- Kaka
(1,9 Millionen) - Chermiti
(2,2 Millionen) - Cicero
(800.000) - Maximilian Nicu
(350.000) - Rodnei
(200.000) - Marc Stein
(ablösefrei) - Sascha Bigalke
(eigene Jugend) - Florian Riedel
(eigene Jugend) - Lennart Hartmann
(eigene Jugend) - S. Radjabali-Fardi
(eigene Jugend)

Teamporträt: Hertha BSC
Das Ende der Renaissance
Wenige Tage vor dem Start der Bundesliga stellt SPOX alle 18 Klubs in der großen Vorschau-Serie vor - mit allen Transfers, Hintergründen und der Saison-Prognose. Diesmal: Hertha BSC Berlin.
München - In Berlin laufen die Uhren ja in vielerlei Hinsicht etwas anders. Hertha BSC machte da im Sommer letzten Jahres keine Ausnahme.
Entgegen dem frischen Trend, endlich auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zu bauen - was die Hertha bis dato als einer der Vorreiter in der Bundesliga praktizierte - schoben die Berliner ihre Sprösslinge nach und nach ab.
Mit dem neuen Trainer Lucien Favre kam auch eine neue Philosophie. Von den jungen Spielern aus dem eigenen Stall hin zu den jungen Spielern, die man sich zusammenkauft.
Mit Ashkan Dejagah, Kevin-Prince und Jerome Boateng sowie Malik Fathi entließ die Hertha vier ihrer Talente in die weite Fußball-Welt. Im Gegenzug kamen Favres Wunschspieler aus dem Ausland.
Herthas Zugänge

Das Übergangsjahr war eingeläutet und wurde standesgemäß mit Platz 10 abgeschlossen.
Favre genoss eine Art Schonfrist - die mit Beginn der kommenden Saison aber abgelaufen ist. "Er weiß, dass die Erwartung an ihn und die Mannschaft nun eine andere ist. Die Öffentlichkeit hatte ein Übergangsjahr akzeptiert, doch dieses ist nun vorüber", sagt Manager Dieter Hoeneß.
Nur ähneln die Aktivitäten der letzten Wochen denen von vor einem Jahr doch frappierend, die Fluktuation im Kader hält unvermindert an.
Das ist neu
Nach dem Jahr des Sortierens sollte nun eigentlich Kontinuität einkehren.
Allerdings verließen erneut neun Spieler den Verein, sechs wurden zugekauft, vier weitere sollen von der Jugendabteilung an die Profis herangeführt werden.
Dabei handelt es sich vor allem um die Talente Sascha Bigalke (18), Florian Riedel (18), Lennart Hartmann (17) und Shervin Radjabali-Fardi (17), die zu Saisonbeginn allesamt mit Profi-Verträgen ausgestattet wurden (Hier geht's zum Kader!).
Von den Neuen stechen vor allem Abwehrspieler Kaka und Mittelspieler Cicero heraus. Zudem darf der bald genesen Lucio auch als eine Art Zugang gewertet werden.
Offen ist noch die Zukunft von Leistungsträgern wie Arne Friedrich, Joe Simunic und Marko Pantelic. Favre hat die Verjüngungskur weiter voran getrieben. Was seinen Spielern im Gegenzug aber fehlt, ist die Erfahrung im harten Bundesliga-Alltag.
Die Taktik
Große Hoffnungen ruhen auf der Rückkehr von Lucio, der im September wieder fit sein soll. Er soll zusammen mit Cicero und Kacar das Gerüst im Mittelfeld bilden. Favre schwebt ein 4-3-1-2 vor, mit dem sehr talentierten Raffael als Zentrale hinter den Spitzen Pantelic und Neuzugang Chermiti. In der Viererkette rückt Friedrich auf die rechte Seite, seinen Platz neben Simunic soll Kaka einnehmen.
Möglich ist auch ein 4-3-2-1 mit nur einer Spitze, die dann Pantelic heißen soll. Ebert würde sich mit Raffael die Aufgabe im offensiven Mittelfeld teilen.
Hier geht's zum Sommerfahrplan der Hertha
Der Spieler im Fokus
Nach einem halben, durchaus vorzeigbaren Jahr (vier Tore) in der Rückrunde wird vom 5-Millionen-Mann bei der Hertha einiges erwartet. Raffael ist sicherlich der technisch beschlagenste Spieler im Berliner Kader.
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Für den Brasilianer soll Berlin das Sprungbrett werden zu einem der Top-Klubs in Europa. Den Beweis seiner Klasse muss er jetzt erbringen.
Das Interview
SPOX: Wie man hört, verläuft die Saisonvorbereitung bei Ihnen persönlich durchwachsen. Trainer Lucien Favre bemängelte: "Ich habe Raffael gesagt, dass er dahin muss, wo es weh tut." Was ist los?
Raffael: Es ist doch klar, dass ein Trainer immer versucht, seine Spieler zu verbessern. Ich nehme mir die Worte unseres Trainers zu Herzen und werde alles geben, um seine Forderungen umzusetzen.
Hier das ganze Interview mit dem Stürmer nachlesen!
Prognose
An den Platzierungen der Vorjahre (zweimal Zehnter) wird sich auch diese Saison wenig ändern. Der Kader ist zu dünn und qualitativ nicht hochwertig genug besetzt, um in den Kampf um das internationale Geschäft eingreifen zu können. Die Konkurrenz ist da weitaus tiefer aufgestellt.
Favres Dreijahres-Plan, spätestens 2010 wieder ganz oben angreifen zu können, stagniert. Nach der Renaissance ist schon wieder vor der Renaissance.
Der Schweizer steht vor einem schweren Jahr in der Hauptstadt. Die Fans sind ungeduldig, der Manager ebenso. Erfolge müssen her. Diese Saison bleiben sie aber noch aus.
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