SPOX-Tagebuch von Thomas Gaber

Der Dubai-Depp

SID
Montag, 05.01.2009 | 15:31 Uhr
Die Bayern verbringen zum fünften Mal ihr Trainingslager in Dubai
© Getty
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Am dritten Tag des Trainingslagers in Dubai macht die Sonne SPOX-Reporter Thomas Gaber zu schaffen, was ihm aber eine Schlagzeile in italienischen Medien einbringen könnte. Außerdem im Tagebuch: Warum er keinen Whiskey mag, mit dem Rauchen aufhören könnte und ihm Dietmar Beiersdorfer fast entwischt wäre.

Der Tag begann sensationell. Das kleine Heineken und der eine kleine Smirnoff gestern abend in der Sherlock Holmes-Bar haben keine Spuren hinterlassen. Kein Schädelweh, kein Sodbrennen. Brand löschen war nicht nötig, wäre aber auch nicht gegangen.

Der überaus freundliche Room-Service mit dem niedlichen "Good morning, Sir"-Grinsen hatte vergessen, die Wasservorräte der Mini-Bar nachzufüllen, dafür das Johnnie-Walker-Sortiment um einen Red Label erweitert.

Horst Schlämmer wäre schlagartig von Rücken und Schnappatmung geheilt gewesen bei so viel Fürsorge. Ich aber mache mir herzlich wenig aus Whiskey. Als naiver Teenager wurde ich von sogenannten "Freunden" mit dem Teufelszeug abgefüllt und habe meiner Großtante aus Mexiko, einer wahrhaftigen Grand Dame, zur Begrüßung aufs Designer-Kleid gereiert.

Die tägliche Dosis Nikotin

Bestens gelaunt bestelle ich wie jeden Morgen einen Cappuccino und ein Croissant in der Cafeteria der Hotel-Lobby, bevor es mit zwei Kollegen zum Vormittagstraining der Bayern geht.

Meine Lieblings-Kellnerin ist auch wieder da. Sie verspricht mir, den großen Cappuccino zum Preis des kleineren zu geben, wenn ich auf der Stelle mit dem Rauchen aufhöre. Um so viel Fürsorge richtig einzuordnen zu können, muss ich mir erstmal eine durchziehen.

Meine Lieblings-Kellnerin guckt irritiert, sie mag sich denken: Selber schuld, du Trottel! Ich zahle den normalen Preis, gebe ihr ein Extra-Trinkgeld und verspreche ihr, über ihr Angebot noch einmal nachzudenken. Sie strahlt, ihr Vormittag ist gerettet.

Die Rotschädel aus Deutschland

Im Gegensatz zu meiner Gesichtshaut. Während ich die Bayern beim fiesen Konditionstraining in der prallen Sonne beobachte, macht mich ein Kollege auf die fortschreitende Errötung meines Antlitzes aufmerksam: "Dein Belly schwillt ganz schon an."

Kann man auch diplomatischer ausdrücken, aber wo er Recht hat, hat er Recht. Er mag sich denken: Selber schuld, du Trottel, schmier dich halt ein! Ich fahnde nach einem Schuss Sonnenmilch, der Kollege, der da hinten unterm Schirm schwitzt, hilft mir aus der Patsche.

Glücklicherweise findet die Pressekonferenz des HSV und des AC Milan wenig später im kühl temperierten Emirates-Headquarter am Flughafen statt. Martin Jol, Nigel de Jong, Carlo Ancelotti und Gianluca Zambrotta plaudern über das bevorstehende Testmatch.

Ich schreibe fleißig mit, als ein italienischer Kollege auf mich zukommt. "Are you from German Press?", fragt er. Wie kommt er nur darauf? Wahrscheinlich hat er Uli Hoeneß schon mal im Fernsehen gesehen und schließt jetzt daraus, dass alle Rot-Schädel aus Germania stammen.

In den Fängen der italienischen Presse

Er bittet mich um meine Einschätzung, in welcher Formation der HSV gegen Milan spielen wird. Ich gebe ihm ein paar Key-Words: Rost - Goalkeeper. Reinhardt - Defender. Olic and Petric - Striker. "Rost isä Strikär?" Er ist leicht überfordert und bittet mich, die Namen in der richtigen Formation auf seinen hübschen Milan-DIN-A-4-Block zu malen.

Seine Kollegen bekommen unser kleines Tete-a-Tete mit, wittern ihre Chance und im Nu befinde ich mich im Belagerungszustand. Die Gazzetta, der Corriere, Tuttosport - alle sind sie da. Ich sehe schon die Schlagzeile: "Gaber: Rost spielt im Sturm".

Im Hintergrund sehe ich Dietmar Beiersdorfer vorbeihuschen, den wollte ich doch zum Tauschgeschäft Olic/Podolski befragen. Währenddessen kritzelt der Corriere-Kollege Phantasie-Namen im 1-7-2-System in seinen Notizblock. "Isä Olicä, isä Reinhants?" Welch hoffnungsloses Unterfangen!

Ich denke mir: Wenn dir jetzt der Beiersdorfer entwischt, bist du selber Schuld, du Trottel! Ich verweise die liebenswerten Kollegen an einen HSV-Experten und laufe Beiersdorfer hinterher. Er bleibt stehen und redet kurz mit mir. Mein Vormittag ist gerettet.

FC Bayern: Der Winterfahrplan des Rekordmeisters

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