Dienstag, 22.07.2008

Bundesliga

DFL und Kartellamt bleiben im Dialog

Bonn - Das Ringen um die zukünftige TV-Vermarktung der Bundesliga bleibt spannend. Bei den Verhandlungen zwischen dem Bundeskartellamt und der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurde in Bonn keine Ergebnis erzielt.

DFL, Rauball
© Getty

"Die Liga hat neue Gesichtspunkte eingebracht, die seitens des Kartellamtes nun beraten werden. Die Parteien bleiben im Dialog", teilte die DFL auf Anfrage mit. Zu den Inhalten des Gesprächs hielten sich beide Seiten bedeckt, ein neuer Termin wurde nicht genannt.

Dachverbände befürchten Verluste

Die Wettbewerbshüter prüfen seit zehn Monaten den Vertrag der DFL mit der Kirch-Tochterfirma Sirius über ein Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro. Zuletzt hatte das Kartellamt als Bedingung für die Zustimmung gefordert, dass weiterhin die Bundesliga-Berichte samstags vor 20 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen (Free TV) laufen müssen.

Diese Bedingung war von der DFL und vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) kritisiert worden. Beide Dachverbände befürchten Millionen-Verluste, wenn nicht zusätzlich auch das Modell einer Free TV-Zusammenfassung samstags nach 22 Uhr ausgeschrieben werden kann.

Vertrag könnte platzen

An dem Spitzengespräch in Bonn nahmen Ligapräsident Reinhard Rauball und DFL-Vorstand Christian Seifert sowie Ralph Langhoff als Vorsitzender der 6. Beschlussabteilung des Bundeskartellamts teil.

Sollten die Verhandlungen scheitern, droht der Milliarden-Vertrag mit Kirch zu platzen. In diesem Fall müsste die DFL die Rechte für die drei Spielzeiten 2009/2010 bis 2011/2012 wahrscheinlich selbst vermarkten.

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