- Jan Schlaudraff (2 Millionen)
- Mario Eggimann (1,4 Millionen)
- Mikael Forssell (ablösefrei)
- Leon Balogun (Ablöse unbekannt)
- Florian Fromlowitz (ablösefrei)
- Bastian Schulz (eigene Jugend)
- Tim Hofmann (eigene Jugend)
- Konstantin Rausch (eigene Jugend)

Saisonvorschau Hannover 96
Visionen einer grauen Maus
Wenige Tage vor dem Start der Bundesliga stellt SPOX alle 18 Klubs in der großen Vorschau-Serie vor - mit allen Transfers, Hintergründen und der Saison-Prognose. Diesmal: Hannover 96
München - Der Preis für die tollsten Trikots der Liga geht in diesem Jahr an Hannover. "Hydrophile und hydrophobe Fasern" haben die neuen Jerseys der Roten nämlich, und an den richtigen Stellen dazu noch "strategische Ventilationsbereiche".
Klingt verwegen, reicht aber wohl weder, um sich mittelfristig in der oberen Tabellenhälfte einzunisten, noch um das langweilige Image los zu werden, das dem Verein schon seit Jahren anhaftet.
Genau das aber sind die Ziele von Hannover 96. Und deshalb hat Präsident Martin Kind im Rahmen seiner - vergleichsweise beschränkten - Möglichkeiten investiert. In die Rahmenbedingungen des Klubs und in den Kader (Hier geht's zum Kader).
Hannovers Zugänge

Mit Mario Eggimann, Mikael Forssell und Jan Schlaudraff ist es Hannover im Sommer erneut gelungen, namhafte Profis nach Niedersachsen zu holen. Das ambitionierte Projekt an der Leine wächst weiter.
Am Ende steht die Vision vom internationalen Wettbewerb. Auch wenn es in der Saison 2008/09 dafür möglicherweise noch zu früh ist.
Das ist neu
Erweiterte Scouting-Abteilung, interne Videoanalyse zur Spielauswertung, ein Leistungsdiagnostiker inklusive funkgesteuerter Pulsmessung über den Computer des neuen "Sunto-Systems": Hannover hat im Sommer viel in die Infrastruktur investiert.
Nicht weniger ambitioniert sind die Neuzugänge: Eggimann, Forssell und Schlaudraff sind nur die spektakulärsten neuen Namen.
Als Spieler sollen sie die sportliche Qualität des Kaders weiter erhöhen, als Typen sollen sie die neuen Gesichter in Hannover werden, um den Verein endlich vom Image der ewig grauen Maus zu befreien.
Die Taktik
"Wir haben grundsätzlich zwei Systeme zur Verfügung", erklärt Trainer Dieter Hecking gegenüber SPOX: "das 4-4-2 und das 4-2-3-1. Weil ich immer offensiv und dominant spielen will, werden wir dabei im 4-4-2 mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler agieren."
Im Sturm streiten Schlaudraff, Forssell, Mike Hanke und Jiri Stajner um zwei Plätze, "wobei Stajner und Schlaudraff beide auch über die Außen kommen können", so Hecking.
Der Spieler im Fokus
Leon Balogun. "Das wird der kommende deutsche U-21-Nationalspieler", ist sich Hecking sicher. Der 20-Jährige kam im Sommer von Türkiyemspor aus Berlin.
Nach dem Muskelbündelriss von Michael Tarnat, kommt der Außenverteidiger womöglich früher zu seiner Chance als ursprünglich geplant. Das Talent jedenfalls bringt er mit.
Ansonsten natürlich im Fokus: Das Duo Mikael Forssell und Jan Schlaudraff. Das Zusammenspiel klappte in den Testspielen schon richtig gut, Forssell etwa erzielte gegen den FC Boffzen sage und schreibe zehn Treffer.
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Das Interview
SPOX: Hanke und Schlaudraff wollen beide zur WM 2010, und auch Forssell wird schwer zu vermitteln sein, wenn er auf die Bank müsste.
Dieter Hecking: Ich brauche auch nichts zu vermitteln. Wenn ich der Meinung bin, dass die Leistung nicht für die erste Elf reicht, dann reicht sie nicht. Bei mir zählt nicht der Name oder das Gesicht, es zählt die Leistung - und die will ich auch im Training sehen.
Hier das ganze Interview mit dem Trainer nachlesen!
Die Prognose
Hannover hat sich in den letzten beiden Jahren endgültig in der Bundesliga etabliert. Der Abstieg ist kein Thema mehr, das Team ist eingespielt und wurde punktuell sinnvoll und prominent verstärkt.
Mit Rang acht gelang bereits in der letzten Saison die beste Platzierung seit 40 Jahren. Das Ziel, sich auf Dauer in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen, scheint realistischer denn je (Alle Testspiele und News im im Überblick!).
Ob tatsächlich die Qualifikation für den internationalen Wettbewerb gelingt, hängt in erster Linie davon ab, ob die Mannschaft auf die kleineren Auszeiten verzichtet, die sie sich im Laufe einer Saison zuletzt immer wieder gönnte.
Sportdirektor Christian Hochstätter zu SPOX: "Es ist noch zu früh, um das Ziel UEFA-Cup explizit zu formulieren. Die Mannschaft ist der Erwartungshaltung möglicherweise noch nicht gewachsen. Wir wollen mittelfristig die Lücke zu den Top-Sechs-Vereinen schließen. Sollte dabei mal Platz vier oder fünf herausspringen, werden wir uns bestimmt nicht beschweren."
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