Geplatzter Milliarden-Vertrag

DFL unter Zeitdruck

SID
Mittwoch, 17.09.2008 | 13:24 Uhr
Bundesliga, Fussball, DFL
© DPA
Advertisement
Bundesliga
Di23:00
Die Highlights der Dienstagsspiele
Scottish Premiership
Sa13:00
Rangers - Celtic: Das 409. Old Firm steht an!
Primera División
Live
Valencia -
Malaga
Serie B
Live
Palermo -
Perugia
League Cup
Live
Burnley -
Leeds
Serie A
Live
Bologna -
Inter Mailand
League Cup
Live
Leicester -
Liverpool
League Cup
Live
Reading -
Swansea
Primera División
Barcelona -
Eibar
Copa Sudamericana
Estudiantes -
Nacional
Super Liga
Borac -
Roter Stern
Serie A
Benevento -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Atletico Madrid
Primera División
Leganes -
Girona
League Cup
Arsenal -
Doncaster
League Cup
Chelsea -
Nottingham
Serie A
Atalanta -
Crotone
Serie A
Cagliari -
Sassuolo
Serie A
Genua -
Chievo Verona
Serie A
Hellas Verona -
Sampdoria
Serie A
Juventus -
Florenz
Serie A
Lazio -
Neapel
Serie A
AC Mailand -
SPAL
Serie A
Udinese -
FC Turin
League Cup
Man United -
Burton
Primera División
La Coruna -
Alaves
League Cup
West Bromwich -
Man City
Primera División
Sevilla -
Las Palmas
Primera División
Real Madrid -
Real Betis
Copa Sudamericana
Flamengo -
Chapecoense
Copa Libertadores
Santos -
Barcelona SC
Copa Libertadores
Gremio -
Botafogo
Primera División
Villarreal -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Getafe
Primera División
Levante -
Real Sociedad
Copa Libertadores
River Plate -
Jorge Wilstermann
Copa Libertadores
Lanus -
San Lorenzo
Ligue 1
Nizza -
Angers
Ligue 1
Lille -
Monaco
J1 League
Kashima -
Gamba Osaka
J1 League
Kobe -
Kawasaki
Primera División
Atletico Madrid -
Sevilla
Premiership
Rangers -
Celtic
Premier League
West Ham -
Tottenham
Serie A
AS Rom -
Udinese
Premier League
Man City -
Crystal Palace
Championship
Derby -
Birmingham
Primera División
Alaves -
Real Madrid
Ligue 1
Montpellier -
PSG
Serie A
SPAL -
Neapel
Premier League
Leicester -
Liverpool
Primera División
Malaga -
Bilbao
Championship
Aston Villa -
Nottingham
Ligue 1
Bordeaux -
Guingamp
Ligue 1
Caen -
Amiens
Ligue 1
Lyon -
Dijon
Ligue 1
Metz -
Troyes
Premier League
Stoke -
Chelsea (Delayed)
Primera División
Girona -
Barcelona
Serie A
Juventus -
FC Turin
Premier League
Everton -
Bournemouth (Delayed)
Premier League
Swansea -
Watford (Delayed)
Premier League
Burnley -
Huddersfield (Delayed)
Premier League
Southampton -
Man United (Delayed)
Serie A
Flamengo -
Avaí
Primera División
Espanyol -
La Coruna
Eredivisie
Utrecht -
PSV
Serie A
Sampdoria -
AC Mailand
Premiership
Motherwell -
Aberdeen
Championship
Sheff Wed -
Sheff Utd
Eredivisie
Ajax -
Vitesse
Ligue 1
Saint-Etienne -
Rennes
Serie A
Cagliari -
Chievo Verona
Serie A
Crotone -
Benevento
Serie A
Hellas Verona -
Lazio
Serie A
Inter Mailand -
Genua
Premier League
Rostow -
Lok Moskau
Primera División
Getafe -
Villarreal
Ligue 1
Straßburg -
Nantes
Premier League
Brighton -
Newcastle
First Division A
Charleroi -
Club Brugge
Serie A
Sassuolo -
Bologna
Primera División
Las Palmas -
Leganes
Primera División
Eibar -
Celta Vigo
1. HNL
Hajduk -
Lokomotiva
Super Liga
Rad -
Partizan
Primera División
Real Sociedad -
Valencia
Serie A
Florenz -
Atalanta
Ligue 1
Marseille -
Toulouse
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Lyon
Ligue 1
Nizza -
Marseille

Angst vor Millionen-Verlusten, Ärger über das Kartellamt und Zwang zum Notfall-Plan: Durch den geplatzten Drei-Milliarden-TV-Vertrag mit der Agentur Sirius steht die Bundesliga unter enormen Druck.

Der Deutschen Fußball Liga (DFL) bleibt nichts anderes übrig, als die aufwendige Vermarktung der Medien-Rechte kurzfristig selbst in die Hand zu nehmen. Und sie muss die Vereine auf eine jährliche Mindereinnahme von jeweils vier bis fünf Millionen Euro vorbereiten.

"Ich bin zuversichtlich, dass die DFL schon bald eine neue Lösung präsentieren kann", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke - allerdings mit einer entscheidenden Einschränkung: "Aber ich habe Zweifel, dass das neue Modell eine ähnliche Summe bringt."

Entscheidung bis März

"Wir sind erschrocken", gab Bremens Clubchef Jürgen Born zu: "Ich kann nicht sagen, dass wir optimistisch sind. Das ist sehr ernst zu nehmen." Der Vorsitzende der Werder-Geschäftsführung sagte zu seinen Erwartungen: "Es ist wahrscheinlich gut, wenn wir das Gleiche wieder bekommen."

Derzeit erlöst die Liga aus der TV-Vermarktung im Inland rund 410 Millionen Euro. Hannovers Clubchef Martin Kind sieht das ähnlich: "Wenn 500 Millionen pro Jahr von den TV-Sendern nicht zu refinanzieren sind, dann müssen wir mit weniger auskommen. Darauf müssen wir uns einstellen."

Zudem wird die Zeit knapp: Spätestens bis zur Lizensierung im März brauchen die Klubs Planungssicherheit.

Tüfteln am Notfallplan

Bayer Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat die DFL wegen ihrer unzureichenden Kommunikation bei den Problemen kritisiert. "Wir haben leider bis heute keine genauen Informationen darüber, was die DFL plant", sagte Holzhäuser der "Frankfurter Rundschau".

Die DFL habe angekündigt, bis zum 30. Juni Alternativen vorzulegen: "Dies ist, aus welchen Gründen auch immer, bisher nicht geschehen."

Das ehemalige Mitglied des DFL-Aufsichtsrates sieht zudem großen Zeitdruck: "Zudem bin ich davon überzeugt, dass wir nicht Zeit bis zum 15. März haben, die die DFL zu haben glaubt. Wir müssen versuchen, vorher Klarheit zu bekommen."

Die DFL wollte sich - wie Sirius - zur Auflösung des Vertrags mit der Garantiesumme von drei Milliarden Euro für sechs Jahre auch am 17. September nicht äußern und verwies darauf, dass der Kontrakt offiziell noch nicht gekündigt sei.

Intern wird jedoch längst an einem Notfall-Plan gearbeitet. Wie vor drei Jahren muss die DFL selber mit den TV-Sendern und den anderen Medien-Unternehmen verhandeln. Das kostet Zeit und Energie.

Fast ein halbes Dutzend Mitarbeiter war monatelang mit fast nichts anderem beschäftigt und zog sich zwischenzeitlich sogar an einen geheim gehaltenen Ort zurück.

Andere Situation als 2005 

Dabei sieht die Liga sich besser aufgestellt als 2005. Seit diesem Monat arbeitet die DFL Sports Enterprises GmbH, eine 100-prozentige DFL-Tochtergesellschaft.

Diese Agentur sollte ursprünglich vor allem die internationalen Fernsehrechte vermarkten, könnte nun aber auch auf dem deutschen Markt aktiv werden. Zudem gibt es seit Jahren die Liga-eigene TV-Produktionsfirma Sportcast GmbH. Sie könnte den von Sirius angekündigten Aufbau eines Bundesliga-Kanals übernehmen.

Viel mehr als Schadensbegrenzung bleibt der DFL aber wohl nicht übrig. Durch die Kartellamts-Entscheidung darf sie kaum mehr auf eine signifikante Steigerung hoffen.

Durch den Bescheid der Behörde, dass es eine Bundesliga-Zusammenfassung im frei empfangbaren Fernsehen bis 20 Uhr geben muss, können sich das sogenannte Highlight-Paket nur öffentlich-rechtliche Sender leisten.

Die ARD zahlt dafür derzeit rund 100 Millionen Euro, während das beste Angebot eines Privatsenders bei der bisher letzten Ausschreibung bei lediglich 60 Millionen lag. Und auch der Pay-TV-Sender Premiere wird ohne zusätzliche Exklusivrechte nicht mehr zahlen als rund 240 Millionen.

Harsche Kritik am Kartellamt

"Einige Positionen sind durch die Entscheidungen gestärkt worden", betonte Born. Watzke klagte: "Es ist eine neue Situation entstanden, die nur das Kartellamt zu verantworten hat. Es hat nachgewiesen, wie man dem deutschen Fußball ohne Not Schaden zufügen kann."

Der Stuttgarter Manager Horst Heldt kritisierte: "Wir sind das einzige Land, das sich mit so etwas herumschlagen muss. Das ist die große Stärke der Deutschen, dass sie sich immer selbst ein Bein stellen."

Aktuelle Finanzprobleme sehen die Bundesligisten aber nicht. "Wir sehen die Sache gelassen, schließlich war dieses Geld noch nicht verplant", sagte Watzke.

Und auch 96-Clubchef Kind erklärte, dass die von Sirius und der DFL avisierten Mehreinnahmen von durchschnittlich knapp 20 Prozent noch nicht in den Etat für die Saison 2009/2010 eingerechnet waren: "Die kommende Saison betrifft das bei uns nicht."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung