"Hätte Bruno gern beim DFB gesehen"

SID
Samstag, 22.11.2008 | 15:56 Uhr
Matthias Sammer, Sportdirektor des DFB, traut Leverkusen in diesem Jahr eine Menge zu.
© Getty
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Bayer Leverkusen spielt bisher eine überzeugende Hinrunde. Auch DFB-Sportdirektor und Premiere-Experte Matthias Sammer ist begeistert von der Arbeit von Trainer Bruno Labbadia.

Premiere hat die wichtigsten Protagonisten der Bundesligaspiele vors Mikrofon bekommen.

Matthias Sammer (Sportdirektor DFB): Die Komplexität des Spiels ist momentan in Leverkusen am Besten vereint. Ich betrachte die Entwicklung sehr wohlwollend. Bayer Leverkusen spielt einen sehr guten Fußball. Es ist nicht nur, dass sie erfolgreich sind, sondern auch die Art und Weise, wie die Mannschaft auftritt, ihre Spielkunst, ihre Kultur, sieht sehr gut aus. Es ist eine klare Handschrift von Bruno Labbadia erkennbar. Er ist ein Trainer, der relativ unaufgeregt öffentlich in Erscheinung tritt, aber intern alles im Griff hat. Er ist einfach ein Siegertyp. Ich hätte Bruno auch gerne beim DFB gesehen.

Ede Becker (Trainer KSC): In der ersten Halbzeit waren wir viel zu ängstlich. Wir waren wie gelähmt. Und wenn man durch individuelle Fehler in Rückstand gerät, steigert das nicht unbedingt das Selbstvertrauen. Wir müssen jetzt schauen, was in der Winterpause für uns machbar ist. Wir müssen die Situation, in der wir stecken, noch mehr annehmen. Wir müssen noch mehr über das kämpferische versuchen, ins Spiel zu kommen.

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund): Von der zehnten Minute bis zur Halbzeit haben wir ein richtig klasse Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit hat der KSC gedrückt und wir hätten den einen oder anderen Konter besser abschließen müssen, dann wäre Ruhe gewesen. Aber auch so ist der Sieg verdient. Der KSC wollte eine ganze Menge - aber dafür muss auch der Gegner mitspielen. Das hat er nicht getan, wir haben uns gewehrt und genauso gekämpft und wir haben unser Ziel erreicht. Am Ende wäre ich mit Platz vier mehr als zufrieden.

Christian Eichner (KSC): Momentan herrscht eine riesengroße Leere und eine riesengroße Ratlosigkeit. Wir lassen vorne die Durchschlagskraft vermissen, um zwingend mal ein Tor zu machen. Und hinten steht nicht die Null. Es ist Woche für Woche das gleiche bei uns. Wir bräuchten mal ein Führungstor, um endlich auch wieder an uns glauben zu können. Die ersten 15 Minuten haben wir gut angefangen, danach haben wir uns wieder hinten rein drücken lassen. In der zweiten Halbzeit können wir uns keine Vorwürfe machen.

Tamas Hajnal (Borussia Dortmund): Am Ende mussten wir noch zittern, aber im Großen und Ganzen geht der Sieg wohl in Ordnung. Die Mannschaft ist gut drauf, ich fühle mich gut - so kann es weitergehen bis zur Winterpause. Aber wir träumen nicht, sondern arbeiten hart weiter. Unser nächstes Ziel heißt VfL Wolfsburg. Und dem KSC drücke ich die Daumen, dass sie da unten wieder rauskommen.

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