Klaus Allofs exklusiv

"Manchester City hat ein Problem"

Von Interview: Jochen Tittmar
Dienstag, 16.09.2008 | 09:16 Uhr
Allofs, Werder, Bremen
© Getty
Advertisement
Serie A
Corinthians -
Gremio
Ligue 1
St. Etienne -
Montpellier
Premier League
West Ham -
Brighton
J1 League
Kobe -
Tosu
A-League
Sydney FC -
Sydney Wanderers
Primera División
Levante -
Getafe
Premier League
Chelsea – Watford
Premier League
Huddersfield -
Man United
Primera División
Real Betis -
Alaves
Ligue 1
Monaco -
Caen
Serie A
Sampdoria -
Crotone
Premier League
Southampton -
West Brom
Primera División
Valencia -
Sevilla
1. HNL
Hajduk Split -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Amiens -
Bordeaux
Ligue 1
Angers -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Dijon
Ligue 1
Nantes -
Guingamp
Ligue 1
Rennes -
Lille
Premier League
Man City -
Burnley (DELAYED)
Primera División
Barcelona -
Malaga
Serie A
Neapel -
Inter Mailand
Primeira Liga
Porto -
Pacos Ferreira
Premier League
Stoke -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Crystal Palace (Delayed)
Primera División
Villarreal -
Las Palmas
Eredivisie
PSV – Heracles
Serie A
Chievo Verona -
Hellas Verona
Championship
Ipswich -
Norwich
CSL
Evergrande -
Guizhou
Eredivisie
Feyenoord -
Ajax
Premier League
Everton -
Arsenal
Ligue 1
Nizza -
Strassburg
Serie A
Atalanta -
Bologna
Serie A
Benevento -
Florenz
Serie A
AC Mailand -
Genua
Serie A
SPAL -
Sassuolo
Serie A
FC Turin -
AS Rom
Premier League
ZSKA Moskau -
Zenit
Primera División
Celta Vigo -
Atletico Madrid
Ligue 1
Troyes -
Lyon
Premier League
Tottenham -
Liverpool
First Division A
Anderlecht -
Genk
Serie A
Udinese -
Juventus
Premier League
Dynamo Kiew -
Schachtjor Donezk
Primera División
Leganes -
Bilbao
Super Liga
Roter Stern Belgrad -
Lucani
Primera División
Real Madrid -
Eibar
Serie A
Lazio -
Cagliari
Serie A
São Paulo -
Flamengo
Ligue 1
Marseille -
PSG
Allsvenskan
Malmö -
AIK
Primera División
Real Sociedad -
Espanyol
Primera División
La Coruna -
Girona
Copa del Rey
Saragossa -
Valencia
Serie A
Inter Mailand -
Sampdoria
League Cup
Arsenal -
Norwich
League Cup
Leicester -
Leeds
League Cup
Swansea -
Man United
League Cup
Man City -
Wolverhampton
Copa del Rey
Murcia -
Barcelona
Copa Libertadores
River Plate -
Lanus
Serie A
Atalanta -
Hellas Verona
First Division A
Genk -
Brügge
Serie A
Bologna -
Lazio
Serie A
Cagliari -
Benevento
Serie A
Chievo -
Milan
Serie A
Florenz -
FC Turin
Serie A
Genua -
Neapel
Serie A
Juventus -
SPAL
Serie A
AS Rom -
Crotone
Serie A
Sassuolo -
Udinese
Premiership
Aberdeen -
Celtic
League Cup
Chelsea -
Everton
League Cup
Tottenham -
West Ham
Coupe de la Ligue
Strasbourg -
Saint-Etienne
Copa del Rey
Elche -
Atletico Madrid
Copa Libertadores
Barcelona SC -
Gremio
Copa Sudamericana
Fluminense -
Flamengo
Copa del Rey
Fuenlabrada -
Real Madrid
Ligue 1
PSG -
Nizza
Championship
Leeds -
Sheffield Utd
A-League
Adelaide Udt – Melbourne City
Primera División
Alaves -
Valencia
Premier League
Man Utd -
Tottenham
Premiership
Hearts -
Rangers
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Rijeka
Premier League
Liverpool -
Huddersfield
Championship
Cardiff -
Millwall
Primera División
Sevilla -
Leganes
Ligue 1
Bordeaux -
Monaco
Serie A
Milan -
Juventus
Premier League
Bournemouth -
Chelsea
Primera División
Atletico Madrid -
Villarreal
Championship
Hull -
Nottingham
Ligue 1
Caen -
Troyes
Ligue 1
Dijon -
Nantes
Ligue 1
Guingamp -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Rennes
Ligue 1
Strasbourg -
Angers
Premier League
Arsenal -
Swansea (DELAYED)
Primera División
Bilbao -
Barcelona
Serie A
AS Rom -
Bologna
Primeira Liga
Boavista -
Porto
Premier League
Watford -
Stoke (Delayed)
Premier League
West Bromwich – Man City (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
West Ham (Delayed)
CSL
Hebei -
Guangzhou Evergrande
J1 League
Kofu -
Kobe
Primera División
Getafe -
Real Sociedad
Eredivisie
Vitesse -
Eindhoven
Serie A
Benevento -
Lazio
Championship
Birmingham -
Aston Villa
Premier League
Zenit -
Lok Moskau
First Division A
Brügge -
Sint-Truiden
Premier League
Brighton -
Southampton
Ligue 1
Lyon -
Metz
Serie A
Crotone- Florenz
Serie A
Neapel -
Sassuolo
Serie A
Sampdoria -
Chievo Verona
Serie A
SPAL -
Genua
Serie A
Udinese -
Atalanta
Primera División
Girona -
Real Madrid
Ligue 1
Toulouse -
St. Etienne
Premier League
Leicester -
Everton
Primera División
Eibar -
Levante
Serie A
Ponte Preta -
Corinthians
Primera División
Malaga -
Celta Vigo
Serie A
FC Turin -
Cagliari
Ligue 1
Lille -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Belgrano
Serie A
Hellas Verona – Inter Mailand
Premier League
Burnley -
Newcastle
Primera División
Espanyol -
Real Betis
Primera División
Las Palmas -
La Coruna

Es ist angerichtet: Heute startet Werder Bremen gegen Anorthosis Famagusta in die fünfte Champions-League-Saison in Folge (Di., 20.30 Uhr im SPOX-TICKER und im Internet TV).

Neben dem sportlichen Aspekt ist die erneute Teilnahme auch in finanzieller Hinsicht ein Leckerbissen für den Klub von der Weser.

Bei SPOX spricht Manager Klaus Allofs (51) über den Gegner aus Zypern, die Bremer Transferpolitik und Investoren in der Bundesliga.

 

SPOX: Herr Allofs, in den vergangenen beiden Jahren war für Bremen in der Vorrunde der Champions League Schluss. Jetzt hat man eine bessere Gruppe erwischt, oder?

Klaus Allofs: Natürlich ist das machbar. Wenn man eine Rangliste aufstellen würde, käme sicher zuerst Inter, dann wir und dann Panathinaikos und Famagusta. Aber das ist nur die Papierform. Dass es keine Garantien fürs Weiterkommen gibt, haben wir im letzten Jahr gesehen. Wir dürfen uns nicht solche schwachen Spiele wie in der letzten Saison gegen Piräus erlauben. Und Famagusta hat jetzt immerhin Piräus ausgeschaltet.

SPOX: Was wissen Sie über den ersten Gegner?

Allofs: Famagusta ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die es jedem Gegner schwer machen kann. Die haben nicht umsonst zuhause drei Tore gegen Olympiakos Piräus geschossen und auswärts in deren Hexenkessel nur 0:1 verloren. Man neigt also allgemein dazu, Famagusta zu Unrecht zu unterschätzen. Wenn auf Famagusta nicht das Etikett 'Zypern' sondern 'Griechenland' kleben würde, würde man diese Mannschaft ganz anders einschätzen. Wir sind gewarnt und werden diese Aufgabe entsprechend konzentriert angehen.

SPOX: Werder Bremen steht in der Bundesliga  seit einigen Jahren für die meisten Tore und attraktiven Fußball. Aber auch für keinen Titel seit 2004. Stagniert Werder?

Allofs: Nein. Es gibt nun mal nicht viele Titel, die man erreichen kann. Für uns ist die Tatsache, dass wir uns fünf Jahre in Folge für die Champions League qualifiziert haben, diese Kontinuität, fast noch wichtiger als ein Titel. Auch wenn es nichts ist, was man in den Händen halten kann. Wenn ich die Wahl hätte zwischen dem Erreichten, oder: Meister, zwei Jahre gar nichts, dann wieder Meister, dann würde ich nicht tauschen wollen.

SPOX: Im Vergleich zu Schalke, Wolfsburg und Hamburg waren Sie auf dem Transfermarkt sehr zurückhaltend. Warum holt Bremen keinen Kracher?

Allofs: Unsere Mannschaft ist doch gespickt mit Krachern. Wir versuchen Spieler eben vorher zu holen, wenn sie noch bezahlbar sind, um sie dann hier weiterzuentwickeln. Wir sehen keinen Grund, unsere Vorgehensweise zu ändern.

SPOX: Lechzen die Werder-Fans nicht danach, dass man mal einen 'raus haut' - ähnlich wie es Schalke getan hat?

Allofs: Ich weiß nicht, ob man Farfan höher einschätzen muss als Pizarro. Farfan ist ein guter Spieler, keine Frage, aber er hat bislang nur in Holland gespielt. Wir müssen uns hüten, dass wir nicht unsere Transferpolitik dahin gehend auslegen, immer nur neue Namen präsentieren zu wollen. Das hätte ein bisschen was von Sensationslust. Für Schalke ist Farfan ein guter Kauf, aber wir müssen uns nach unseren Bedürfnissen richten.

SPOX: Das bedeutet?

Allofs: Immer genau zu überlegen, was Sinn macht. In der Vergangenheit sind wir auch mit Carew oder Baros in Verbindung gebracht worden. Und alle haben gesagt: genau die müssen es sein. Und heute sind wir froh, dass wir uns damals nicht dem Druck gebeugt haben und unseren Weg gegangen sind.

SPOX: Warum haben Sie keinen Ersatz für Tim Borowski geholt?

Allofs: Als Ailton gegangen ist, haben wir auch keinen Ailton-Ersatz geholt, sondern Spieler von denen wir überzeugt waren. Wir haben vorher schon Mesut Özil verpflichtet und damit eigentlich dem Borowski-Abgang vorgegriffen. Im Mittelfeld sind wir sehr gut aufgestellt, da war kein Bedarf.

SPOX: Mit Pizarro, Rosenberg, Sanogo und Almeida haben Sie vier annähernd gleich starke Stürmer. Stimmen Sie zu, dass die absolute Top-Qualität fehlt?

Allofs: Das sehe ich nicht so. Pizarros Leistungen in den letzten Jahren sprechen für sich. Rosenberg, Sanogo und Almeida sind junge Spieler, die in der Entwicklung sind und trotzdem schon auf einem hohen Niveau spielen. Jeder für sich wäre wahrscheinlich bei jedem anderen Bundesligisten Stammspieler. Nur hier sind die anderen eben genau so gut. Wir wollten durchgehend gut besetzt sein, damit wir variieren können. 

SPOX: Aber durch die Einnahmen aus der Champions League müsste doch Geld vorhanden sein, um sich weiter zu verstärken.

Allofs: Wir können trotzdem keinen Robinho kaufen. Und wir haben nicht die Mittel wie Schalke oder der HSV, der von den Einnahmen von van der Vaart und Kompany profitiert hat. Ablösezahlen von zehn Millionen Euro aufwärts sind für uns nicht realisierbar. Damit wäre es ja nicht getan, die Spieler wollen auch noch Geld. Da beginnen dann die Probleme. Erfolg bringt nicht nur Geld, er ist auch teuer.

Wie schneidet Werder in der Königsklasse ab? Jetzt nachrechnen!

SPOX: Was müsste passieren, dass Sie diese Philosophie über Bord werfen?

Allofs: Sollten wir mal in Zukunft die Situation so einschätzen, dass wir sportlich nicht mehr konkurrenzfähig sind, dann müssten wir andere Wege einschlagen. Natürlich wäre das mit zusätzlichem Geldeinsatz verbunden. Aber momentan sehen wir diese Situation nicht.

SPOX: Bei Manchester City hat man alte Prinzipien über Bord geworfen und sich den Millionen eines Öl-Scheichs bedient. Heißen Sie das gut?

Allofs: ManCity hat ein Problem: Sie haben Manchester United in der Stadt. Und entweder man akzeptiert diese Machtverhältnisse, oder man sagt sich: Ich mache was dagegen. Und wenn diese Besitzveränderungen möglich sind - warum nicht? Das muss man so akzeptieren. Ob das jetzt positiv für den Fußball ist oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.

SPOX: Entsteht durch den Investoren-Wahnsinn in England nicht ein unglaublicher Nachteil für die Bundesliga?

Allofs: Spieler wie Cristiano Ronaldo sind für Bundesliga-Klubs Utopie geworden. Das ist einfach so. Selbst Bayern kann nur - in Anführungszeichen - einen Oddo verpflichten und nicht das umsetzen, was bei Chelsea oder Manchester City gemacht wird.

SPOX: Und das akzeptieren Sie so? Warum wird in Deutschland so an der ominösen 50-plus-1-Regel festgehalten?

Allofs: Für mich geht es um Kontinuität. Die Bundesliga-Klubs, die durch die Bank sehr gut geführt sind, dürfen nicht die Möglichkeit der Selbstbestimmung verlieren. Die ideale Lösung ist, wenn man den Klub nicht extra an einen Investor verkaufen muss. Aber natürlich muss man genau beobachten, wie lange man so international  konkurrieren kann. Ist das einmal nicht mehr der Fall, halte ich es für legitim, über andere Varianten nachzudenken.

SPOX: Kommt das Umdenken dann vielleicht zu spät?

Allofs: Das denke ich nicht. Ich glaube, dass die Bundesliga - wann es denn dazu kommen sollte - immer eine interessante Plattform für Investoren ist.

Alle Gruppen und Termine der Champions League

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung