Montag, 09.06.2008

Klinsmann bastelt am Umfeld

Henke bleibt bei Bayern

München - Im Schatten der EM treibt Jürgen Klinsmann die Arbeiten am neuen FC Bayern München voran. Drei Wochen vor Amtsantritt beim Rekordmeister landete der künftige Trainer mit der Weiterverpflichtung des bisherigen Co-Trainers Michael Henke einen Überraschungscoup.

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© Getty

"Er ist ein wichtiger Baustein in unserem Konzept", begründete Klinsmann die Entscheidung für den langjährigen Assistenten von Meistertrainer Ottmar Hitzfeld. Henke wird dem Klub nun als Chefanalytiker und Leiter der Spielbeobachtung erhalten bleiben.

Auch das Gesicht des neuen Kaders nimmt möglicherweise Kontur an: Nach Tim Borowski und Torhüter Hans-Jörg Butt soll laut Medienberichten Mittelfeldakteur Alexander Hleb vor dem Wechsel von Arsenal London an die Isar stehen.

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Henkes Erfahrung Gold wert

Henke sei künftig für Gegner-Analysen und taktische Auswertungen verantwortlich. "Henke ist für diese Aufgabe perfekt geeignet. Er hat jahrelang Erfahrung auf internationalem Top-Niveau des Fußballs, er kennt den FC Bayern aus dem Effeff", erklärte Klinsmann auf der Bayern-Internetseite die Verpflichtung des langjährigen Assistenztrainers.

Damit hat der Ex-Nationaltrainer einen ganzen Mitarbeiter-Tross um sich geschart: Neben dem Mexikaner Martin Vasquez als Assistenzcoach und Christian Nerlinger als Teammanager soll der frühere Torhüter Philipp Laux als Sportpsychologe und Fortbildungsleiter kommen.

Hleb auf Klinsmann Wunschliste

Nerlinger solle den organisatorischen und administrativen Part übernehmen, Laux sei für die Leistungsoptimierung der Spieler etwa durch Stressbewältigung und Persönlichkeitsschulung verantwortlich, sagte Klinsmann.

"Hier gibt es sehr viel zu tun." Noch steht der 35-Jährige bei Bundesliga-Aufsteiger 1899 Hoffenheim unter Vertrag, mündlich sei aber Einigung über den Wechsel erzielt.

Zugleich verdichteten sich die Hinweise, dass der Ex- Stuttgarter Hleb zur neuen Spielzeit im Mittelfeld des Rekordmeisters auflaufen könnte. Nach Angaben der Münchner Zeitung "tz" ist der Wechsel des Weißrussen von Arsenal London trotz eines noch bis 2010 laufenden Vertrags unter Dach und Fach. Auch "bild.de" vermeldete, dass der 27-Jährige kurz vor einem Wechsel an die Isar stehe.

"Glücksfall" Bayern München

Vor drei Wochen beim 4:1-Jubelfinale des neuen Meisters gegen Hertha BSC war Henke von den Bayern-Oberen verabschiedet worden. "Bayern München ist mittlerweile mein Verein, ich bin Fan des Vereins und seines ganzen Umfelds geworden", gestand der 51-Jährige.

"Er war ein Glücksfall für mich", betonte auch Hitzfeld, der fast 14 Jahre mit Henke zusammenarbeitete. "Zuverlässig, loyal und fachlich topinformiert" sei Henke, befand Hitzfeld - Fähigkeiten, auf die auch Klinsmann nicht verzichten wollte.

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