Werder unter Druck

"Ich fahre nach Peking"

SID
Dienstag, 22.07.2008 | 11:56 Uhr
bremen, diego, bundesliga
© Getty
Advertisement
Boxen
So27 Aug
Mayweather vs. McGregor - AUF DAZN!
Primera División
Leganes -
Alaves
First Division A
Lüttich -
Zulte Waregem
Ligue 1
Metz -
Monaco
Championship
Burton Albion -
Birmingham
Primera División
Valencia -
Las Palmas
J1 League
Gamba -
Kashiwa
Championship
Sheffield Utd -
Barnsley
Premier League
Swansea -
Man United
CSL
Shanghai Shenua -
Guangzhou Evergrande
Premier League
Liverpool -
Crystal Palace
Ligue 1
Lyon -
Bordeaux
Serie A
Juventus -
Cagliari
Primera División
Celta Vigo -
Real Sociedad
Premier League
Stoke -
Arsenal
Championship
Sunderland -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
Nantes
Primera División
Girona -
Atletico Madrid
Premier League
Leicester -
Brighton (Delayed)
Serie A
Hellas Verona -
Neapel
Primeira Liga
Benfica -
Belenenses
Primera División
Sevilla -
Espanyol
Premier League
Burnley -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Watford (Delayed)
Premier League
West Ham -
FC Southampton
J1 League
Kobe -
Yokohama
Eredivisie
Excelsior -
Feyenoord
CSL
Guangzhou -
Shandong Luneng
Eredivisie
Ajax -
Groningen
Premier League
Huddersfield -
Newcastle
Ligue 1
Lille -
Caen
Ligue 1
Marseille -
Angers
Premier League
Tottenham -
Chelsea
Serie A
Atalanta -
AS Rom
Primera División
Bilbao -
Getafe
Primeira Liga
Porto -
Moreirense
Primera División
Barcelona -
Betis
Serie A
Bologna -
FC Turin
Serie A
Crotone -
AC Mailand
Serie A
Inter Mailand -
Florenz
Serie A
Lazio -
Ferrara
Serie A
Sampdoria -
Benevento
Serie A
Sassuolo -
Genua
Serie A
Udinese -
Chievo
Ligue 1
PSG -
Toulouse
Primera División
Deportivo -
Real Madrid
Serie A
Palmeiras -
Chapecoense
Primera División
Levante -
Villarreal
Premier League
Manchester City -
Everton
Primera División
Malaga -
Eibar
League Cup
Sheffield Utd -
Leicester
League Cup
Blackburn -
Burnley
League Cup
Cheltenham -
West Ham
Ligue 1
PSG -
Saint-Étienne
Championship
Bristol City -
Aston Villa
J1 League
Iwata -
Kobe
J1 League
Cerezo Osaka -
Kashima
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Championship
Burton -
Sheffield Wednesday
Ligue 1
Nantes -
Lyon
Serie A
Benevento -
Bologna
Serie A
Genua -
Juventus
Primera División
Alaves -
Barcelona
Premier League
Manchester United -
Leicester
Championship
Nottingham -
Leeds
Ligue 1
Amiens -
Nizza
Ligue 1
Bordeaux -
Troyes
Ligue 1
Caen -
Metz
Ligue 1
Dijon -
Montpellier
Ligue 1
Toulouse -
Rennes
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Serie A
AS Rom -
Inter Mailand
Primeira Liga
Rio Ave -
Benfica
Eredivisie
Feyenoord -
Willem II
Premier League
Chelsea -
Everton
Ligue 1
Guingamp -
Strasbourg
Premiership
Ross County -
Rangers
Ligue 1
Angers -
Lille
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Allsvenskan
Malmö -
Göteborg
First Division A
Gent -
Anderlecht
Serie A
Turin -
Sassuolo
Premier League
Zenit -
Rostow
Serie A
Chievo Verona -
Lazio
Serie A
Crotone -
Hellas Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
AC Mailand- Cagliari
Serie A
Neapel -
Atalanta
Serie A
Spal -
Udinese
Ligue 1
Monaco -
Marseille
Primeira Liga
Braga -
Porto
Primera División
Real Madrid -
Valencia

Bremen - Im Streit um die Olympia-Abstellung von Fußball-Profis wollen Schalke 04 und Werder Bremen nach der "Flucht" von Rafinha und Diego eine Grundsatzentscheidung vom Internationalen Sportgerichtshof CAS.

Nachdem die beiden Top-Akteure gegen den Willen ihrer Vereine am Dienstag zum brasilianischen Olympia-Team nach Paris gereist sind, hoffen die Verantwortlichen beider Klubs nun auf eine schnelle Entscheidung.

Während Werder und Diego erklärten, sich dem Schiedsspruch dieser Instanz unterwerfen zu wollen, droht der FC Schalke 04 Rafinha mit einer saftigen Geldstrafe und einer Sperre für das Olympia-Turnier.

Schalke und Werder ziehen vor Gericht

Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs wollte beide Fälle nicht in einen Topf werfen, sagte aber unmissverständlich: "Tatsache ist, wenn wir am Mittwoch ins Trainingslager nach Österreich fahren, wird Diego unentschuldigt fehlen." Laut CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb ist nicht mit einer Entscheidung noch in dieser Woche zu rechnen.

Für dringende Olympia-Fälle werde aber der Sportgerichtshof von Montag an ein Büro in Peking eröffnen. "Wir können auch eine vorläufige Entscheidung treffen", sagte Reeb. Diese könnte mit einem endgültigen Urteil während der Spiele von 8. bis 24. August revidiert werden.

"Wir haben den brasilianischen Fußball-Verband CBF und das IOC schriftlich dazu aufgefordert, dass Rafinha bei Olympia nicht spielen darf. Falls der CBF unserem Wunsch nicht entsprechen wird, werden wir vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eine Klage einreichen", kündigte Schalkes Manager Andreas Müller an. Beide Vereine sind der Ansicht, dass es keine Abstellungspflicht für ihre Spieler für das Olympia-Turnier gibt.

Druck vom brasilianischen Verband

Diego hatte im 90-minütigen Gespräch mit Allofs keine Einigung erzielt und war danach zum Treffpunkt nach Paris geflogen. "Ich möchte in Peking spielen. Das ist mein großer Traum. Aber das wird an anderer Stelle entschieden", sagte der 23-jährige Mittelfeldspieler.

Er befürchtet große Schwierigkeiten für seine weitere Karriere im Nationalteam, wenn er weg bliebe. Daher sieht sich der Brasilianer in der Pflicht, einer Einladung des Verbandes Folge zu leisten.

"Diego steht unter großem Druck aus seinem Heimatland", so Allofs.

Müller wirft Rafinha Vertragsbruch vor

Ähnlich sieht es sein Schalker Kollege. "Ich glaube, dass vom Verband viel Druck auf Rafinha ausgeübt und er von seinem brasilianischen Umfeld bedrängt und einfach schlecht beraten wurde", meinte Müller.
Der Manager betonte, dass der Spieler einen Vertragsbruch mit Schalke begangen habe. "Es widerspricht der olympischen Charta, dass solch ein Spieler bei Olympia antreten darf", betonte Müller, der damit auch eine Sperre Rafinhas für die Olympischen Spiele fordert.

Unterstützung vom DFB

Beide Klubs holten Rat beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ein. "Wir haben uns mit Präsident Theo Zwanziger und Generalsekretär Wolfgang Niersbach abgestimmt, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein", sagte Müller.

Der DFB hat Schalkes Protest an den Weltverband FIFA weitergeleitet und teilt die Rechtsauffassung, dass keine Abstellungspflicht besteht.

In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte der DFB: "Das Miteinander von Vereinsfußball und den Terminen und Verpflichtungen der Nationalmannschaften kann nur funktionieren, wenn frühzeitig Rechtssicherheit geschaffen und die geltenden Regularien klar kommuniziert werden. Es kann nicht sein, dass ein europäischer Spitzenclub drei Wochen vor dem Saisonstart von so einer Entwicklung überrascht wird."

Gewohnheitsrecht sorgt für Verwirrung

Die FIFA hatte sich in einem Schreiben an die betroffenen Vereine lediglich auf ein Gewohnheitsrecht zur Abstellung berufen und damit für viel Verwirrung bei den Klubs gesorgt.

IOC-Präsident Jacques Rogge hatte sogar von einer Sperre für die Spieler gesprochen, die trotz Nominierung nicht von ihren Vereinen freigestellt werden.

Rafinha droht saftige Strafe

Sollte Rafinha seinen Boykott durchziehen und mit Brasilien in Peking starten, kommt ihn das teuer zu stehen. Die Geldstrafe könnte bis zu 800.000 Euro betragen. Müller hat bisher vergeblich versucht, Rafinha telefonisch zu erreichen.

Die zu erwartenden Konsequenzen sind dem Profi schriftlich in englischer und portugiesischer Sprache in den Hausbriefkasten zugestellt worden. Dennoch ist Schalke bereit, die ganze Geschichte zu vergessen, wenn der Spieler einlenkt und doch noch ins Trainingslager des Bundesligisten nachreist.

"Wir hoffen, dass bei Rafinha nun ein Sinneswandel einkehrt. Falls er am Mittwoch oder Donnerstag bei uns im Trainingslager auftaucht, wird es aber keine weiteren Konsequenzen geben", versprach Müller.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung