Elfmeterschießen für den guten Zweck

Kahn will Abschiedsspiel nur "überleben"

SID
Montag, 01.09.2008 | 14:19 Uhr
Oliver, Kahn, Sepp, Maier
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Serie A
Live
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Ligue 2
Chateauroux -
Nimes
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
Primera División
Real Betis -
Celta Vigo
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Primera División
Levante -
La Coruna
Primera División
Girona -
Malaga
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Premier League
Newcastle -
West Ham
Premier League
Crystal palace -
Swansea
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Primera División
Espanyol -
Leganes
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia
WC Qualification South America
Venezuela -
Colombia
WC Qualification South America
Chile -
Paraguay
WC Qualification South America
Uruguay -
Argentinien
WC Qualification South America
Brasilien -
Ecuador
WC Qualification Europe
Dänemark -
Polen
WC Qualification Europe
Slowakei -
Slowenien
WC Qualification Europe
Tschechien -
Deutschland

Typisch Oliver Kahn! Mit einem Spezialtraining mit seinem langjährigen Coach Sepp Maier hat sich der Torhüter im Ruhestand auf sein "sehr emotionales" Abschiedsspiel mit dem FC Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft eingestimmt.

"Ich werde mit dem Seppi nochmal alles durchexerzieren, auch Freistöße und Elfmeter", scherzte Kahn bei einer launigen Pressekonferenz im neuen Leistungszentrum des Rekordmeisters, durch das ihn zuvor der neue Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann geführt hatte. "Mal sehen, ob mich Jürgen aufstellt", sagte Kahn mit einem Grinsen.

Am 2. September will der "Titan" in der mit 69.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena beim letzten Auftritt in kurzen Hosen vor allem ein "Fest mit den Zuschauern" und alten Weggefährten von Winfried Schäfer bis Rudi Völler zelebrieren.

Ums "Gewinnen", das ihn als Profi zwei Jahrzehnte zu Höchstleistungen antrieb, denkt der 39-Jährige nicht mehr: "Es geht darum, die 75 Minuten, die ich spielen werde, zu überleben."

Kahn verlässt sich auf Erfahrung

Trotz Golf und Joggen, in Form ist der einst weltbeste Torhüter nicht mehr. "Ich bin mir nicht ganz so sicher, wie ich drauf bin. Ich verlasse mich auf meine Erfahrung", flachste er.

Die Entscheidung, dass er nicht noch einmal das Tor der Nationalelf hüten will, was er in 86 Länderspielen tat, solle man nicht überbewerten: "Darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Da ist ein falscher Eindruck entstanden. Das soll man nicht so eng sehen, wer wo spielt."

Es sei für ihn eine "besondere Ehre", dass die Nationalmannschaft zu seinem Abschied aufläuft, der für ihn auch zu einem letzten großen Zahltag wird. "Fast alle, die mich begleitet haben, kommen", sagte Kahn.

Torhüter vermisst den Spaß mit dem Team

Drei Monate nach dem Karriere-Ende vermittelt er nicht den Eindruck, als wenn ihm der Profi-Stress fehlen würde. "Die ersten drei Monate ohne Fußball waren fantastisch." Er hat viel Zeit mit der Familie verbracht, war vor Sardinien und an der Cote d'Azur mit dem Schiff unterwegs, hat Golf gespielt und sich erholt. "Was fehlt, ist die Mannschaft, der Flachs, der Spaß, die Freude", verriet er.

Einen Rücktritt vom Rücktritt werde es definitiv nicht geben, keine Chance. "Es gab einige Angebote, aber das ist nicht im Ansatz eine Überlegung wert", versicherte Kahn - und fügte sicherheitshalber hinzu: "Du magst irgendwann die kurzen Hosen nicht mehr anziehen."

Grüße aus aller Welt

Ein Mal tut er es aber noch. Ein großes Show-Programm wird vor dem Anpfiff geboten, mit Grüßen aus aller Welt. Der FC Bayern wird Kahn zum Ehrenspielführer ernennen.

Bundestrainer Joachim Löw, für den das "Spaßspiel" den Aufgalopp der DFB-Auswahl für den Start in die WM-Qualifikation am kommenden Samstag in Liechtenstein sowie vier Tage später in Finnland bildet, würdigte die langjährige deutsche Nummer 1 vorab: "Oliver kann stolz auf seine Laufbahn zurückblicken. Dass er dreimal zum 'Welttorhüter des Jahres' gewählt wurde, sagt eigentlich alles. Als Persönlichkeit ist er immer seinen Weg gegangen und dadurch auch mal angeeckt. Aber er hat immer seine Linie durchgezogen, um nach oben zu kommen."

Elfmeterschießen um 100.000 Euro

Kahn will seinen "authentischen Weg" nach 86 Länderspielen, 140 Europapokaleinsätzen, 557 Liga-Partien, acht Meistertiteln, sechs Pokalsiegen, dem Gewinn des Weltpokals, der Champions League und des UEFA-Cups auch als millionenschwerer Privatier weitergehen.

Schon am Mittwoch kommender Woche wird er beim Länderspiel Finnland gegen Deutschland sein Debüt als ZDF-Experte geben.

Dazu wird er seine Engagements in Asien und für den Deutschen Kinderschutzbund beim Motivationsprogramm "Ich schaff's" intensivieren. Für Letzteres wird er sich auch Dienstagabend besonders ins Zeug legen: Zehn Schützen treten in der Halbzeitpause gegen ihn aus 16 Metern an.

Wer trifft, kassiert 100.000 Euro. Gewinnt Kahn das Duell mit dem Schützen, fließt das Geld auf das Konto des Kinderschutzbundes.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung