Montag, 07.07.2008

HSV hat von Sorin genug

Abschied vom "argentinischen Patient"

Hamburg - Der Hamburger SV will sich von Juan Pablo Sorin trennen.

Sorin
© Getty

Der frühere argentinische Nationalspieler war weder bei den Leistungstests in den vergangenen Tagen noch beim Trainingsstart des HSV am Montagmorgen dabei. 

"Ich hoffe, dass wir uns in den nächsten Tagen einigen können", sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer. Der bis zum 30. Juni 2009 laufende Vertrag soll vorzeitig aufgelöst werden.

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Rastlose Karriere

Damit wäre Sorins Intermezzo nach knapp zwei Jahren und nur 24 Bundesliga-Spielen schon wieder beendet. Im Sommer 2006 wechselte der 32-Jährige für 2,5 Millionen Euro vom spanischen Erstligisten in die Hansestadt und gehörte mit einem geschätzten Jahresgehalt von 3,7 Millionen Euro zu den Topverdienern der Norddeutschen.

Die Hoffnungen, die der HSV in die Verpflichtung des damaligen Superstars setzte, konnte er zu keiner Zeit erfüllen. Trotz gelungenem Debüt gegen Werder Bremen warf ihn die fortwährende Verletzungsmisere immer wieder zurück. In Mannschaftskreisen wurde Sorin deshalb nur "der argentinische Patient" genannt.

In der vergangenen Spielzeit laborierte Sorin an einer Verletzung der Patellasehne. Er absolvierte nur fünf Kurzeinsätze und insgesamt 105 Spielminuten.

Verletzungen, Missverständnisse, Wechsel

Doch nicht nur in Hamburg, Sorins Karriere war auch in der Vergangenheit schon von Verletzungen, Missverständnissen und zahlreichen Wechseln geprägt. Seine Profi-Karriere begann er 1994 bei Argentinos Juniors und wechselte bereits ein Jahr später zu Juventus Turin. Nach der Rückkehr in sein Heimatland spielte er von 1996 bis 1999 für River Plate und gewann unter anderem vier nationale Meistertitel und die Copa Libertadores.

Während seiner Zeit bei Cruzeiro Belo Horizonte wurde er an Lazio Rom, den FC Barcelona und Paris St. Germain ausgeliehen. Nie allerdings wurde aus seinen Gastspielen ein Engagement auf Dauer.

Ende 2004 unterschrieb Sorin einen Vier-Jahres-Vertrag beim FC Villarreal, den er jedoch aufgrund von Differenzen mit Trainer Manuel Pellegrini nicht einhielt.

Für die argentinische Nationalmannschaft erzielte er 2002 in einem Freundschaftsspiel gegen Deutschland den entscheidenden 1:0-Treffer. Vier Jahre später führte er die Gauchos als Spielführer ins Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft.

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