Roth ärgert sich über Klopp

SID
Mittwoch, 12.11.2008 | 13:05 Uhr
Ist gar nicht erfreut über die Schiedsrichter-Kritik der vergangenen Tage: Referee-Boss Volker Roth
© Getty
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Ober-Referee Volker Roth ist verärgert über Jürgen Klopp und dessen verbale Schiedsrichterattacke. Laut Roth habe der BVB-Trainer seine Vorbildfunktion mit Füßen getreten.

Jürgen Klopp hat seiner Wut über die Schiedsrichterleistung am vergangenen Wochenende lautstark Luft gemacht. Nun weht dem Trainer von Borussia Dortmund heftige Kritik seitens der Unparteiischen entgegen. Referee-Boss Volker Roth machte aus seinem Unmut keinen Hehl.

"Da muss ich mich über Herrn Klopp doch schwer, sehr schwer wundern. Wie kann ein Trainer brüllend auf den Schiri losgehen? Jürgen Klopp hat seine Vorbildfunktion mit Füßen getreten. Kinder und Amateurmannschaften nehmen sich so etwas zum Beispiel", erklärte Roth, der Vorsitzende des Schiedsrichterausschusses des Deutschen Fußball-Bundes, in der "Sport Bild".

Roth beklagt fehlenden Respekt

Roth beklagte zudem einen grundsätzlich fehlenden Respekt von Profis und Coaches den Unparteiischen gegenüber. "Ohne das ist nichts möglich: kein Zusammenleben zwischen Spielern, Trainern und Schiedsrichtern", monierte der 66-jährige Roth und appellierte "an die Vernunft".

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Klopp war am vergangenen Spieltag nach der Partie des BVB beim Hamburger SV (1:2) verbal mit Referee Jochen Drees (Münster-Sarmsheim) aneinandergeraten. Der frühere Mainzer Coach gelobte inzwischen Besserung, doch die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses wegen des Verdachts eines unsportlichen Verhaltens sind noch nicht abgeschlossen.

Beckenbauer fordert mehr Rote Karten

Franz Beckenbauer hatte im Rahmen der Schiedsrichter-Diskussion bereits für ein konsequenteres Vorgehen der Unparteiischen plädiert. "Wir müssen den Beteiligten mehr Respekt beibringen. Mit Roten Karten!", hatte der Kaiser gefordert.

Für den kommenden Montag (17. November) ist in München bereits ein Runder Tisch geplant. Dort sollen sich die Vereine sowie Vertreter der Unparteiischen und des DFB über die Vorkommnisse der vergangenen Wochen austauschen.

Frings und Pizarro mit verbalen Entgleisungen

Aussagen wie die der Bremer Torsten Frings ("Der Schiri kann nicht einmal bis neun zählen") und Claudio Pizarro ("Der war eine Katastrophe") seien laut Roth "einfach unglaublich. Dafür gibt es die Sportgerichtsbarkeit, die sich um solche Vorfälle kümmert. Da wollen die Spieler mit Schiri-Schelten nur von eigenen, schwachen Leistungen ablenken."

Werder-Torjäger Pizarro wurde inzwischen zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt.

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