Bundesliga

Labbadia neuer Leverkusen-Coach

SID
Montag, 26.05.2008 | 17:57 Uhr
Bruno Labbadia, Bayer Leverkusen, Rudi Völler
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Leverkusen - Der bisherige Zweitliga-Trainer Bruno Labbadia soll Bayer 04 Leverkusen dauerhaft zu einer der ersten Adressen in der Bundesliga und Europa entwickeln.

"Wir brauchen einen Neuanfang, der aus unserer Mannschaft mit Potenzial noch mehr rausholt", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler bei der Präsentation des Nachfolgers des entlassenen Michael Skibbe.

"Mit dem Feuer, das er in sich hat, ist er absolut die richtige Wahl." Der 42-jährige Labbadia erhält einen Zweijahres-Vertrag. Zugleich erteilte ihm die SpVgg Greuther Fürth, bei der er noch einen Kontrakt bis 2009 hatte, die Freigabe.

Fürth als Empfehlung

"Ein Verein wie Bayer Leverkusen kommt nicht so oft um die Ecke. Und ich passe nicht nur in das Profil des Vereins, sondern die Mannschaft auch in meines", sagte Labbadia selbstbewusst. "Ich freue mich auf die Herausforderung."

Seine gute Arbeit mit der Fürther Elf, die er in der vergangenen Saison auf Platz sechs der zweite Liga führte, erwies sich als beste Empfehlung für sein Bundesliga-Debüt. "Mit bescheidenen Mitteln hat er tollen Fußball spielen lassen", urteilte Völler.

Deshalb hat Fürths Präsident Helmut Hack seinen Coach höchst widerwillig und nur nach lukrativen Zusagen ziehen lassen.

Kein Kumpeltyp

"Wir haben eine Lösung gefunden, die für beide Seiten günstig sein kann", erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser, der den neuen Hoffnungsträger wie folgt charakterisiert: "Er ist total engagiert, er liebt Akribie und lebt Fußball."

Die Philosophie von Labbadia ist zudem sehr simpel. "Ich will auf Dauer mehr Spiele gewinnen als verlieren", sagte der Ex-Profi, der kein Kumpeltyp sein will: "Ich duze die Spieler nicht, suche ihre Nähe, halte aber auch Abstand."

Langfristig Champions League

Zurückhaltend äußerte er sich über sein Verständnis von Spielkultur. "Wenn erkannt wird, was ich will, dann habe ich es richtig gemacht", meinte Labbadia.

Sein erstes Ziel wird nach dem Verpassen eines Europacup-Startplatzes von Bayer in der abgelaufenen Saison als Tabellensiebter das Erreichen des UEFA-Cups sein. "Mittelfristig wollen wir jedoch wieder in die Champions League, dass ist klar unser Anspruch", forderte Völler.

Erster Posten bei Darmstadt

Seinen ersten Trainerposten hatte Labbadia von 2003 bis 2006 beim damaligen Oberligisten SV Darmstadt 98.

Als Profi wurde der Ex-Stürmer, dem es als einzigen Torjäger gelungen ist, sowohl in Liga eins und zwei wenigstens 100 Tore zu erzielen, mit dem 1. FC Kaiserslautern (1991) und Bayern München (1994) deutscher Meister. In der Nationalmannschaft kam er nur auf zwei Länderspiele.

Neue Ära

Mit für Juli 2009 geplanten Fertigstellung der für 70 Millionen Euro von Grund auf modernisierten "BayArena" soll in Leverkusen der Startschuss für eine neue Ära fallen.

"Wir wollen in der Bundesliga den Abstand nach vorn verringern", sagte Holzhäuser, der nach drei deutschen Vizemeisterschaften auch vom ersten Titel träumt.

Noch weitere Sahnestücke

Zum Handicap könnte für den neuen Coach in der kommenden Saison werden, dass Bayer in der Hinrunde in einer Bauruine spielen und nach der Winterpause in der LTU-Arena in Düsseldorf die Heimspiele austragen muss. Nach vielen neuen Spielern muss er sich dagegen nicht umsehen.

Nationalstürmer Patrick Helmes kommt vom 1. FC Köln und als Kandidat für die Abwehr ist der Brasilianer Thiago da Silva von Fluminense ausgespäht. "Es werden noch weitere Sahnestücke hinzukommen", versprach Völler.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung