Reaktionen auf Kartell-Entscheid

"Ein Schlag ins Kontor"

SID
Donnerstag, 24.07.2008 | 12:50 Uhr
Rummeniogge, Fußball, Bundesliga
© DPA
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Bundesliga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels: FCB-B04
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

München - Reaktionen auf die Entscheidung des Bundeskartellamts.

Manfred Müller (Werder Bremen/DFL-Aufsichtsrat): "Das ist ein Schlag gegen die Finanzierung der DFL. Die zentrale Vermarktung mit Fernsehzeiten zu verbinden, halte ich für unmöglich und unverständlich."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender Bayern München): "Das ist ein Schlag ins Kontor für den deutschen Profifußball. Ich weiß nicht, ob die Herren wissen, wie der Fußball tickt und welche negativen Folgen das haben wird. Ich habe das Gefühl, dass uns die Politik immer höhere Hürden in den Weg stellt. Ich weiß nicht, wie wir international wettbewerbsfähig sein wollen und sehe große Probleme auf uns zukommen."

Theo Zwanziger (DFB-Präsident): "Durch die Entscheidung des Kartellamtes werden die Vermarktungschancen der Liga für einen angemessenen Preis beeinträchtigt. Dies wird zwangsläufig Auswirkungen auf die Nachwuchsförderung und viele gemeinnützige Aufgabenstellungen haben. Ob wir auf einer solchen Grundlage ähnliche Erfolge wie den Einzug unserer U-19-Mannschaft ins Endspiel der Europameisterschaft am Samstag halten können, scheint mir sehr zweifelhaft."

Reinhard Rauball (Liga-Präsident): "Diese Position ist unverständlich und könnte den deutschen Profifußball um Jahre zurückwerfen. Keine andere Liga in Europa wird von Amtsseite derart in ihren Vermarktungsmöglichkeiten beschränkt. Der Bundesliga drohen massive Einnahmeverluste, wir würden es künftig noch schwerer haben, international mitzuhalten. Fakt ist: Es ist nicht etwa der neue Partner oder das neue Vermarktungsmodell mit eigenem Sender gescheitert, hier wird etwas verboten, was in den vergangenen Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wurde."

Marc-Jan Eumann (Vorsitzender SPD-Medienkommission): "Das ist ein guter Tag für den Fußball. Mit der heutigen Entscheidung des Kartellamtes ist auch in den nächsten Jahren sichergestellt, dass Kinder, Jugendliche und Familien zu einer zuschauerfreundlichen Zeit gemeinsam die Bundesliga im Free-TV erleben können. Denn Kinderträume und -idole dürfen nicht verschlüsselt werden."

Monika Piel (WDR-Intendantin): "Das ist ein guter Tag, das ist ein Glückstag für alle Fußballfans."

Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg): "Die Entscheidung kann schon Auswirkungen haben und den Wettbewerb beeinflussen. Wenn wir uns mit anderen Verbänden messen wollen, dann müssen wir sehen, dass dort viel mehr Geld durch Fernsehen eingenommen wird. So haben wir klare Nachteile in Deutschland und dürfen so nicht böse sein, dass wir international nicht so gut dastehen wie beispielsweise die englischen Vereine."

Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer Borussia Dortmund): "Das ist kein guter Tag für den deutschen Fußball. Das Kartellamt entscheidet über Dinge und schiebt quasi eine Rechtfertigung nach. Das finde ich persönlich schlecht. Die Politik lässt den Fußball im Stich. Wir haben durch die Zentralvermarktung immer den Solidargedanken gepflegt, und jetzt könnte es sein, dass sie kaputtgeht. Wenn nun deutlich weniger Geld käme, können sich die Clubs von internationalen Ambitionen verabschieden."

Steffen Heidrich (Manager Energie Cottbus): "Das ist alles andere als schön für uns. Man weiß nicht, was wird. Ich fand den Vertrag mit Kirch sehr vernünftig. Man hatte Klarheit und Planungssicherheit, die gibt es jetzt nicht mehr. Wir leben größtenteils vom Fernsehgeld.
Andere können das auffangen, wenn etwas wegfällt. Für uns ist es doppelt schwer, das Geld reinzuholen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung