- Emil Jula
(700.000) - Savo Pavicevic
(300.000) - Cagdas Atan
(ablösefrei) - Ivica Iliev
(ablösefrei) - Marco Kurth
(ablösefrei) - Philipp Pentke
(ablösefrei) - Danny Galm
(Ablöse unbekannt) - Peter Hackenberg
(zweite Mannschaft) - Alexander Bittroff
(zweite Mannschaft) - Marc Zimmermann
(eigene Jugend)

Saisonvorschau Energie Cottbus
David gegen den Rest der Welt
Wenige Tage vor dem Start der Bundesliga stellt SPOX alle 18 Klubs in der großen Vorschau-Serie vor - mit allen Transfers, Hintergründen und der Saison-Prognose. Diesmal: Energie Cottbus.
München - Da ist es wieder. Das verfluchte dritte Jahr in der Bundesliga. Wenn es danach gehen würde, stünde Energie Cottbus jetzt schon als Absteiger fest.
Vor dem letzten Gang in die Zweitklassigkeit hatte Energie genau drei Jahre im Fußballoberhaus verbracht. Und jetzt? Die dritte Saison nach dem Wiederaufstieg wird für die Lausitzer am 16. August im Stadion der Freundschaft eingeläutet. Bojan Prasnikar will diesen Kreislauf durchstoßen.
Größtes Hindernis: Prasnikar hat den geringsten Etat der gesamten Liga zur Verfügung. Selbst die drei Aufsteiger Köln, Mönchengladbach und Hoffenheim haben allesamt deutlich mehr Geld zur Verfügung. Deswegen ist der einzig verbliebene Ostverein der Bundesliga wieder einmal gezwungen, den alternativen Weg zu gehen. "Wir können Erfolg nicht kaufen, wir müssen ihn selber bauen", sagt Prasnikar gegenüber der "SZ".
Optimistisch stimmen könnte Kapitän Timo Rost und Co. die Vorbereitung im Erzgebirge und am Tegernsee. "Das, was wir hier an knallhartem Training absolvieren müssen, ist das absolut Härteste, was ich bisher erlebt habe", sagt Rost der "Lausitzer Rundschau".
Cottbus' Zugänge

Es klingt platt, aber es trifft bei keinem Bundesligisten so zu, wie bei Energie Cottbus. Das Team braucht diese enorme Grundlagenarbeit, um ihre zugegeben aufgezwungene Spielweise über eine komplette Saison durchziehen zu können - über Kampf und Einsatz ins Spiel kommen. "Das sind nun mal unsere Tugenden", sagt Rost.
Das ist neu
Prasnikar hat aussortiert. 14 Akteure sind gegangen worden. Im Gegenzug wurde in der Sommerpause nur gezielt nachgebessert - sieben Neue. Und - im Unterschied zum Vorjahr, als mit Kevin McKenna, Sergiu Radu und Vlad Munteanu gleich drei Führungsspieler abwanderten - die Leistungsträger sind diesen Sommer in der Lausitz geblieben.
Mit Ivica Iliev, Cagdas Atan, Emil Jula, Dimitar Rangelow, Marco Kurth, Savo Pavicevic und Philipp Pentke hat es Cottbus (Hier geht's zum Kader!) offenbar geschafft, sich in der Breite zu verstärken. "Uns ist der nächste Schritt gelungen", glaubt Manager Steffen Heidrich. Im Kader von Prasnikar gibt es jetzt mehr Konkurrenz. Die Startaufstellung hat der 55-Jährige zwar schon im Kopf, aber die Neuverpflichtungen eröffnen ihm ungewohnte Handlungsfreiheiten.
Neu ist auch, dass Energie verstärkt auf die eigene Jugend baut. Trotz des enormen Existenzkampfs will Energie endlich Eigengewächse nach ganz oben führen. Heidrich hat das Nachwuchskonzept zur Chefsache erklärt.
Die Taktik
Offensive Flexibilität ist bei Prasnikar angesagt. Hinten zwar eisern mit vier Verteidigern, vorne aber variabel. Seitdem der frühere Stürmer in Cottbus die Fäden zieht, ermauert die Mannschaft sich nicht einfach nur die Punkte.
Offensive heißt das magische Wort: "Wir wollen weiter über eine offensive Spielweise unsere Punkte einfahren." Der Coach steht auf 4-2-3-1, aber auch ein 4-1-3-2 hat der Slowene auf dem Zettel.
Der Spieler im Fokus
Emil Jula. Der Rumäne unterschrieb für drei Jahre in der Lausitz. Nach dem Weggang von Radu im letzten Sommer fehlte ein Knipser. Jula erzielte in den letzten zwei Spielzeiten satte 31 Tore in der rumänischen Liga.
"Mit seiner Torgefahr, seiner Spielweise und nicht zuletzt seiner Körpergröße wird er unser Team verstärken", so Heidrich. 1,92 Meter groß, aber dennoch beweglich, könnte er der Cottbuser Jan Koller werden. Allerdings hat Jula in der Vorbereitung noch nicht getroffen, braucht voraussichtlich noch zwei bis drei Monate, um sich an die Liga zu gewöhnen.
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Die Prognose
Energie steht wie jede Saison eigentlich schon vor Ligastart als Absteiger Nummer eins fest. Timo Rost trifft den Nagel auf den Kopf: "Unser Ziel, die Klasse zu halten, muss in erster Linie über die Heimspiele kommen."
Der Kapitän weiß wovon er redet. In der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit fuhr die Mannschaft alle sechs Siege im heimischen Stadion der Freundschaft ein, und sicherte sich so den Ligaverbleib. Die Heimstärke gekoppelt mit dem Fightingspirit reicht eventuell erneut für Klassenerhalt.
Doch gegen die übermächtigen Finanzriesen wirkt der Fightclub erneut mehr als klein. Cottbus muss noch mehr kämpfen, noch besser organisiert sein und noch disziplinierter auftreten, um diese Kluft erneut zu überbrücken.
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