Hoffenheim kann auch anders gewinnen

Abkehr vom Spektakel

Von Thomas Gaber
Samstag, 31.01.2009 | 20:22 Uhr
Nahe am tätlichen Angriff: Teber sah für sein Foul an Rajnoch nur die Gelbe Karte
© Getty
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Dank eines hart erkämpften 2:0-Sieges gegen Energie Cottbus zum Rückrundenauftakt bleibt die TSG 1899 Hoffenheim an der Spitze der Bundesliga-Tabelle. Der System-Wechsel von Trainer Ralf Rangnick ging auf - dennoch blieb der Herbstmeister einiges schuldig. Zwei prominente Neuzugänge feierten höchst unterschiedliche Premieren. 

Jan Rajnoch hatte wenig Spaß. Die Cottbusser Leihgabe aus Tschechien konnte beim Spiel der Lausitzer in Hoffenheims neuer Heimstätte in Sinsheim keine Akzente setzen und wurde gegen Ende der Partie auch noch von Selim Teber eifrig aus den Schuhen gehauen.

Fehlende Leichtigkeit

Teber streckte Rajnoch mit einer fiesen Grätsche mitten im Nirgendwo des Platzes nieder. Schiedsrichter Maneul Gräfe drückte beide Augen zu und zeigte Teber "nur" die Gelbe Karte.

Ganz so hässlich wie Tebers Angriff gegen Rajnoch war das Spiel der Hoffenheimer zwar nicht anzusehen, aber der Herbstmeister war im ersten Pflichtspiel des Jahres 2009 kaum wieder zu erkennen.

Kein Hochgeschwindigkeitsfußball wie in der Hinrunde. Keine Leichtigkeit. Was in der ersten Saisonhälfte so einfach aussah, war gegen Cottbus über weite Strecken schwerfällig. "Es wurde deutlich, dass wir noch ein wenig brauchen", sagte Marvin Compper.

Nationalmannschaftskollege Tobias Weis gab zu, dass der Sieg "wenig glanzvoll" herausgespielt wurde.

Rangnick erleichtert

Den Stab über Hoffenheim für die unansehnliche Spielweise zu brechen, ist aber der falsche Ansatz. Der Aufsteiger ist nach wie vor Tabellenführer, liegt jetzt auch punktemäßig vor der Konkurrenz und ist dem Ziel, sich für einen internationalen Wettbewerb zu qualifizieren, einen weiteren Schritt näher gekommen.

Die Voraussetzungen für eine weitere Gala waren auch nicht gegeben. Durch die Abwesenheit der verletzten Vedad Ibisevic, Chinedu Obasi und dem gesperrten Carlos Eduardo wurden Hoffenheim die wichtigsten Körperteile rausgerissen.

"Es ist naiv zu glauben, dass wir ohne die drei so zaubern wie in der Hinrunde", hatte Rangnick schon vor der Partie gewarnt.

Sichtlich erleichtert reagierte Rangnick auf den Sieg: "Es war extrem wichtig, wieder gut aus den Startlöchern gekommen zu sein." Die beiden Tore durch Demba Ba (28.) und Neuzugang Boubacar Sanogo (63.) bejubelte Rangnick, als hätte seine Mannschaft am 33. Spieltag die Bayern geschlagen und sich so den Meistertitel gesichert.

Guter Einstand von Sanogo

Rangnick war aber noch aus einem anderen Grund gelöst. Sein Plan mit der Systemumstellung von 4-3-3 auf 4-4-2 ging auf. Ba und Sanogo (Rangnick: "Ein phantastischer Einstand") verstanden sich auf Anhieb gut, obwohl Sanogo erst drei Trainingseinheiten mit seinen neuen Kollegen absolviert hatte.

Bereits in der Winterpause hat Rangnick auf die Umstände der Ibisevic-Verletzung reagiert und eine Kursänderung weg vom Spektakel hin zu mehr Sicherheit vorgenommen.

"Es war richtig, dass wir zuletzt so viel eigenen Ballbesitz trainiert haben. Wir haben 42 Tore geschossen. Jetzt werden wir die Schwerpunkte aber mehr Richtung Defensive verlagern, da wir in der Rückrunde mehr Auswärtsspiele haben", so der Coach.

Cottbus kein Maßstab

Gegen Cottbus zeigte Hoffenheim diese neue "Qualität", effektiv statt brillant zu spielen. "Der Zauber-Fußball, den vielleicht manche gegen Cottbus erwartet haben, kommt hoffentlich irgendwann später wieder", sagte Rangnick.

Die biederen Lausitzer waren dennoch kein Maßstab. Der Verlauf der Rückrunde der Hoffenheimer ist schwer vorherzusehen. Der Start in die Rückrunde ist jedenfalls schon mal geglückt. Ob schön oder hässlich spielt letztlich keine Rolle.  

Einziger Wermutstropfen ist die Verletzung von Torhüter Timo Hildebrand. Der Neuzugang musste mit einer Schambeinverletzung nach einer Stunde ausgewechselt werden. "Wir hoffen, dass er nicht zu lange ausfällt", sagte Rangnick. Beim nächsten Spiel in Mönchengladbach wird wohl Daniel Haas im Tor stehen. 

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