Mittwoch, 25.06.2008

Glück im Unglück

Drei Wochen Pause für Helmes

Leverkusen - Bayer Leverkusens neuer Chefcoach Bruno Labbadia ereilte schon am ersten Arbeitstag eine Hiobsbotschaft. Nationalspieler Patrick Helmes knickte beim Trainingsauftakt schon nach 20 Minuten um und erlitt einen Teilanriss des Außenbandes im rechten Fuß.

Helmes
© Getty

"Er hatte Glück im Unglück. Wenn man umknickt, ist das die leichtere Variante der Verletzung", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Der 24-jährige Neuzugang vom Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln muss zwei bis drei Wochen pausieren.

Bei seinem Einstand in Leverkusen konnte der vom Zweitligisten Greuther Fürth für Ex-Coach Michael Skibbe gekommene Labbadia zwar 20 Spieler um sich versammeln, musste jedoch auf eine Reihe von Stammkräften verzichten.

Wie es mit der Rehabilitation von Mittelfeld-Ass Bernd Schneider nach einer Bandscheiben-Operation im Halswirbelbereich weitergeht, soll eine medizinische Untersuchung am Donnerstag klären.

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Stürmer gesucht

"Er ist ein sehr wichtiger Spieler für mich", sagte der 42-jährige Ex-Profi Labbadia. Für den kreativen Part im Mittelfeld sucht Bayer allerdings noch einen guten Mann. "Wir sind auf der Suche, doch es soll kein Schnellschuss werden", sagte Völler. Noch länger fällt Lukas Sinkewicz (Kreuzbandriss) aus. Offen ist, wie lange der griechische Stürmer Theofanis Gekas (Jochbeinbruch) pausieren muss.

Neben Helmes trainierte erstmals auch Constant Djakpa mit. Der 21-Jährige von der Elfenbeinküste soll auf der linken Außenbahn zum Einsatz kommen. "Vielleicht haben wir mit ihm ein Schnäppchen gemacht", hofft Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

Nicht mehr dabei war der zuletzt an Energie Cottbus ausgeliehene Stürmer Michal Papadopulos. Der Tscheche wurde kurzfristig für drei Jahre in seine Heimat zu Mlada Boleslav transferiert.

Trotz der im Vergleich zu Bundesliga-Konkurrenten wie dem VfL Wolfsburg relativ bescheidenen Investitionen in neue Spieler wollen die Leverkusener wieder in der Spitze mitmischen. "Wir gehen das Ziel an, wieder ins internationale Geschäft zu kommen, doch es muss alles hundertprozentig stimmen, dass wir es schaffen", sagte Labbadia. "Es gibt zehn Mannschaften, die in die Champions League und den UEFA-Cup kommen können."

Kein finanzielles Risiko 

Einen finanziellen Wettkampf mit Wolfsburg oder dem solventen Aufsteiger 1899 Hoffenheim lehnt Holzhäuser ab: "Wir gehen das finanzielle Risiko nicht ein, mit Hoffenheim und Wolfsburg Schritt halten zu wollen." Bayer 04 war in der vergangenen Saison am letzten Spieltag noch von Tabellenplatz vier auf sieben ins europäische Abseits gerutscht.

"Es wird eine spannende Bundesliga-Saison werden, vor allem, was den Kampf um die Europacup-Plätze angeht", sagte Völler. "In unserer Mannschaft steckt Potenzial, und wir können uns damit im oberen Drittel der Liga bewegen."

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