Auf den Spuren des Titans?

Werder verdrängt Wieses Kung-Fu-Tritt

SID
Freitag, 09.05.2008 | 15:52 Uhr
Wiese, Bremen, Bundesliga
© DPA
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Meister vs. Tabellenführer: Chelsea - ManCity
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Eredivisie
Alkmaar -
Feyenoord
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru

Bremen - Die Diskussion um den Kung-Fu-Tritt von Tim Wiese passt Werder Bremen überhaupt nicht. Während die brutale Attacke des Torwarts im Nordderby gegen den Hamburger SV öffentlich weiter in aller Munde ist, versucht der Tabellenzweite, das Thema schnell zu verdrängen.

Nachträglich gesperrt werden kann Keeper Wiese ohnehin nicht mehr. "Es handelt sich um eine unumstößliche Tatsachenentscheidung. Das können wir nicht ändern", sagte Manfred Amerell, Mitglied des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses, der "dpa".

Es war wirklich keine Absicht

Schiedsrichter Lutz Wagner hatte das Foul gegen HSV-Profi Ivica Olic nur mit einer Gelben Karte geahndet.

Dass er damit falsch lag, musste auch Amerell bestätigen. "In diesem Fall war seine Wahrnehmung falsch. Das haben die TV-Bilder bewiesen. Wagner hatte aus seiner totalen Position nicht die richtige Sicht", erklärte Amerell.

Möglicherweise hätte ein Rücksprache mit dem Schiedsrichter-Assistenten eine andere Entscheidung herbeigeführt.

Wiese selbst konnte sich offenbar nur zu einer halbherzigen Entschuldigung durchringen. "Es tut mir leid. Es war wirklich keine Absicht", wurde er von der "Bild"-Zeitung zitiert. "Es war keine Absicht. Das ist ganz, ganz wichtig dabei", meinte Manager Klaus Allofs.

Auf den Spuren von Oli Kahn 

Schiedsrichter Wagner habe seinen seinen Fehler in einem Gespräch mit dem Ausschuss-Vorsitzenden Volker Roth eingeräumt, erklärte Amerell.

Sanktionen habe der Unparteiische aus Hofheim nicht zu befürchten. Amerell, selbst früher Bundesliga-Schiedsrichter, verglich die vieldiskutierte Szene im Nordderby mit ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit.

"Nach Harald Schumacher und Oliver Kahn ist Wiese Torhüter Nummer drei, der Glück gehabt hat", sagte Amerell. Ex-Nationaltorwart Schumacher hatte bei seinem Zusammenprall 1982 im WM-Halbfinalspiel gegen Frankreich den Franzosen Patrick Battiston schwer verletzt. Bayern-Keeper Kahn sorgte mit einer Kung- Fu-Einlage im April 1999 gegen den Dortmunder Stürmer Stephan Chapuisat für Schlagzeilen.

Beide Torhüter kamen damals ebenfalls ohne Strafe davon. So wie nun auch Wiese, der mit dabei sein darf, wenn Werder gegen Hannover 96 antritt. Im nächsten Nord-Duell geht es um die direkte Champions-League-Qualifikation.

Baumann fehlt gegen Hannover 

Ersetzen muss Trainer Thomas Schaaf die gesperrten Jurica Vranjes und Frank Baumann. Dafür hat Nationalspieler Torsten Frings seine Sperre abgesessen und kann Kapitän Baumann auf der Sechser-Position im defensiven Mittelfeld ersetzen.

"Das ist Job-Sharing", kommentierte Baumann seinen ersten Bundesliga-Platzverweis im Werder-Trikot. Im Fernduell mit Schalke 04 um Platz zwei sind die Hanseaten gewarnt. Das Hinspiel in Hannover verloren sie nach 90 höchst unterhaltsamen Minuten mit 3:4.

"Das war ein Saison-Höhepunkt", sagte 96-Trainer Dieter Hecking. Sein Team hat sich durch zuletzt konstant gute Leistungen auf Platz acht vorgearbeitet und spekuliert auf einen UI-Cup-Platz.

"Ich freue mich über diese Perspektive", erklärte Hecking. Seine Profis sind heiß darauf, nach dem 1:1 bei Schalke 04 dem nächsten Champions League-Anwärter ein Bein zu stellen. "Wir wollen in Bremen auftreten wie auf Schalke", kündigte der Coach an.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung