DFL prüft rechtliche Schritte

SID
Freitag, 25.07.2008 | 13:16 Uhr
Advertisement
PDC World Championship
Fr15.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Jeden Abend auf DAZN
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
FC Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Pachuca
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
FIFA Club World Cup
Real Madrid -
Gremio
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
CFC Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
FC Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
FC Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
CFC Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
FC Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
FC Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
CFC Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)
Premiership
Hearts – Hibernian
Indian Super League
Jamshedpur -
Chennai

Frankfurt/Main - Dem Schock folgte die Kampfansage: Die DFL will die Ablehnung der Zentralvermarktung in der Bundesliga durch das Bundeskartellamt rechtlich überprüfen und zugleich einen Alternativplan für die Ausschreibung der Fernsehrechte ab der Saison 2009/10 entwickeln.

"Wir haben mehrere juristische Prüfungen in Auftrag gegeben. Wir haben heute noch kein Patentrezept. Fakt ist aber, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesligavereine gefährdet ist", erklärte Liga-Präsident Reinhard Rauball in Frankfurt.

Die DFL-Geschäftsführung soll in den kommenden Tagen Gespräche mit dem Liga-Partner Sirius, der der DFL ab der Saison 2009/10 jährlich 500 Millionen Euro für die Übertragungsrechte der Bundesliga garantiert hat, führen.

Nach Angaben von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert habe der Vertrag mit der Kirch-Tochter derzeit immer noch Bestand. Da die Kartellamtsentscheidung dem bisherigen Kontrakt die Grundlage entziehe, müsse nun in Ruhe ein neuer Plan für die Vermarktung der TV-Rechte entwickelt werden.

Glücksfall oder Katastrophe? Die Reaktionen auf den Kartellamtentscheid

Kleine Vereine bedroht

Als mögliche Konsequenzen drohten laut Seifert die Auflösung des Sirius-Vertrages, der Wegfall eines lukrativen Pay-TV-Angebotes und das Ende des Wettbewerbes zwischen Pay-TV und Free-TV.

Zudem sei durch die Zementierung der Free-TV-Berichterstattung vor 20.00 Uhr ein Wettbewerb zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern faktisch ausgeschlossen.

"Wir fordern das Kartellamt daher auf, die für die kleinen Vereine der Liga existenzbedrohende Situation nicht für Image-Zwecke zu missbrauchen. Dies ist jetzt passiert", sagte Seifert.

Zwei Varianten

Um den Vereinen Planungssicherheit zu geben, soll eine Lösung bis zum Jahresende gefunden werden. "Eine schnelle Entscheidung ist wünschenswert, aber wir verfallen nicht in Panik und werden nichts überstürzen. Es wäre unseriös und unglaubwürdig, jetzt schon einen Plan C zu haben. Wir waren von unserem Angebot überzeugt", so Seifert.

Die DFL hatte für die Ausschreibung bisher zwei Szenarien entwickelt. Das erste sah eine Zusammenfassung der fünf Samstag-Spiele zeitnah ab 18.30 Uhr im Free-TV vor.

Bei der zweiten Variante sollte der Ball im frei empfangbaren Fernsehen zwar erst nach 22.00 Uhr rollen, im Gegenzug hätte die Zusammenfassung der drei Sonntag-Spiele aber bereits ab 18.45 Uhr gesendet und zusätzlich alle 14 Tage eines dieser Spiele für alle Fans live übertragen werden können.

Wettbewerb verhindert

Seifert schloss aus, nach dem Spruch des Kartellamtes lediglich die erste Variante auszuschreiben: "Dass ein Wettbewerb immer besser ist, versteht sogar meine dreijährige Tochter."

Auch Rauball sieht den Status quo mit jährlichen Einnahmen von 420 Millionen Euro gefährdet. "Es gibt im umkämpften Medienmarkt doch keinen, der freiwillig 50 Millionen Euro drauflegt, nur weil er es gut mit uns meint", sagte er.

Die DFL könne den Spruch des Kartellamtes daher nicht nachvollziehen. "Wir wollten dem Markt eine Wahl geben. Wir sind davon ausgegangen, dass dies eine deutsche Behörde auch wünscht. Mit der Entscheidung verhindert das Kartellamt einen Wettbewerb", kritisierte Seifert.

Rauball: "Lex ARD"

Er sieht dadurch vor allem die finanzschwachen Zweitligavereine in ihrer Existenz bedroht. "Die Lage für den Profi-Fußball ist ernst. Die Sorge ist vor allem bei den kleineren Vereinen groß, die auf Fernsehgelder angewiesen sind", betonte der DFL-Geschäftsführer.

Rauball kritisierte die Kartellamtsentscheidung als "Lex ARD". Die Behörde habe die Verbraucherinteressen mit der Sportschau gleichgestellt. Dabei sei es der DFL nie um die Abschaffung der beliebten Sendung gegangen, sondern "um die Erzielung marktgerechter Preise in einem offenen und transparenten Wettbewerb", so Rauball.

Politiker gefordert

Er forderte die Hilfe der Politik ein, denn mit den TV-Geldern würden die Vereine nicht nur teure Stars einkaufen, sondern auch sozialpolitische Aufgaben erfüllen.

"Dem wollen wir weiter gerecht werden. Dafür benötigen wir Geld. Wenn Grundpfeiler unserer Finanzierung angegriffen werden, muss die Politik im Sinne des Fußballs handeln", sagte Rauball.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung