulz: "Für uns ein Jahrhunderttransfer"), die sollen nun in einen Innenverteidiger, einen defensiven Mittelfeldspieler und einen Stürmer reinvestiert werden. Allerdings will man keine Schnellschüsse, bis Ende der Woche werden bestimmt keine drei "Kracher" präsentiert werden. Am Montag wurde ein Ausleihgeschäft mit Gladbachs Ndjeng bekannt gegeben.

Gewinner der Vorbereitung waren Jansen, Aogo und Benjamin. Ersterer hat sich im linken Mittelfeld erstmal durchgesetzt. Castelen kehrt im Februar in den Kader zurück. Negativ: Neves steht kurz vor einer Rückkehr nach Brasilien, Olic verlässt den HSV im Sommer in Richtung Bayern und ist nach der Eduardo-Episode für den Rückrundenauftakt gesperrt.

Trotzdem wirkt der HSV sehr stabil und als Gratmesser für die Zauber-Bayern genau richtig. Seiner Rolle als Geheimfavorit könnten die Hamburger gleich am Freitag gerecht werden.

Situation: Die Aufsichtsrats-Wahl am Sonntag lief ganz nach dem Geschmack von Boss Hoffmann, keiner der ihm kritisch gegenüberstehenden "Supporters" ergatterte ein Sitz im Kontrollgremium. Ansonsten ging es turbulent zu: Olic' Wechsel und Rauferei bestimmten die Schlagzeilen ebenso wie de Jong. Dessen Abgang war letztlich gut überlegt, nun muss allerdings Kontinuität in den Kader gebracht werden.

Der HSV will endlich angreifen, wie Hoffmann sagt. "Ich bin sehr zufrieden mit unserer Ausgangsposition in allen drei Wettbewerben, aber wir müssen das auch mal veredeln", so der Vorstandsvorsitzende, der fordert, der Mannschaft ein "Titel-Gen" einzuimpfen. Am einfachsten geht das Wohl im DFB-Pokal - oder wie Jol es formuliert: "Der Pokal ist unser kürzester Weg ins internationale Geschäft."

Bayer Leverkusen (5., 32 Punkte, 36:21 Tore)

Form: Bayer ist in beachtlicher Frühform und gab sich in den Testspielen keine Blöße. Vier Partien, vier Siege und 13:2 Tore lautet die Bilanz gegen Galatasaray, Bursaspor, FSV Frankfurt und TuS Koblenz. "Wir haben eine sehr, sehr gute Vorbereitung gespielt. Wie die Mannschaft gearbeitet hat, verdient höchsten Respekt", sagt Trainer Labbadia.

Das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal gewann Bayer ebenfalls souverän. Das 3:1 gegen Cottbus hätte durchaus höher ausfallen können.

Personal: Bayer blieb in der Vorbereitung weitestgehend von Verletzungen verschont. Einziges Problem: Ersatzkeeper Fernandez fällt nach einer Meniskus-OP noch einige Zeit aus, deshalb sucht man noch nach einem "erfahrenen zweiten Mann", sagt Sportdirektor Völler.

An einem Comeback arbeiten derzeit die Langzeitverletzten Sinkiewicz und Schneider. Hinzu kommt mit Zdebel ein weiterer Routinier aus Bochum. Verlierer ist Gekas, der keinen neuen Verein fand und zudem am Knie operiert wurde.

Situation: Die Vorbereitung lief fast schon zu gut. "Es macht richtig Spaß im Moment", sagt Rolfes. Bei Bayer schielt man in der Rückrunde noch ein wenig weiter nach oben. Allerdings hat die Labbadia-Elf dann mit dem Handicap zu kämpfen, dass die verbleibenden Heimspiele in Düsseldorf wegen Umbaus in der BayArena ausgetragen werden müssen. "Wir sind realistisch. Natürlich ist das ein kleiner Nachteil für uns", sagt Völler. "Aber auswärts haben wir in der Hinrunde sogar öfter gewonnen."

Borussia Dortmund (6., 29 Punkte, 27:19 Tore)

Form: Im Trainingslager auf Marbella gab es eine Niederlage (gg. Freiburg) und einen Sieg (Osnabrück), zurück in der Heimat folgte ein Erfolg gegen Gladbach und ein Remis gegen Braunschweig. Auffällig: Die zweitbeste Abwehr der Hinrunde kassierte in den vier Testpartien sechs Gegentreffer und spielte nur gegen Osnabrück zu Null. Im Pokal dann ein bitteres 1:2 gegen kampfstarke Bremer, bei dem man sich das Ausscheiden allerdings selbst zuschreiben muss, da der BVB reihenweise beste Gelegenheiten ausließ.

Personal: Das Trio Kruska, Federico und Klimowicz verließ den BVB auf Grund mangelnder Perspektive. Neu dazu kam lediglich Kevin-Prince Boateng (Tottenham), den Klopp auf allen Mittelfeldpositionen einsetzen kann.

Schlecht: Mit Kuba (Muskelfaserriss), Hummels (Bänderriss) und Kehl (Fußstauchung) verpassten drei Leistungsträger fast die komplette Vorbereitung. Gut: Alex Frei konnte nach langer Zeit mal wieder alle Einheiten mitmachen. Dede peilt sein Comeback für Ende Februar an. Im Sommer kommt Großkreutz aus der zweiten Liga.

Situation: Mit Platz 6 nach der Vorrunde ist man beim BVB zufrieden. "Wir sind auf einem guten Weg", sagte Klopp nach dem letzten Test. Die Vorbereitung lief weitestgehend harmonisch. Allerdings wartet ein strammes Auftaktprogramm auf die Borussia. Nach dem DFB-Pokal gegen Werder heißen die Gegner in der Bundesliga Leverkusen, Bayern, Cottbus, Schalke und Hoffenheim.

Die aktuelle Tabelle der Bundesliga

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