Hoeneß lobt Klinsmann

SID
Sonntag, 20.07.2008 | 13:48 Uhr
© Getty
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München/Nördlingen - Uli Hoeneß ist sehr angetan von Jürgen Klinsmanns Start beim FC Bayern München und glaubt auch ohne den verletzten Mittelfeld-Star Franck Ribery an einen erfolgreichen Saisonauftakt des deutschen Meisters.

"Bislang läuft es total reibungslos", bilanzierte der Bayern-Manager nach den ersten drei Arbeitswochen von Klinsmann in München: "Wir sind sehr zufrieden." In der Heimstadt von Gerd Müller gab es im zweiten Vorbereitungsspiel der Klinsmann-Bayern einen 8:0-Sieg gegen den TuS Nördlingen.

Auch der Ausfall von Ribery zum Bundesligastart Mitte August sei kein "großes Handicap", wie Hoeneß meinte: "Wir haben genug Spieler, seinen Ausfall zu kompensieren."

Hoeneß: Wir machen nichts mehr"

Der Manager rechnet damit, dass der französische Nationalspieler nach seinem bei der EM erlittenen Riss des Syndesmose-Bandes oberhalb des linken Sprunggelenks spätestens zum Start der Champions League Mitte September wieder topfit ist.

"Ich schätze, dass er in sechs Wochen spielen kann", berichtete Hoeneß, der am Rande des Sommer-Lehrgangs der Bundesliga-Schiedsrichter in Kamen-Kaiserau erneut bekräftigte, dass die Transfer-Aktivitäten des Rekordmeisters abgeschlossen seien: "Wir machen nichts mehr."

Der neue FC Bayern

Nach der Rückkehr der deutschen Vize-Europameister um Lukas Podolski kann Klinsmann nun beginnen, den neuen FC Bayern zu entwerfen, der offensiv und dominant auftreten soll.

"Wir wollen alle Gegner aufmischen", bemerkte Nationalstürmer Miroslav Klose, der allerdings vor zu großen Champions-League-Erwartungen warnte.

"Sie schon diese Saison zu gewinnen, ist übertrieben." Im Gegensatz zu Hoeneß bewertet Klose den Ausfall von Ribéry kritischer: "Das ist schon bitter. Franck hat gezeigt, dass man ihn nicht ersetzen kann."

Öffentliches Showtraining

Am 22. Juli will Klinsmann bei der Saisoneröffnung in der Allianz Arena mit einem öffentlichen Show-Training um die Gunst der Anhänger werben. "Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Fans kommen und uns beim Training zusehen", bemerkte Klinsmann: "Gemeinsam wollen wir in der neuen Saison vieles erreichen."

Einen Tag später gastiert der Meister und Pokalsieger am Mittwochabend zum inoffiziellen Supercup-Spiel beim Liga-Konkurrenten Borussia Dortmund. "Das ist das erste Spiel, bei dem wir einigermaßen komplett sind. Insofern nehmen wir es sehr ernst", kündigte Hoeneß an.

Testspiel in Nördlingen

Beim 8:0 in Nördlingen improvisierte Klinsmann nochmals mit einigen Talenten. In Abwesenheit des Sturm-Trios Toni, Klose, Podolski traten vor 10 500 Zuschauern Deniz Yilmaz (3 Tore) und Gastspieler Joseph Ngwenya (2) als beste Torschützen in Erscheinung. Kapitän Mark van Bommel, Andreas Ottl und Martin Demichelis schossen die übrigen Treffer.

Im Blickpunkt stand in seiner Heimatstadt Ex- Bayern-"Bomber" Gerd Müller, denn der "Rieser Sportpark" wurde am Samstag in "Gerd-Müller-Stadion" umbenannt. "Das ist schon eine tolle Sache", sagte der einst überragende Stürmer und Weltmeister von 1974, der die 90 Minuten neben Klinsmann auf der Trainerbank verbrachte.

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